Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

BUF2019 CMittlerweile ist es ein paar Tage her, dass die Läufer bei einer irren Hitze durch den noch nie so staubig erlebten Batenbrockpark in Bottrop um die Wette rannten, die Betreuer halfen, wo sie konnten und die Orga mit all den fleißigen Helfern ebenfalls 2 Tage schwitzen und rackerten.

In Anbetracht der Umstände wurden absolut erstklassige Leistungen erbracht, insbesondere beim 24h-Lauf. Den einzelnen Berichten und Rückmeldungen zufolge hat es euch allen großen Spaß gemacht. Auch das Echo in den Medien war großartig. Das freut uns natürlich sehr. Es war zweifellos eine besondere Veranstaltung. Damit ihr möglichst lange an dieses denkwürdige Wochenende und an den Lauf zurückdenkt, könnt ihr euch ganz viele Erinnerungen sichern.

Zunächst haben wir die DLV-Urkunde repariert. Falls ihr an der DM teilgenommen habt, könnt ihr euch jetzt die korrekte Urkunde ausdrucken. Auch stehen die Rundenprotokolle zur Verfügung und laden zur Analyse ein, wer sich das Rennen gut oder weniger gut eingeteilt hat. Beides kann über die Ergebnisse bei Raceresult aufgerufen werden: https://my5.raceresult.com/113583/results?lang=de

Bilder und Ergebnisse gibt es in den verlinkten Galerien. Gerne könnt ihr die Bilder verwenden, idealerweise mit einem Quellverweis "Veranstalter BUF" oder so.

24h-Lauf

Ber2 1

Bei der Meisterschaft hat sich letztendlich die Erfahrung der Favoriten durchgesetzt. Während Antje Krause und Simone Durry sich recht frühzeitig ihre Positionen sicherten und festigten, war der Männerwettkampf recht lange offen. Marcel Leuze war stets in der Führungsgruppe und sicherte sich letztendlich Platz 2, Felix Weber hat sich lange zurückgehalten, konnte aber letztendlich ungefährdet mit Streckenrekord gewinnen. Auf Platz 3 und 4 gaben Marko Gränitz und Michael Eitner bärenstarke Debuts. 

Bei den Mannschaften konnten sich bei den Frauen LC Blueliner und bei den Männern SportTREND Ultralaufteam Braunschweig  jeweils vor zwei Teams der LG Ultralauf durchsetzen.

BL BUF Tageswertung

Aufgrund der sehr guten Mannschaftsplatzierungen konnte sich die LG Ultralauf in der Tageswertung der Ultramarathon Bundesliga klar durchsetzen und damit uneinholbar bei einer noch ausstehenden Meisterschaft die Saison als Meister abschließen. Nach ein paar Vizemeistertitel freuen wir uns natürlich darüber sehr. DANKE an das komplette Meisterschaftsteam an dieser Stelle.

BL BUF

Aufgrund des guten Abschneidens konnte sich der Laufclub Blueliner auf den zweiten Platz der Gesamtwertung platzieren, auch Würzburg konnte sich ein paar Plätze verbessern.

Bei den Staffeln haben wir in Bottrop einen klassen Auftritt der Läuferinnen und Läufer der Ostalb Runners gesehen. 360km war die Ansage, 371 haben sie geschafft. Eine absolute Spitzenleistung ist das, RESPEKT.

Zu der Bildergalerie: Bildergallerie 24h

6h-Lauf

Der 6h-Lauf wurde gleichzeitig gestartet und die Ärmsten hatten über die gesamte Wettkampfdauer mit der Hitze zu kämpfen. Dennoch kamen viele Läuferinnen und Läufer ganz ordentlich durch und wir konnten sogar eine Rekordbeteiligung vermelden, nachdem wir aus Angst vor Streckenüberfüllung im letzten Jahr nur ein kleines Starterfeld vorgesehen hatten. Michael Krüger konnte sich bei den Männern im Wettkampf ebenso souverän durchsetzen wie Gundi Weckenmann bei den Frauen.

