Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

7gms3Das romantische Siebengebirge diesmal anders. Temperaturen um den Gefrierpunkt, starker Schneefall und ein „erfrischender“ Wind haben den Siebengebirgsmarathon am 10. Dezember 2017 zu einem ganz besonderen Winterlauf gemacht.

Spontan entschieden, den Weg über die winterliche Straßen nach Aegidienberg anzutreten, unkompliziert nachgemeldet und schon stehe ich fröstelnd mit vielen anderen entschlossenen LäuferInnen am Start. Wir stehen unterhalb des Ortes auf einem Feldweg. Vor uns liegt das wunderbar zugeschneite Siebengebirge. Am Vortag hatte der Schnee das Siebengebirge schon reichlich zugedeckt, aber es kommt noch besser: Kaum losgelaufen, fängt es wieder an zu schneien und – um es vorwegzunehmen – es hört bis zu meinem Zieleinlauf auch nicht auf. Die Strecke ist dafür überhaupt nicht matschig, dafür ab und zu ein wenig rutschig. Kurzum auf dem Schnee läuft es sich gut.

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Ich bin mit Peter Wasser von der LG Kevelaer (nicht vergessen: Kevelaer Marathon am 7. Januar!) unterwegs. Wir haben uns einen langsamen Lauf vorgenommen, da ja noch das ein oder andere Event bis zum Jahreswechsel ansteht. Wir laufen die erste Hälfte in rund 2:10h und haben viel Spaß. Ich freue mich, Michael Irrgang zu treffen und der Lauf wird noch kurzweiliger.

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An den Verpflegungen gibt es heißen Tee, der angenehm wärmt. Das Isogetränk ist dafür ein wenig zugeschneit und vom liebevoll dargereichten Spekulatius huste ich noch lange … Essgier zahlt sich selten aus. Vom z.T. eisigen Wind und dem Schnee bildet sich auf den Augenbrauen und den Augenlidern langsam eine Eiskruste, die ich ab und zu entfernen muss, weil sich sonst meine Augen bitter beschweren. Mein Halstuch gefriert zu einem starren Halsband und die Regenjacke an den Ärmeln und am Saum zu einem Eispanzer. Meine durchnässten Laufhandschuhe sind wie immer eine Katastrophe. Ich fühle mich an meine Sibirienläufe erinnert, aber da ist die Kälte viel trockener und das lässt sich besser vertragen. Wir "schnecken" in der zweiten Hälfte ein wenig an den verschneiten Steigungen rum. Michael ist längst über alle Berge und so laaangsam wünschen wir uns – langsamer Lauf hin oder her - auch einen dampfenden Kaffee im warmen Zielbereich. Der Lauf endet kurzweilig und vor allem stilvoll mit dem Einlauf im Bürgerhaus in Aegidienberg. Wir kommen mit 4:39h und Michael mit 4:29h ins Ziel.

Siebengebirge – Schneelauf im Wintermärchen, ein Sonntagmorgen kann fast nicht schöner sein. Meine Begeisterung legt sich ein klein wenig, als ich zu meinem Auto komme und selbiges freischaufeln darf.

7Gebirgsmarathon – ein Klassiker, gerne mit Schnee.

Text und Bilder: Stefan Henscheid, 13.12.2017

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