Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

RD WolfgangVor 2 Wochen war der erste Ultramarathon in diesem Jahr. Der Klassiker in Rodgau über 50 Kilometer ist irgendwie schon zum "Pflichtprogramm" geworden😊 Meinem Ziel die 4 Stunden zu knacken war war ich lange mehr als nah, doch wie so oft im Leben kommt es erstens immer und zweitens anders als man denkt. Mit etwas Abstand hab' ich noch ein paar Zeilen geschrieben. Viel Spaß beim lesen😉

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Text: Wolfgang Neuweiler, Bild: Michael Irrgang (Archiv, Schwäbisch Gmünd 2017), 10.02.2019

Sch 0* Gekuschelt wird woanders *

In den Taunus kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Im frühen Sommer 2018 stolperte ich bei Facebook über einen privaten Einladungslauf von Alex Holl. Für mich klang die „Ausschreibung“ nach viel Spaß auf schönen Trails. Also schnell den Veranstalter angemailt und mich sozusagen selbst eingeladen. Im Juli 2018 habe ich dann mit 50 anderen Geladenen den Grauen Kopf unter die Füße genommen und eine wunderschöne Gegend und einen rundum gelungenen Tag erlebt. Gleichzeitig wurde uns dort von Alex der Floh „Winterparadies“ ins Ohr gesetzt. Und kaum war die Anmeldung geöffnet, schwupps hab ich mich auch hierfür gemeldet.

Es wurde Januar, der Termin rückte näher und das Wetter versprach sich von seiner winterlichsten Seite zu zeigen. Die Prognosen ließen mich aufschrecken, schnell noch ein paar zusätzliche wasser- und windfeste Kleidungsstücke sowie Spikes erworben und gehofft, dass ich letztere nicht brauchen werde.

Drei Tage vor dem besagten Termin spuckte der Wetterdienst Eisregen und Blitzeis aus.

Die „Reisegruppe Westerwald“ (ich hatte mich mit Karen und Thorsten zu einer Fahrgemeinschaft zusammengetan) verlegte die Abfahrtszeit vor, denn es war nicht sicher, ob wir überhaupt bis nach Holzhausen an der Haide kommen würden. Aber für ein Laufabenteuer nimmt der geneigte Läufer ja so einiges auf sich. Am Tag X, Samstag, den 26. Januar, zeigte es sich aber, wenn Engel reisen, wird alles gut. Bis auf die Nebenstraßen war eine reibungslose Anreise möglich, so dass wir bereits kurz nach 7:00 Uhr in der Sporthalle in Holzhausen an der Haide eintrafen.

Es ist ja einfach nur schön auf viele bekannte Gesichter zu treffen, großes Hallo und dann die Startunterlagen abholen. Mit der Startnummer bekam ich auch zusätzlich ein Gedicht von meinem „Paten-Schüler“ Leon aus der 4b. Kurzweilig verflog die Zeit bis 8:00 Uhr, kurzes Briefing von Alex und dann wurde auch schon von 10 runter gezählt und knapp 130 Trailläufer wurden aus der Halle heraus auf die Strecke entlassen.

Sch 1

Das Wetter meinte es gut mit uns. Zwar war es frostig kalt, doch von oben blieb es trocken. Der Boden barg die ein oder andere Herausforderung. Stellenweise glatt, dann wieder knüppelhart gefrorene Reifenspuren gefolgt von matschig nassen Abschnitten und trailigen Wurzelwegen bot die Strecke von allem etwas. Der Weg führte an zig Mühlen und gefrorenen Wasserfällen vorbei. Es ging Berge hoch und direkt wieder runter, an Bächen vorbei und einmal auch drüber, in meinem Fall besser gesagt durch. Und ja, das Wasser ist im Januar wirklich kalt.

Sch 2

Irgendwann spuckte mich der Wald wieder Richtung Zivilisation aus. Den letzten Kilometer hatte Alex für uns mit Motivationssprüchen und Lichterketten aufgehübscht. Einmal noch die Straße gekreuzt, lief ich am Schwein am Spieß vorbei wieder rein in die Turnhalle. Dort hatte Alex einen roten Teppich wie in der Frankfurter Festhalle vorbereitet, der uns mittels Treppe (!) auf die Bühne führte. Dort konnte ich dann den Lauf mit dem Schlag auf die Bierklingel fix und fertig aber überglücklich beenden.

Sch 3

Erwähnen mag ich noch die zwei VPs, die an Nichts mangeln ließen. Glühwein und Stieleis möchte ich gesondert nennen, alles aufzuzählen würde den Bericht jedoch sprengen. Lasst Bilder sprechen. Freundlichste Helfer, die stundenlang in der Kälte stehen, um mir mein Hobby zu ermöglichen – das ist einfach großartig.

