Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Texte und Bilder: Teilnehmer, 15.05.2021

Am Sonntag, den 9. Mai 2021, startete um 13 Uhr MESZ wieder ein Team der LG Ultralauf beim Wings for Life World Run.

Urkunde

Das Konzept des Laufes ist einfach: Alle Teilnehmer*innen weltweit starten exakt zur gleichen Zeit. 30 Minuten nach Rennstart fährt ein virtuelles Catcher Car los, zunächst mit Tempo 14 km/h, dann wird jede halbe Stunde beschleunigt, und nach vier Stunden ist das Catcher Car mit seiner Endgeschwindigkeit von 34 km/h unterwegs. Das individuelle Rennen endet dann, wenn man vom Catcher Car eingeholt wird. „The last man/woman standing“ werden als globale Sieger gekürt. Aufgrund der von der App per GPS aufgezeichneten Distanz wird eine globale Rangliste erstellt.

Laut Angaben des Veranstalters war der diesjährige Lauf der gröβte aller Zeiten. Insgesamt 184.236 Teilnehmer*innen aus 195 Nationen legten in 151 Ländern 1.656.840,79 km zurück – als Läufer, Walker oder Rollstuhlfahrer – und sammelten dabei €4,1 Millionen an Spendengeldern für die Rückenmarksforschung. Die meisten nahmen am globalen App Run statt, auch wenn es zum Teil organisierte Events gab in Ländern, in denen die Pandemiesituation dies erlaubte.

Unser kleines, aber feines Team bestand diesmal aus 6 Läufer*innen, die insgesamt 109,51 km erliefen. Als Team landete die LG Ultralauf auf Platz 1.713 im globalen Ranking der mehr als 5.700 Teams.

Die Einzelergebnisse:

Gottschalk, Katrin (GER): 30,27 km
Furrer, Sven (GER): 21,49 km
Wurmbach, Patric (GER): 15,69 km
Kolter, Mechthild (GER): 15,30 km
Bomm, Michael (GER): 15,22 km
Report, Christoph (GER): 11,54 km

Fast alle haben zu ihrem Rennen einen kurzen Bericht geschrieben und Fotos bereitgestellt.

Katrin Gottschalk

Am WfL World Run teilzunehmen war eine eher spontane Entscheidung dieses Jahr. Es schien mir aber ein guter Vorwand für einen längeren Tempolauf zu sein. Vorgenommen hatte ich mir ca. 35 km, was aufgrund meiner vorangegangenen langen Trainingsläufe ein absolut realistisches Ziel war. Dass es 30 Grad warm werden sollte, wusste ich – wie sich 30 Grad bei einem Tempolauf anfühlen, hatte ich leider verdrängt.
Nach einer Stunde schwante mir langsam aber sicher, dass das erforderliche 4:40er-Tempo nicht mehr lange aufrechtzuerhalten war (egal) – und dass meine Trinkstrategie zum Scheitern verurteilt war (fatal). Ich hatte sowohl zu wenig Getränk mitgenommen als auch zu wenig Getränk für meine mobile Versorgungsstation vorbereitet, die ab der 90 Minuten-Marke auf meiner Laufstrecke spazieren gehen sollte. Na gut, Augen zu und durch, dachte ich. Das Tempo pendelte sich dann eher bei 5 min/km ein. Dass selbst meine Leistung vom vergangenen Jahr (ca. 29 km in der Schwüle Hong Kongs) unerreichbar schien, hat mich schon gewurmt, aber ich hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Nach zwei Stunden war das Verlangen nach dem kostbaren Nass so groβ, dass ich meine Route änderte, um – mit gefühlt letzter Kraft – einen Brunnen zu erreichen. Nach einer kurzen Erfrischung gab es ein letztes Aufbäumen mit dem Catcher Car im Nacken. Als das Auto 1 km hinter mir war, erreichte ich die Bergabstrecke für den Schlussspurt. Die 30 km-Marke konnte ich dann doch noch knacken, bevor ich zu meiner allergröβten Erleichterung genau am nächsten Brunnen eingeholt wurde. Es war trotzdem wieder ein schönes Erlebnis, dabei zu sein. Auf ein Neues in 2022!

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Sven Furrer

Težak Broj
Das kommt dabei raus, wenn man wie ich heute meint, man könne eine völlig unbekannte Strecke in Istrien mal eben so für den Wings for Life Run laufen. Die ersten 11 km finde ich überhaupt keinen Rhythmus, denn es geht nur bergauf. Nicht steil, aber stetig. Und nur Schotterpisten. Bei Kilometer 8 habe ich Abgasgeruch in der Nase. Da taucht er auch schon auf, der junge Kroate, sein Moped den Berg bei laufendem Motor hinauf schiebend. Nix wie vorbei. Dann verlaufe ich mich noch zweimal, aber die Uhr meldet sich zum Glück. Immer noch kein richtiger Rhythmus. Endlich den höchsten Punkt erreicht, zweifelnd, ob ich bergab die bislang auf die geplante Pace verlorene Zeit werde wieder einholen können. Auf Schotterwegen geht es bergab Richtung Rovinj. Ich gebe Gas. Endlich Genusslaufen. Schnell noch ein Selfie und dann die letzten 3 km in Angriff nehmen. Das Catcher Car meldet sich über die Kopfhörer. Jetzt heiβt es, nochmal alles geben. Endlich Asphalt, aber es bleibt wellig. Und 1,5 km vor dem Ziel noch mal ein langgezogener Anstieg. Dann ist der geplante Halbmarathon nach 1:53 h und 250 Höhenmetern eingelocked. Ich bin platt. Laufe gemütlich weiter und kurz darauf werde ich „gecatched“. Es war klasse, wieder mal ein wenig Rennatmosphäre zu spüren. Zu wissen, da sind Teamkollegen, die sind jetzt auch unterwegs und geben alles. Und am Schluss auch noch ein kleiner Beitrag für einen guten Zweck. Danke, liebe Katrin, für die Einladung zu diesem Event. Es hat sich wirklich gelohnt, dabei gewesen zu sein.