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Zu der Bildergalerie: Bildergallerie 6h

100km-Lauf

Der 100km-Lauf ist etwas für Nachtschwärmer. Bei angenehmen Temperaturen bei romantischem Licht durch den Park zu laufen hat schon was. Leider gestaltete sich das Rennen unerwartet spannend. Nachdem sich anfangs eine Reihenfolge bei den Männern festgesetzt hatte, schieden nacheinander alle Führenden aus. Matthias Kröling war von seinem Sieg daher mehr als überrascht, bei den Frauen gab es einige Führungswechsel aber letztendlich setzte sich hier Christiane Schlaps durch.

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Vor dem Start der 100km-Läufer war noch Zeit für ein Gruppenbild. Kaum zu glauben, dass es nur 5 Männer und 3 Frauen in die Ergebnisliste schafften.

Zu der Bildergalerie: Bildergallerie 100km

LG Ultralauf

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Wir treffen uns ja immer sehr gerne bei Ber2 4bMeisterschaften und auch diesmal waren wir wieder sehr zahlreich vertreten. Es waren noch ein paar Leute mehr, als auf dem Gruppenbild. In Summe waren wir etwa 50 Läuferinnen und Läufer, 10 Betreuer und 5 Helfer bei der Organisation. Das war schon ein tolles Gruppenerlebnis.

Vor dem Start überreichte Präsidiumsmitglied Evi Piehlmeier Edda Bauer die wohlverdiente LGU Leistungsmedaille in Gold aufgrund ihrer Leistung bei dem 48h-Lauf in Kladno, bei dem sie in ihrer Altersklasse Weltrekord lief.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung!

Zu der Bildergalerie: Bildergallerie LG Ultralauf

 Ber2 T1

Eine tolle Unterstützung gab es von der Firma FitLine, die nicht nur unseren Versorgungsstand durch ihre Produkte aufwertete, sondern sie ermöglichte den Teilnehmern bei der Startnummernausgabe das Getränk und die verschiedenen angebotenen Riegel zu probieren.

Fragen zu den konkreten Produkten sowie zum gesamten Sortiment konnten die prominenten Werbepartner von FitLine, Achim Heukemes und Mario Windelschmidt, direkt beantworten.

Weitere Bilder von der Organisation

Wer steckt eigentlich hinter dem BUF, wollt ihr wissen? Wie man so etwas Großes auf die Beine stellt? Nun, wir sind ein großes Team, so bleibt die zu tragende Last für den Einzelnen handhabbar und durchaus noch Zeit für Spaß. 

Seit Jahren organisieren die Veranstaltung Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf gemeinsam, jeder hat seine Bereiche und an den Schnittstellen arbeit man harmonisch miteinander.

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Zu der Bildergalerie: Bildergallerie Organisatioin

Die LGU Leistungsmedaille für ausgezeichnete Athleten

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Eine Besonderheit des BUFs ist, dass hier jeder die LGU Leistungsmedaille in Gold, Silber oder Bronze bekommen kann, die es für sehr gute Leistungen gibt. Dreimal Silber und einmal Bronze wurden in diesem Jahr verteilt. Felix und Marcel freuen sich über Silber, die von Evi und mir überreicht wurden. Da wir hier ein Register über "Ausgezeichnete Athleten" führen, ist dieser Ruhm für die Ewigkeit!

Ergebnislisten:

Text und Bilder: Mcihael Irrgang, 02.09.2019 

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Bild 1: Vor dem Start erfolgte ein Briefing von Michael Irrgang:

Mein erster Ultramarathon nach über drei Jahren Pause ist geschafft.

Am Samstag den 24.08.2019 um 11 Uhr ertönte das Startsignal für den 24h-Lauf in Bottrop.

In diesem Jahr wurde die Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf zum ersten Mal vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) veranstaltet. Das Bottroper Ultralauf Festival (BUF) wurde wieder perfekt von der LG Ultralauf und von den Adlern-Langlauf Bottrop ausgerichtet.

