Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

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Kleine Rückschau und Analyse

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Mit dem Rennverlauf bin ich sehr zufrieden, zumindest bis km 120 wie die Analysegrafik veranschaulicht.

Im Bereich 60-80 und 80-100 waren die meisten Höhenmeter des Laufes zu finden, (siehe Analysegrafik). Zu bewältigen war eine trailige Runde durch Belgien, die einmal im Uhrzeigersinn und einmal gegenläufig zu bewältigen war.

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Der Untergrund war durchgehend schlammig und sehr schwer laufbar. Wir hatten zuweilen stürmische Windverhältnisse und auch teilweise übelsten Starkregen. Da blieb nichts trocken.

B3Von 159 Startern gaben sich 66 geschlagen und kassierten ein dnf, ca. 50 gemeldete Läufer traten erst gar nicht an.

Ich wechselte an jedem Dropbagpunkt alle Laufsachen und cremte Füße etc. immer neue ein, wechselte alle Akkus und füllte den Rucksack neu auf (Getränke / Riegel). Schuhe wechselte ich nicht. Ich hatte mich "gott-sei-dank" für einen Goretext Schuh von La Sportiva entschieden. Dennoch versuchte ich ungefähr mit einer Stunde am Dropbag Punkt auszukommen, was auch gut gelungen ist, aber doch erfordert, dass man nicht trödelt.

Zwischen km 120 und 140 ereilte mich das Unglück, dass der Akku meiner Stirnlampe nur noch "Notstrom" abgab und ich nahezu im dunkeln, später mit der Lampe des Smartphones durch den wurzeligen dunkeln Wald tappte. Der voll aufgeladene Akku in meinem Rucksack wollte weder in der Stirnlampe, noch in der Ersatzlampe seine Energie frei geben - Absolute Arbeitsverweigerung - das hatte ich noch nie.

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Es kostete Zeit, aber ich kam zum nächsten Checkpoint. Dort blieb nichts anderes als auf Tageslicht zu warten - oder auf jemanden der mit einem Akku für meine Stirnlampen (18150 Akku) aushelfen kann. Arno Lux konnte ... und so musste ich nicht vollends auf das Tageslicht warten und nach ca. 3 Std. Schlaf plus Pause meinen Weg fortsetzen.

An andere Läufer ranhängen wollte ich mich nicht - das bringt nur den anderen Wettkämpfer in Verantwortung - und wir alle hatten mit den Umständen genug zu tun.

Hier ist also mein technisches Unglück noch einmal gut gegangen. Es hätte aber auch ganz anders, ggf. mit einem dnf enden können. Man lernt nie aus ....

Mein Fazit: Meine Zweitlampe wird nun immer ein Produkt mit gängigen AA Batterien. Somit habe ich auch Zugriff auf meine Akkus im GPS Gerät. In allergrößter Not ist Licht einfach immens wichtig.

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Der Lauf ist tiptop organisiert und echt zu empfehlen. Es muss ja nicht immer so nass sein. www.bellogallico.be/

Text und Bilder: Michael Frenz, 20.12.2019

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