Sven Furrer 1Sven Furrer 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Sven Furrer 3

Patric Wurmbach

Der Wings for Life Run 2021 war von vorne herein nicht als Wettkampf für mich gedacht, sondern als schnelle Trainingseinheit mit einem Preset von maximal 15 km. Wie schnell sich diese relative Nüchternheit ändert und wie sehr die richtigen Wettkämpfe fehlen, zeigte sich relativ schnell nach dem Start. Die RB-Beschallung per Kopfhörer war aufputschend, die leichten Steigungen der Strecke wie der Wind bei herrlichen Temperaturen wurden ignoriert. Der ganze Stress der letzten Tage war weg. FLOW. Letztendlich kamen 15.69 km heraus, da hier der Kopf wieder Regie übernahm, noch bevor das Pacer Car mich einholte. Ich war fertig, happy, mit leichtem Sonnenbrand und konnte es einen sehr gelungenen Tag nennen.
Schön wieder zu laufen und hoffentlich darf man bald wieder gemeinsam Läufe bestreiten.

Patric Wurmbach 1Patric Wurmbach 2Patric Wurmbach 3

Mechthild Kolter

Dieses Jahr habe ich zum 2. Mal am World Run teilgenommen – natürlich per App. Nachdem ich im letzten Jahr die angestrebten 20 km nicht geschafft hatte, wollte ich die 20er-Marke in diesem Jahr schaffen. Es sah auch alles ganz gut aus, bis Fritz mir ein paar Tage vorher sagte: „Weißt Du, das es am Sonntag 30 Grad und Sonnenschein werden sollen?“ Gewünscht hatte ich mir 10 Grad bei Regen: Das schreckt die Motorradfahrer ab.
Geworden sind es dann nur 28 Grad und ich habe mich gefragt, welcher Idiot bei diesen Temperaturen laufen geht anstatt sich auf der Terrasse ein schattiges Plätzchen zu suchen. Ich. Also habe ich die Erwartungen runtergeschraubt und bin pünktlich um 13:00 Uhr gestartet. Sehr verwundert war ich, dass es hier im Kreis noch mehr Läufer gab, die am Worldrun teilgenommen haben. Die haben alle breit gegrinst und freundlich gegrüßt. Ich weiß nicht, ob die mich angelacht oder ausgelacht haben, da ich so verschwitzt war.
Geworden sind es dann nur 15 km. Aber die Anmeldung für 2022 ist ja bereits offen – vielleicht werden es dann 20 km. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich 3.

Mechthild Kolter

Text und Bilder: Michael Irrgang, 08.5.2021/Juni 2011

Dieser Text wurde tatsächlich 2011 geschrieben und in der ULTRAMARATHON und auf der DUV-Homepage veröffentlicht. Aus meiner Sicht ist ihm nicht viel hinzuzufügen, außer, dass ich das Athletiktraining mehr betonen würde und Aqua-Jogging und Crossfit den lohnenswerten Ergänzungssportarten hinzufügen würde.

Auch wenn Laufen sicherlich aus vielerlei guten Gründen der Hauptbestandteil des Trainings eines Läufers ist, so ist in allen Trainingsphasen ein ergänzendes Training sinnvoll. Bevor mit Inlineskates und Skikes zwei ideale Trainingsmittel vorgestellt werden, möchte ich die Gründe und die Bedeutung dafür erläutern.