Mein Fazit: Prädikat sehr gut. Ich bin fürs Winterparadies 2020 bereits wieder gemeldet und weil das so lang hin ist starte ich auch im Sommer im Taunus. Und ich kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen, den Lauf selbst zu erleben

SCH 4b

Text und Bilder: Katja Dasbach

 

KarstenNoch zwei Kurzberichte unserer Mitglieder:

Schinder Alex hat eine tolle Veranstaltung mit viel Herzblut organisiert. Das Start und das Ziel waren direkt in der Halle und das kam den Läufern bei kühlen Temperaturen sehr entgegen.

Da die Strecke nicht markiert war, haben einige ein paar Kilometer extra gemacht. Aber mehr Kilometer für's gleiche Geld, was will man da meckern?

Die beiden VPs samt dropbag waren nicht zu verfehlen; die beteiligten Helfer waren mit viel Spaß dabei und hatten alles griffbereit, um die Läufer zum Weiterlaufen zu motivieren. Ich selbst habe beide VPs zum Umziehen genutzt, was bei dem nasskalten Wetter Gold wert war.

Besonders habe ich mich über das Treffen mit Stefan und Katja aus der LG gefreut, die ebenfalls gut über den Kurs gekommen sind.

Alles Weitere wird sicherlich unser Meldeläufer erzählen ;-)

Text und Bild: Karsten Meißner

 

Am Wochenende gab es den "Schindertrail" in Holzhausen, organisiert von Alexander Holl & Crew.

Ein rundum toll organisiertes Event. Die Strecke ist zuweilen trailig und besitzt mit 1.800 hm auch ein paar kleinere Berge und durchaus auch giftige Anstiege. Dennoch ist die Strecke fair und beinhaltet auch ca. 17 km Asphalt/geschotterte Strasse von insgesamt 66 km.

Da kann man Zeit gut machen und sich auch etwas erholen von der erhöhten Konzentration, die einem die trails abverlangen. Dieses Jahr hatten wir richtiges Wetterglück. So kamen viele gute Laufergebnisse zusammen. Bei mehr Winterwetter und kälteren Temperaturen kann das alles ganz anders aussehen.

Für Ende Januar ist der Lauf schon ordentlich fordernd. Aber viele scheinen sich durchgängig das ganze Jahr über auf hohem Niveau fit zu halten. Ich bin da nicht so diszipliniert. Dennoch reichte es diesmal für Gesamtplatz 14 (7 Std. 39min.)

Der Termin für den Schindertrail 2020 steht mittlerweile auch schon und man wird sich wohl beeilen müssen um einen Startplatz zu ergattern. Fazit: Absolute Laufempfehlung

Text: Michael Frenz

Silver IAU Label 2019Anfang der Woche erhielten wir vom IAU Director Jan Vandendriessche die Nachricht, dass wir für unser Bottroper Ultralauf Festival, kurz BUF, das Silber Label erhalten. Damit sind wir nach dem aktuellen DUV-Kalender die einzige Veranstaltung in Deutschland in diesem Jahr mit dieser Auszeichnung. 

Verliehen wird das Label unter anderem für eine bestenlistefähige Strecke sowie hervorragende Ergebnisse in der Vergangenheit.

In den ersten drei Jahren der Durchführung gab es neben vielen persönlichen Bestleistungen einige Deutsche Rekorde zu verzeichnen, sowohl im 6h-, 12h- und insbesondere im 24h-Lauf, bei dem es beispielsweise im letzten Jahr gleich 3 Altersklassenrekorde zu feiern gab.

1 4 Anke

Die Siegerin des 24h-Laufes Anke Libuda am frühen Morgen eines tollen Wettkampfes. Ihre 232,7 km bedeuteten persönliche Bestleistung, 1. Platz der Jahresbestenliste in Deutschland, neuer Deutscher Rekord in der Altersklasse W35 und Erreichung der LG Ultralauf Leistungsmedaille in Gold.

Notwendigen Faktoren für gute Leistungen gibt es gleich mehrere. Zunächst muss die Strecke flach, eben und kurvenarm sein, idealerweise im Sommer schattig. Da haben wir im Batenbrockpark in Bottrop wirklich eine sehr schöne und attraktive Location gefunden. Aber auch die Stimmung an der Strecke ist wichtig, denn stets durchläuft ein Teilnehmer Motivationskrisen, die durch begeisterte Betreuer, Helfer und Mitläufer gemeinsam leichter überwunden werden können. Dazu gehöeren auch gute Musik, Moderation, medizinische und physiotherapeutische Betreuung, interessierte Zuschauer, Zwischenergebnisse und anderes.

Auch die Infrastruktur muss passen und das fängt mit Platz für die Betreuer und einer großen, weitläufigen Betreuungszone an, der Versorgungsstand muss großzügig und gut ausgestattet und insbesondere so organisiert sein, dass schnelle Läuferinnen und Läufer nicht durch stehende Teilnehmer behindert werden.