Schon um 11 Uhr waren die Temperaturen enorm hoch und ich versuchte mich nicht von den anderen Läufern ziehen zu lassen, sondern mein eigenes Tempo, in meiner für diesen Lauf angedachten Pulsfrequenz, zu finden. Was nicht wirklich einfach ist, ich lief gefühlt viel zu langsam und ich wurde von immer mehr Läufern überholt und dann sogar von den führenden Läufern überrundet. Auf Grund der langen Pause, den hohen Temperaturen und meiner Vorbereitung für diesen Lauf, wahr mir klar, dass ich hier keine 220 km laufen kann, somit ließ ich die anderen Läufer ziehen und konzentrierte mich auf mich und meinen Lauf.

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Bild 2: Bei 30 Grad im Schatten müssen die Kräfte gut eingeteilt werden.

Ich bekam in jeder zweiten Runden am Verpflegungsstand (VP) der LG Ultralauf eine Trinkflasche mit einem nassen Buff gereicht, damit kühlte ich meine Handgelenke und meinen Kopf, was wirklich gut tat. So lief ich Runde um Runde in meinem Pulsbereich und rangierte in der Gesamtwertung im Bereich 40-45 und in der Altersklasse im Bereich 8-9.

Nach ca. 75 km machte meine vordere rechte Oberschenkelmuskulatur Probleme und ich ließ mich massieren. Nach der Massage brauchte ich zwei Runden um wieder normal zu laufen, aber nach so einer Laufstrecke (75 km) und der Massage tun die ersten Meter oder Kilometer bei mir meistens mehr weh als davor, gibt sich normalerweise schnell wieder. Dies tat es auch diesmal für die nächsten 35 km, leider kam das Problem auf beiden Oberschenkeln wieder. Somit wieder zur Massage und wieder das Anlaufen danach. Da die Probleme mit den Oberschenkeln hauptsächlich bei Gefälle auftraten, ging ich diese Passagen nach der zweiten Massage nur noch und erhoffte mir eine weitere Besserung der muskulären Probleme, leider ohne Erfolg. Ich versuchte es einige Runden in diesem Rhythmus, doch meine Muskeln machten immer mehr zu und ich hatte die Befürchtung das Rennen abbrechen zu müssen. Somit versuchte ich es mit Gehen, vielleicht werden die Muskeln damit wieder lockerer. Leider nicht. Und lustiger Weise wurde ich beim Gehen in der Rangliste nicht weiter nach hinten gereicht, sondern ich rutschte weiter nach vorne. In meiner Altersklasse war ich dann irgendwann auf Platz 2, obwohl ich nur gehend unterwegs war. Durch das Gehen verschlechterten sich meine Probleme nicht und somit blieb ich im Rennen.

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Bild 3: Gut im Rennen liegend arbeitet sich Oliver langsam nach vorn

Ich bekam durch meine Vereinskollegen die Nummern und Abstände der Läufer in meiner Altersklasse (AK) auf den Plätzen 1, 3 und vier genannt und konnte diese dann auf der Strecke beobachten. Somit war ich beschäftigt und die Zeit verging, trotz Gehens, wie im Fluge.

Der Läufer auf Platz 1 in meiner Altersklasse (AK M45) lief locker an mir vorbei, no way für mich.  Dann überholte mich der Läufer auf  Platz 3 und ich versuchte zu folgen, was ohne Probleme gelang. Erstens ging er auch, und zweitens nicht umbedingt Ideallinie und somit konnte ich folgen und ihn sogar wieder überholen. AK Platz 4 lag zu diesem Zeitpunkt 9 Runden hinter mir. Ok, da musste ich mal schauen. Der Abstand änderte sich nicht, obwohl er immer wieder an mir vorbeizog, machte wohl Pausen.

Meine Vereinskollegen hielten mich in den letzten Stunden über die Abstände zu den AK M45-Läufern im Bilde und gaben mir viel Sicherheit und Zustimmung. Ich musste nur bis zum Schluß auf der Strecke bleiben und konnte damit den Vizemeistertitel in der AK M45 erringen.

Ca. 10 min vor Ende der Veranstaltung kam ich an unserem VP (LG Ulrtrlauf) mit den wunderbaren Betreuern vorbei, die Stimmung war so toll, da konnte ich nicht daran vorbei laufen, ich wollte mich in diesem Moment bei meinen Betreuern bedanken und mit ihnen die letzten Minuten des Laufes feiern.