Das Geheimnis effizienten Trainings liegt neben der Wahl der richtigen Belastungsintensität in der Balance von Belastung und Erholung, d.h. man muss dem Körper nach einem Trainingsreiz Zeit zur Anpassung (Adaption) geben. Sind die Trainingsreize zu hoch oder zu kurz hintereinander gesetzt, führt dies zu Übertrainingseffekten wie Leistungsabfall, Motivationsloch, Müdigkeit und ggf. Verletzungen, trainiert man „zu vorsichtig“, wird man nie sein Potential ausschöpfen. Das Zauberwort heißt „Zyklizität“ und beschreibt die Periodisierung des Trainings in verschiedenen Zyklen: Mikrozyklus (2 bis 4 Tage), Mesozyklus (2 bis 4 Wochen) und Makrozyklus (6 bis 12 Monate). Ein anschauliches Modell ist die „Superkompensation“, die die Anpassung des Trainingsniveaus in mehreren Phasen beschreibt. Meint der Laie darin zu erkennen, dass nach einer harten Trainingseinheit ein Tag Pause folgen muss, so ist diese Logik mittlerweile sehr umstritten, insbesondere, da dieses Prinzip auf die einzelnen Funktionssysteme des Körpers isoliert betrachtet werden muss. Sprintet beispielsweise ein Läufer bei maximalem Tempo 1 km, so sollte der Puls bereits nach 1 Minute wieder einen normalen Wert haben, das kumulierte Laktat nach 20 Minuten wieder abgebaut sein, die Muskeln benötigen vielleicht ein paar Stunden, um eine gleichartige Belastung erneut ausführen zu können, die Bänder und Gelenke hingegen Tage, um sich komplett zu erholen. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei, dass der Laktatabbau und die Muskelerholung durch Muskelaktivität beschleunigt werden können, dummerweise sich die Regeneration der Gelenke dadurch aber verzögert. Wäre es für die Verbesserung des Kreislaufes effektiv, bereits nach einem Intervall (Pause) von 1 Minute eine neue Wiederholung vorzunehmen, wäre es für den Muskel sinnvoll, erst 5 Minuten zu joggen; für die „Knochen“ kumuliert sich die orthopädische Last mit jeder Wiederholung. Leistungsorientiertes Training ist daher immer eine Gradwanderung mit der Gefahr von Verletzungen einzelner Funktions-Systeme, insbesondere denen, die am längsten für die Erholung brauchen, also für die Knochen, Bänder und Gelenke!

Ausgleichstraining ist die Antwort auf die Überlegung, wie man eine Funktionseinheit trainieren kann ohne eine andere zu belasten. Es kann Lauftraining sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen, wobei sich vier Einsatzgebiete ergeben.

  1. Während einer Verletzung. Beispielsweise kann man bei einer Verletzung im Fußbereich, welches schmerzfreies Laufen nicht gestattet, sich durch Schwimmen oder Radfahren seine Ausdauer erhalten.
  2. In der Rekonvaleszenz. Sind nach einer längeren Pause oder Verletzungen bestimmte Muskelgruppen geschwächt oder verkrampft oder unbeweglich, so sollte ein gezielter Aufbau der Kraft, Beweglichkeit und Koordination erfolgen - am besten unter Anleitung eines Physiotherapeuten.
  3. In der Regeneration. Einige Spitzenläufer planen in ihrer Saison ganz bewusst lauffreie Tage oder Wochen ein, in denen sie beispielsweise ausschließlich Spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen oder Ski fahren.
  4. In der Trainingsphase. Das Motto lautet „mehr trainieren und weniger laufen!“ und meint, dass man sich mehr Zeit für Ausgleichstraining nehmen sollte. Ob eine Woche intensiv oder sehr intensiv ist, richtet sich nicht ausschließlich an der Zahl der Laufkilometer!

Auch wenn der Fokus auf dem Leistungssport und dem letztgenannten Einsatzgebiet liegt, lassen sich die Aussagen auch auf den Hobbybereich und die anderen Einsatzgebiete übertragen.

Meiner Ansicht nach liegt die maximale Zahl der durchschnittlichen, wöchentlichen Laufkilometer bei 130 bis 150 bei einem lauffreien Tag. Das gilt für Eliteläufer! Je nach Laufökonomie (Erfahrung) und Gewicht liegt der Wert deutlich darunter. Läuft man dauerhaft mehr, so geht dies nur auf Kosten der Intensität, d.h. man läuft alles deutlich langsamer oder das Training führt langfristig zu Verletzungen! Ein guter Läufer benötigt aber auch die Tempo- und Wiederholungsläufe und wird nur in Belastungswochen zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung den Umfang signifikant erhöhen.

Zusätzlich sollten 30 % bis 50 % der Laufzeit für Ausgleichstraining aufgewandt werden, also bei 10 Laufstunden 3 bis 5 Stunden zusätzlich Sport treiben, wobei wir hier sicherlich im semiprofessionellen Bereich wären. Anders herum: Wer täglich nur 1 Stunde Zeit für Sport hat, sollte nur 5 Tage laufen und 2 Tage lieber etwas anderes machen!

Einige Funktionssysteme können durch Ausgleichstraining sehr gut trainiert werden:

Muskelaufbau: Insbesondere die Rumpfmuskulatur ist für eine gute Haltung extrem wichtig, wird allerdings durch das Laufen selbst nicht trainiert. Hier gibt es gute Übungen ohne Hilfsmittel oder für das Theraband, auch Gerätetraining ist zu empfehlen - am besten täglich 10 Minuten. Grundsätzlich gilt: Niedrige Wiederstände und viele Wiederholung, um nicht die Maximalkraft, sondern die Kraftausdauer zu steigern. Spezielle Fußgymnastik und Übungen auf Wackelbrettern stärken außerdem die Fußbänder. Auch spezielle Schuhe mit runden Sohlen dienen diesen Zwecken.