Wir freuen uns schon auf die Austragung 2019, bei der wir den 12h-Lauf durch einen 100km-Wettkampf ersetzt und erstmalig 24h-Laufstaffeln in unser Wettkampfangebot aufgenommen haben. Die 24h-Läufer haben die Möglichkeit, an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen, aber für alle Teilnehmer in allen Disziplinen gibt es viel zu gewinnen: Pokale, Tassen, Teilnehmer-Medaillen und die LGU Leistungsmedaillen. Diese gibt es in Gold, Silber und Bronze und wird unabhängig der Platzierung für sehr gute Leistungen vergeben. Details befinden sich in der Ausschreibung. Einige Neuerungen an der Strecke wird es auch geben: Eine Kurve wird entschärft und bei der Beleuchtung wollen wir Romantik durch Helligkeit ersetzen.

Im letzten Jahr waren wir übrigens mit 180 Einträgen in der DUV-Datenbank der größte 24h-Lauf in Deutschland und Nr. 6 in der Welt und würden gerne daran in diesem Jahr anknüpfen.

Alle Informationen, insbesondere die Ausschreibung und den Link zum Anmeldeportal findet ihr hier.

Text und Bild: Michael Irrgang, 30.01.2019

Oldendorf2

MOIN!

(heisst: „Guten Morgen!“, „Guten Tag.“ „Mahlzeit“, „Na, auch schon da?“ , „Wie geht´s?“ und weil die Norddeutsche Sprache, kurz, klar, kompakt ist, enthält der Bericht kein Gesabbel.

O - lendörp (altes Dorf), Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen.
L - auf von Lauffreunden für Lauffreunde.
D - ankeschön an alle für alles!!!
E - in erfolgreicher Trainingslauf für alle möglich.
N - ordlichter mit Charme.
D - er Gegenwind kommt immer von vorne – er formt den Charakter.
O - ha! Dat geit nich? Dat gifft dat nich! Sabbel nich – dat geit!
R - uhe und Gediegenheit. Bliev ruhig und mach vöran!
F - reude am Laufen für alle Altersstufen.
E - rster Platz AK 50 Helmut Schöne über 50 km, erster Platz AK 35 Elisabeth Ploch über 35 km, zweiter Platz AK 45 Ramona Franz über 30 km.
R - egen = ´nen büschen feuchte Luft.
L - ebenselexier der Norddeutschen: Wasser (im Glas, als Tee, die See, im Fluss oder von oben).
A - nfangstemperatur 4 Grad, Regen (Schietwedder beginnt erst bei Windstärke 12).
N - ´beten Grütt ünner deMütz is veel nütz, aver ´n groot Hart ünner de West is dat Best!
G - eniales Laufkonzept.
L - iebenswerte Laufkolleginnen und Laufkollegen – insgesamt 301 Personen.
A - lle Streckendistanzen waren möglich von 5 km bis 50 km.
U - nermüdlicher Einsatz der Helferinnen und Helfer.
F - aires Startgeld und Fairplay ganz groß geschrieben.

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Elisabeth und Helmut mit Urkunden und Pokale.

Text und Bilder: Elisabeth Ploch, 29.01.2019

Senftenberg KatrinMein Interesse an einem Hallen-Ultra wurde mal von Christian Mohr geweckt. Monotonie beim Laufen macht mir nichts aus, ich laufe im Training gerne auf dem Laufband und mag am liebsten Rundenläufe; so war der 100km-Hallenultra in Senftenberg greifbar.
Aus der LGU waren Konrad Vogl und Fabian Benz mit dabei, jeder von uns mit anderen Voraussetzungen und Zielen.
Eine Runde betrug 250m mit zwei Steilkurven, die innerste Bahn konnte aber in der Ebene gelaufen werden. Der Tipp von anderen Läufern, zur Schonung der Beine wegen des Gefälles nicht in den Kurven zu überholen, war sehr hilfreich.
400 Runden auf ebenem und gedämpftem Hallenboden- für mich war das 100%iger Laufkomfort.
Das Laufen empfand ich keineswegs als monoton, sondern war für mich trotz der Anstrengung entspannend.
Nette fürsorgliche Mitmenschen, konstante Beschallung durch Musik und Kommentare, wechselnde Beleuchtungs- und Lichtverhältnisse in der Halle und gute Verpflegung trugen zu einer schönen Atmosphäre bei.
Für mich persönlich war es der kurzweiligste, entspannteste und schönste 100er, den ich bisher gelaufen bin. 
Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Lauf wegen mangelnder Teilnehmerzahlen im nächsten Jahr wieder stattfindet.
An dieser Stelle nochmal ein herzliches DANKESCHÖN an Konrad, der nach der Veranstaltung noch zwei Stunden auf mich gewartet hat!!
Text: Katrin Tüg-Hilbert, Bild: Archiv (BUF 2018/M. Irrgang), Logo: Veranstalter, 28.01.2018
Senftenberg Logo
Übrigens: Fabian setzte zwei Tage später noch einen drauf und lief neben den 100km am Freitag noch einmal 50km am Sonntag in der Halle.
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