Ausdauer, Fettstoffwechsel: Hier ist die Fähigkeit gemeint, eine niedrige bis mittlere Belastung über viele Stunden aufrechthalten zu können. Regelmäßige Einheiten von 8 bis 10 Stunden Länge sind auf dem Rad einfacher zu organisieren und besser zu verkraften als Laufen, da es gelenkschonender und das Transportieren von Nahrung und Getränken einfacher ist.

Kreislauf (Herz, Lunge, Blutgefäße): Um die Versorgung der Muskulatur zu verbessern, muss die Leistungsfähigkeit des Herzens, der Lunge und des Gefäßsystems verbessert werden. Dies gelingt durch hohe Belastungen, entweder als Dauerbelastung oder in Form von Wiederholungen. Hier sind die Klassiker des Tempotrainings Tempodauerlauf, Wiederholungsläufe und Bergtraining, allerdings nicht gleichwertig zu ersetzen. Am ehesten gelingt dies durch Schwimmen, Skilanglauf, Mountainbiking oder auch im Fitnessstudio durch Spinning, Crosstraining oder Aerobic.

Regeneration: Durch eine leichte Aktivität von max 1 Stunde Dauer kann der Stoffwechsel angeregt und damit die Regeneration beschleunigt werden. Eine ideale Sportart kann auch dann ausgeführt werden, wenn man z.B. leichten Muskelkater oder Blasen hat, beispielsweise schwimmen. Auch gemütliches Radfahren oder Spazierengehen kommen in Frage.

Einige Ausgleichssportarten trainieren wichtige Fähigkeiten sogar besser, als es durch Laufen möglich ist, wobei man natürlich sagen muss, dass „Laufen“ ebenfalls sehr vielseitig sein kann: Mit Lauf-abc, Crossläufe, Hügeltraining, Wiederholungs- und Tempoläufe kann man das Training sehr abwechslungsreich gestalten und spezielle Fähigkeiten trainieren.

Einerseits durch die Verletzungsgefahr andererseits durch die sportartspezifischen Trainingseffekte sind nicht alle Sportarten zur Ergänzung gleichermaßen gut geeignet. Gewichtheben ist denkbar ungeeignet, aber auch Tennis, viele Ballspiele wie Volley- oder Fußball oder Mountainbiking. Der Ultraläufer braucht sicherlich nicht zu viele Muskeln, insbesondere die vom Typ-2 (Fast Twitch). Auch ein gut trainierter ATP-Stoffwechsel, wie bei Fußballern vorhanden, ist eher ungünstig zu bewerten.

Wie bei der Erläuterung zum Muskelaufbau kann Ausgleichstraining also durchaus negative Folgen haben. Rennradfahren ist besser als Mountainbike fahren, Skilanglauf besser als Abfahrt, beim Krafttraining weniger Gewicht bei vielen Wiederholungen besser als viel Gewicht bei wenigen Wiederholungen.

Nichtsdestotrotz geht es beim Ausgleichstraining auch um Spaß und um Geselligkeit: Da spielt man halt mit seinen Kumpels eine Runde Fußball und fährt eine Woche Ski. Das ist absolut gut und richtig – halt nur nicht die ideale Ergänzung zum Lauftraining.

Wer die sucht, liegt bei Inlinern und Skikes genau richtig! Nach einer beim Basketballspielen erlittenen Bänderdehnung 2003 musste mein Fuß stabilisiert werden und so durfte ich ein paar Monate nur Inliner fahren. So begann in diesem Jahr meine „Inlinerlaufbahn“ und gemäß der Devise „ohne Wettkampfziel ist kein Training möglich“ nahm ich mit meinem „Discounter-Sportgerät“ in Bonn und Köln am Inliner-Marathon teil, 2005 hatte ich dann bereits Profiroller von Salomon mit 5 Rollen je Schuh, dafür ohne Bremse und nahm beim Köln-Marathon am 84km Bike&Run-Wettbewerb teil, bei dem zunächst ein Marathon mit Inlinern gefahren, dann einer gelaufen wird. 2007 waren es dann „Speedskates“ mit 100/110er Rollen und der „105 km von Köln“-Wettkampf – Halbmarathon laufen, Marathon inlinern, Marathon laufen! Seitdem stehen die teuren Teile in der Ecke und verstauben so langsam …

Dieses Jahr nun habe ich mir Skikes angeschafft. Skikes sind Sportgeräte, die unter normale Schuhe befestigt werden, die vorne und hinten ein großes, luftbefülltes Rad haben und mit Stöcken gelaufen werden. Und eine richtige Bremse gibt es auch! Die Bewegung ist die gleiche wie beim Skatingschritt im Skilanglauf und ist gänzlich anders als beim Inlinerfahren. Beim Inlinern befindet man sich in einer nach vorne gebeugten, windschnittigen Haltung und verwendet die Arme eigentlich nur zum Beschleunigen und wenn man mit dem Gleichgewicht kämpft, ansonsten befinden sie sich, wie man es vom Schlittschuhrennen kennt, eher auf dem Rücken. Speedskating hat den besonderen Kick: Es ist unglaublich schnell, selbst ich mit meiner mangelnden Kurven- und Brems-Technik schaffe es auf gerader Strecke locker auf 30 km/h und bekomme daher bei meinen Trainingsrunden regelmäßig Adrenalinschübe, da von den meisten Personen das Tempo unter- und Bremsmöglichkeiten überschätzt werden. Bremsen tut man dadurch, dass man einen Inliner quer zur Fahrtrichtung hinter den anderen stellt und dann sein Gewicht auf diesen verlagert. Das ist eine mitunter ziemlich wackelige Angelegenheit! Hunde, Kinderwagen, Radfahrer, Fußgänger und normale Inlinefahrer sind die natürlichen Feinde der richtigen Speedskater, die man meist erst kurz vor Sonnenuntergang in Troisdorf auf der Piste sieht! Der Unterschied zwischen „Speedskating“ und „Inlineskating“ ist gewaltig! Wie zwischen Tempodauerlauf im 4er Schnitt gegenüber einem Supersauerstofflauf oder wie zwischen Motorrad fahren und Rollator schieben! Ich sehe mich in der Mitte, fahre ziemlich uncool mit allen erdenklichen Schonern ausgestattet vorrausschauend vorsichtig, aber dennoch so schnell es geht. Der Puls ist, von Unterbrechungen aufgrund von Begegnungen der oben beschriebenen Spaßverderber abgesehen, immer nah am Maximum. Meist bin ich 1:15 oder 1:45 Stunden unterwegs, davon die ersten und letzten 10 Minuten gemütlich durch den Ort! 2005, als ich mich für den Doppelstart in Köln vorbereitete, habe ich – wenn das Wetter es zuließ - folgendermaßen trainiert: mo – Tempodauerlauf, di – Inliner, mi – Wiederholungslauf, do – Inliner, fr – Pause, sa – lange Einheit, so – Inliner. Also etwa nach Greif mit dem Ersatz der regenerativen durch hochbelastende Inliner-Einheiten. Meine Erfahrung damals: Es war ein unglaublicher Sommer! Es hat viel Spaß gemacht, ich habe keine Verletzung gehabt und habe mich in dieser Zeit sensationell entwickelt!

Für mich war damals das Inline-Fahren kein Ausgleichssport, sondern eine gleichwertige Disziplin meines geplanten Doppelstarts. Nach der Veranstaltung habe ich mich aufs Laufen konzentriert und bin kaum noch mit den Rollen unterwegs gewesen. Ob es am Alter liegt? Auf jeden Fall meide ich seit einiger Zeit Risiko und Adrenalin und bin aus diesem Grunde zu den Skikes gekommen.

Die Original-Skikes, sind etwas umständlich einzustellen, da es sie nur in einer Kinder- und einer Erwachsenengröße - geeignet für Schuhgrößen von 37 bis 47 - gibt. Bis Rollen, Führungen und die Bremse richtig sitzen, vergehen ein paar Stunden mit Einstellen, Ausprobieren und Anpassen. Powerskikes heißen die Produkte einer anderen Firma. Hier ist der Schuh ähnlich wie bei klassischen Inlinern fest mit den Rollen verbunden.

Schnell ist man mit Skikes nicht, ich schaffe nur etwa 15 km in einer Stunde, wobei ich selten 5 Minuten gleichmäßig schnell fahre, d.h. jedes Training ist so eine Art Fahrtspiel. Dank der hervorragenden Bremsen habe ich nie ein mulmiges Gefühl oder komme in kritische Situationen. Skikes eignen sich durchaus auch zum Befahren von befestigten Wegen, ja selbst über Wiesen oder Schotterstrecken kann man noch fahren, Gefälle und Steigungen sind leicht zu bewältigen und auch bei Regen reagieren die Reifen längst nicht so empfindlich, wie die Inliner. Da Arme und Beine ihren Teil zum Vorwärtskommen beitragen, werden unglaublich viele Muskeln benutzt. Dabei wird eine Menge von Energie verbrannt, wie etwa beim Tempodauerlauf, allerdings ist die orthopädische Belastung sehr gering, da es keinerlei Stöße gibt, die Fußgelenke, die Kniee oder den Rücken belasten. Vom Fahrstil kann man mit kräftigem Fußabdruck recht schnell in den anaeroben Bereich hereinkommen oder gemütlich fahren, dann sehr aufrecht und mehr mit den Armen Schwung geben. Eigentlich egal, wie man fährt; es macht immer Spaß! Die Technik hängt natürlich auch von der Beschaffenheit, insbesondere der Breite des Weges ab. Ich denke, vom Platzbedarf tut sich da zwischen Inlinern und Skikes nicht viel: Ein asphaltierter Radweg von 1,5 Meter Breite ist ideal.

Womit wir schließlich zu der Frage kommen, wo man überhaupt fahren darf. Inlinefahrer sind nach der Straßenverkehrsordnung Fußgänger und gehören auf den Bürgersteig und auf die Spielstraßen, so denn nicht spezielle Schilder zeigen, dass sie auf den Radweg ausweichen sollen. Das ist natürlich so ein bürokratischer Witz und absolut unrealistisch. Mit Skikes darf man vermutlich ebenfalls nicht auf öffentlichen Straßen fahren, aber bisher habe ich mich mit den anderen Verkehrsteilnehmern immer gut verstanden.

Mit den Geräten ist man auf der Piste ein absoluter Hingucker! Jedes Kind spricht aus, was auch die Erwachsenen meist denken: Was sind denn das für Dinger? Will ich auch einmal ausprobieren und haben! Mit diesen Sportgeräten ist man noch Exot auf Rädern! Es gibt vermutlich erst sehr wenige Vereine, Trainingsgruppen und auch Wettkämpfe. Aber ich bin mir sicher, dass sich hier in den nächsten Jahren etwas tut, denn aus gesundheitlichen Gründen ist Skiken dem Laufen mindestens ebenbürtig und zum Laufen eine ideale Ergänzung. Ähnlich wie beim Radfahren kann man die Anstrengung von sehr niedrig bis sehr hoch sehr feingliederig steuern, so dass die Ausfahrten für viele Trainingsformen von Intervalltraining bis zur 10-Stundeneinheit genutzt werden können.

Ausgleich 1

Im Laufe der Zeit „sammeln“ sich ein paar Teile an.

  • Normale Inline-Skates (K2) mit kleinen (78mm?)-Rollen und einer Bremse (links, oben)
  • Alte Speedskating-Inliner, fünf große (84mm) Rollen, keine Bremse, leichterer, niedriger Schuh (mitte, oben)
  • Moderne Speedskating –Inliner, vier große (100mm vorne, 110mm hinten) Rollen, keine Bremse, leichter Schuh (rechts)
  • Skikes, 15cm, luftbefüllte Reifen, Bremsen, ohne Schuh

Ausgleich 2

Der Schuh wird bei diesen Skikes mit Klettbändern befestigt, die Wade wird ebenfalls fixiert. Gelaufen wird mit sehr langen Stöcken ähnlich der Skating-Bewegung im Skilanglauf.

Ausgleich 3

Macht Spaß, ist aber nicht ungefährlich, daher bitte nur mit ausreichend Protektoren!

Mit Spiridon Frankfurt hat sich ein neuer Partner gefunden, der die Teamchallenge nach Frankfurt bringt. Nach einer erneuten Verschiebung findet die Teamchallenge nun am 19. Juni statt und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an diesem Tag stattfinden.

Wir freuen uns nach langer Zeit auf einen richtigen Wettkampf und dieser ist aus zwei Gründen ganz besonders. Zum einen ist es ein neues Wettkampf-Format und zum anderen findet der Wettkampf als Satellitenwettkampf statt, also gleichzeitig an verschiedenen Orten. Neben Frankfurt auch in Karlsruhe, Köln, Herne und Meinerzhagen. Staffeln versuchen auf einer 400m-Bahn innerhalb von 10 Stunden möglichst viele Kilometer zu laufen. Das Regelwerk begrenzt die Leistung in den ersten 9 Stunden, bis es zum spannenden Finale kommt. 

Jede Läuferin und jeder Läufer ist gut genug, um in einem Team mitzulaufen – man muss weder besonders schnell noch besonders ausdauernd laufen können. Für eine Silber- oder Goldmedaille muss sich das Team allerdings schon sehr bemühen, aber am Ende bekommt jeder Teilnehmer eine Urkunde und Medaille.

An jedem Laufort werden vermutlich 3 bis 10 Teams starten, die sich selbst versorgen. So können wir das ganze recht einfach und coronagerecht gestalten und trotzdem hoffen wir, das gute Wettkampfstimmung und viel Spaß aufkommt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich in Summe über 50 Teams anmelden würden. Dann spendieren wir zusätzlich zu den Teilnehmermedaillen noch wertvolle Preise für die besten drei Teams.

Gerne könnt ihr auch einen weiteren Laufort anmelden und so auf eurer Laufbahn laufen.

Das genaue Regelwerk, Informationen zu den Lauforten und Teams sowie die Anmeldemöglichkeit findest du auf der Internetseite der LG Ultralauf: Team Challenge Sprintstaffel - Laufgemeinschaft Ultralauf e.V. (lg-ultralauf.de)

Stadion Frankfurt

Hier am Sportplatz Babenhäuser Landstr. in Frankfurt trainiert Spiridon Frankfurt und damit einige der besten Langstreckenläufer der Region. Mal sehen, welches Team am Ende die meisten Kilometer gesammelt hat. Wie so oft wird am Ende wahrscheinlich die Taktik entscheiden, wer sich die Kräfte gut eingeteilt hat. Die Spiridon-Läuferinnen und -Läufer sind jedenfalls hoch-motiviert, meinte Lothar Esser. Aber andere auch! 

Wir werden vor dem Wettkampf die Teams und die Lauforte noch genauer vorstellen.

Text: Michael Irrgang, Bild: Lothar Esser, 30.04.2021

Die LG Ultralauf wächst nicht nur durch neue Mitglieder, sondern auch in ihrer Organisation. So wurde Anfang April ein „Ausschuss für Trainingsfragen“ gegründet. Dieses Gremium hat unter anderem die Aufgaben, die Vereinsmitglieder bei Trainingsfragen zu beraten und in regelmäßigen Texten im vereinsinternen Newsletter und auf der LGU-Homepage über interessante Themen zu informieren. Die Gründung des Ausschusses ist eine Maßnahme zur Verwirklichung des Vereinszweckes, den Ultralaufsport zu fördern.

Der Verein hat aktuell über 200 aktive Läuferinnen und Läufer. Darunter nicht nur in allen Altersklassen über alle Disziplinen hinweg Deutsche Meister, sondern auch viele junge Läuferinnen und Läufer, die sich gerade auf ihren ersten Ultralauf oder ihren ersten 100km-Lauf vorbereiten und zum Teil deswegen Vereinsmitglied geworden sind, um von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Die Arbeit der Ausschussmitglieder soll insbesondere den Breitensport fördern, damit möglichst viele Läuferinnen und Läufer an den Ultralaufsport herangeführt werden und mit Freude und bei anhaltender Gesundheit dem Ausdauersport nachgehen können. Gerade auch in den beliebten Grundlagen-Laufseminaren erhalten Einsteiger in die Ultralaufszene wertvolle Tipps zum Training, zur Ernährung und mentalen Aspekten.

Im Spitzenbereich, wenn talentierte, ehrgeizige Läuferinnen und Läufer erstklassige Zeiten und Platzierungen oder sogar die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften anstreben, sind die Fragen spezieller und ist eine Unterstützung individueller, da meist kleine Fehler im Training oder im Wettkampf die optimale Entwicklung oder potenzielle Leistung verhindern. Auch dieser Bereich soll mehr als bisher gefördert werden.

Auch für andere Aspekte, die in normalen Laufbüchern manchmal zu kurz kommen oder im Ultralaufsport noch nicht gut erforscht und dokumentiert sind, wollen wir die vielfältigen Erfahrungen unserer Vereinsmitglieder bündeln und weitertragen, beispielsweise Training für ältere Läuferinnen und Läufer, denn wir haben in den Altersklassen ab 60 Jahren Weltklasseathleten im Team, von denen wir alle viel lernen können.

Der Ausschuss hat sich gerade erst gebildet und erste Aufgaben grob abgestimmt. Eine weitere konkrete Aufgabe zu den oben genannten ist die Organisation von Trainingsunterstützung. Diesbezüglich werden in absehbarer Zeit erste Angebote eines Online-Athletiktrainings und einer persönlichen Betreuung vorgestellt werden.

Außerdem kümmert sich der Ausschuss in Abstimmung mit dem LG Ultralaufpräsidium um die Organisation und Durchführung von Laufseminaren und Trainingslagern. So haben bereits im vergangenen Jahr Mel Fraas und Fabian Benz praktische Übungen und Vorträge übernommen. Ich selbst leite derartige Veranstaltungen speziell für Ultraläufer seit 2009.

Aktuell sind folgende Veranstaltungen geplant: Im Juli 2021 organisieren wir in Langscheid am Sorpesee ein Laufseminar „Grundlagen und Trailrunning“ mit einem integrierten Ultralaufwettkampf, dem HOMAS. Im April 2022 wird es in der Nähe von Freiburg ein Trailrunning-Camp geben und im Mai ein Laufseminar für 100km-Läufer in Radevormwald. Details folgen in den nächsten Wochen.

Die Mitglieder des Ausschusses eint nicht nur ein großartiges Engagement und Interesse an der Trainingslehre für Ultraläufer, sondern auch eine hohe Kompetenz und eigene Erfahrungen.

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Die Mitglieder des Ausschusses sind aktuell (von links) Anna Christina Nowak, Melanie Fraas, Michael Irrgang und Fabian Benz.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang und Melanie Fraas, 13.04.2021

Coronazeit mit (Teil-) Lockdowns, Abstandsregeln und vielen weiteren Einschränkungen… - Für uns als Läufer auch die Zeit ohne echte Präsenzveranstaltungen. Zum Glück gibt es nette Menschen, die Ideen für kreative Formate haben, die in diese Zeit passen und dann auch noch optimal umsetzen. Ehrlicherweise hatte ich zuvor noch nichts von „Schnadewegen“ gehört, bevor Elke Link-Holtermann und Stefan Niederhofer Ende 2020 ihre Idee kundtaten. Vielleicht ist der Begriff auch eher regional geprägt. Er beschreibt die Grenzwege rund um Städte und Gemeinden. Im märkischen und bergischen Bereich gibt es viele dieser Rundwege, die in der Regel durch die regionalen Abteilungen des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) markiert sind. Für die durch Elke und Stefan formulierte „Schnadeweg-Challenge“ ist es nun erforderlich, im Laufe des Jahres 2021 aus einer Auswahl von 12 Schnadewegen (mit Distanzen zwischen 21 und 58 km) insgesamt sechs Wege erfolgreich zu absolvieren. Dabei sollten allerdings mindestens drei Ultradistanzen (>45 km) sein. Mehr geht natürlich auch… Wer alle zwölf Schnadewege schafft, kommt in eine eigene Wertung. Zu gewinnen gibt es nichts und einen DUV-Eintrag auch nicht, wie Stefan auf der Seite https://laufenamwengeberg.com/die-schnadeweg-herausforderung/ besonders heraushebt😉 Im Vordergrund soll der Spaß stehen und – wenn es die Zeit denn wieder erlaubt – auch wieder das gemeinsame Laufen.

Warum bin ich jetzt dabei? Mich reizt es generell neue Wege zu entdecken und nicht jedes Mal die gleiche Strecke zu laufen. Auch in meinem Homeland rund um Remscheid versuche ich immer wieder neue Abzweigungen und Routen zu erkunden. Hinzu kommt – in der Regel – die Streckenführung der Schnadewege, die recht hohe Anteile durch Wälder mit mal mehr oder weniger Trailanteil haben. Insbesondere nach den doch immensen Rodungsarbeiten in der letzten Zeit ist es immer wieder eine Herausforderung den „richtigen“ Weg zu finden und irgendwie durchzukommen. Vor ein paar Höhenmetern darf man auch nicht bang sein, die liegen so zwischen 500 und 1.800 Hm…

So ging es jetzt am Wochenende für mich auf die zweite Ultradistanz „Rund um Schalksmühle“ mit 47 km, nachdem ich bereits drei Unterdistanzen und Rund um Wipperfürth absolviert hatte. Der Beginn war etwas holprig, da – und auch das gehört mit zur Challenge – die Wege in diesem Jahr gegen den Uhrzeigersinn zu laufen sind, und ich in die falsche Richtung gestartet war🤔 Aber nach dem ersten Anstieg noch rechtzeitig gemerkt, wieder zurück und neu gestartet😂

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Eine knappe halbe Runde an der Glörtalsperre vorbei ging es dann über den aktuellen „Oster-Entdecker-Weg“ weiter zum Taleinschnitt des Flusses Hälver.

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Hier war der Abstieg ins Tal doch etwas mühselig, da der eigentliche Weg nach massiven Baumfällaktionen nicht mehr vorhanden war🙁

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Weiter ging es über den nächsten Anstieg zum nachfolgenden Einschnitt ins Tal des Flusses Volme an der B54. Nach 15 km waren die ersten 600 Höhenmeter in den Beinen. Jetzt wurde es etwas flacher, die vielen Abholzungen waren aber immer markant im Blickfeld.

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Am extremsten fand ich dann die Gegend rund um den Radarturm Grossendrescheid, wie man auch auf den Fotos erkennen kann. Da ist nicht mehr viel übrig…😦

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IMG 20210328 130240BNach 25 Kilometern dann die nette Begegnung mit einer weiteren Challenge-Teilnehmerin. Tatjana aus Wuppertal war in der gleichen Art und Weise unterwegs. Ich habe mich gefreut, für ein paar Kilometer in Begleitung laufen zu können☺ Weiter entlang der Brenscheider Korn- und Ölmühle zur A45, die erneut gequert wurde und danach entspannt parallel zum Bach Sterbecke. Auf der Höhe bei „Höh“ (Achtung: Wortspiel!😉) stürmte es dann doch ziemlich heftig und man kämpfte gegen den Wind von vorne🌪Auch bei dem kurzen Abstecher durch das Industriegebiet Davidshöhe wurde es nicht besser. Zurück im Wald lief es dann leicht bergab wieder entspannter. Aber der nächste Aufstieg kommt bestimmt und hatte es mit 150 Höhenmetern auf etwas über einem Kilometer nochmal in sich. Über 40 Kilometer waren da schon rum und der Rest überschaubar.
Abends dann die „Beweismittel“ Screenshot des aufgezeichneten Tracks und mind. drei Fotos von unterschiedlichen Streckenabschnitten zum Nachweis an Stefan geschickt. Fertig👍
Fazit: Optimales, trockenes Laufwetter mit ein bisschen Sonne und zwischenzeitlich dann doch zu viel Wind. Eine Strecke, die wahrscheinlich von einigen Monaten landschaftlich interessanter gewesen wäre, jetzt aber durch die vielen Waldarbeiten zumindest ein Stück anspruchsvoller geworden ist🙄…

Wer Lust hat, noch in die Schnadeweg-Challenge einzusteigen, hat noch ein bisschen Zeit. Die Challenge läuft bis zum 31.12.2021. Aktuell sind etwas über 40 Läuferinnen und Läufer mit dabei, davon acht von der LG Ultralauf. Die ersten zwei Finisher für die Basis-Challenge gibt es bereits auch. Stefan Niederhofer stellt auf der Schnadechallenge-Website alle relevanten Infos, wie Anmeldung, Tracks, mögliche Start- und Parkmöglichkeiten (auch ÖPNV) und Verpflegungsstellen (Supermärkte, Tankstellen, etc.) bereit.

Und wer über Ostern nichts vorhat, darf sich gerne auf https://laufenamwengeberg.com/ zur Schnadeweg-Challenge-Oster-Edition informieren. Hier haben uns Elke und Stefan weitere neue Herausforderungen gestellt. Auch über Facebook gibt’s regelmäßig neue Infos: https://www.facebook.com/Schnadeweg-Challenge-105474304821589
Und für den Sommer ist schon weiteres geplant…

Text und Fotos: Jörg Schirrmacher, 1.4.2021

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