Ich wurde in den letzten 24 Stunden so großartig von Alex und Alex, Evi und Sylvia betreut, vielen lieben Dank dafür, ihr wart top und habt einen großen Anteil an meiner erbrachten Leistung. Danke auch für die schmerzhaften und doch wohltuenden Massagen.

Ich bin mit meinem „Ultra-Comback“ sehr zufrieden, Deutscher Vizemeister in der AK M45 nach drei Jahren Pause. Ich hatte keine Probleme mit meiner Achillessehne oder meinen Knien, was sonst immer einschränkende Faktoren bei meinen 24h-Läufen waren.

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Bild 4: Die gute Leistung wurde mit Platz 2 in der Altersklasse 45 belohnt

Diesmal waren es die Oberschenkel, wieso?? Lag es an den Schuhen ohne Sprengung, war die Umstellung zu kurzfristig? Möglich…, doch habe ich dadurch bei langen Läufen keine Kniebeschwerden mehr, also weiter ohne Sprengung, weiter dehnen, funktionelles Training, Qi Gong und Yogilates.

Wie geht es jetzt weiter, im nächsten Jahr die 240km? Bestimmt ein realistisches Ziel, da ich bei mir in mehreren Bereichen Verbesserungspotential sehe. Die Vorbereitung kann beginnen.

Mein besonderer Dank geht an meine Freundin Heike und an unsere Familien und Freunde, die mich das ganze Jahr unterstützen oder auf mich verzichten müssen, da ich entweder arbeite, laufe oder zwischen Ulm, Lohmar oder Bad Krozingen pendle.

Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen und Helfern des Laufes.

Im Rahmen meiner 24h-Läufe sammle ich immer Spenden für den „Förderverein für krebskranke Kinder e.V. in Freiburg“, in diesem Jahr sind es bereits über 1150€, über weitere Spenden würde ich mich sehr freuen. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Vielen Dank an alle Spender.

30.08.2019 Text: Oliver Ruf, Bilder: LG Ultralauf

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Mit sehr guten Leistungen gewannen Antje Krause und Felix Weber (SportTREND Ultralaufteam Braunschweig e.V.) die Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf, die am vergangenen Wochenende in Bottrop ausgetragen wurden. Platz 2 erzielten Simone Durry und Marcel Leuze (Turnerbund Hamburg Eilbeck) und auf dem Platz 3 standen Ilka Friedrich (Laufclub BlueLiner) und Marko Gränitz (Laufgemeinschaft Würzburg). Rechts steht Michael Sommer, der in seiner Funktion des DLV-Ultramarathonberaters vor Ort war.

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Der 1. Bürgermeister der Stadt Bottrop, Klaus Strehl, informierte sich bei Markus Sobolewski, Sportwart des mitausrichtenden Vereins Adler-Langlauf Bottrop, über die aktuelle Veranstaltung, bevor er nach einem Grußwort pünktlich um 11 den Startschuss der 24h-Läufer gab und 108 Männer, 47 Frauen sowie 11 Staffeln auf einen ganz langen Tag durch den Batenbrockpark schickte.

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Die meisten Läuferinnen und Läufer präsentierten sich zu ihrem Saisonhöhepunkt nicht nur in guter Form, sondern auch hoch motiviert und starteten entsprechend schnell. Das Rennen wurde durch Taktik entschieden, Bestleistungen waren kaum zu erwarten. Es galt, genügend zu trinken, zu essen und zu kühlen. Man musste sehr aufzupassen, dass genügend Salz zu sich genommen wurde und der Körper nicht überhitzte. Doch wer kann schon mit 3 Bällen jonglieren? Es war wirklich nicht einfach und am Ende setzten sich erwartungsgemäß die erfahrendsten Läuferinnen und Läufer durch.

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Bei Temperaturen von über 30 Grad galt es viel zu trinken, sich von außen zu kühlen und das Tempo etwas zu reduzieren, um die ersten, heißen Stunden zu überstehen. Erst ab 19 Uhr wurden die Temperaturen angenehm und die Bedingungen für sehr gute Leistungen besserten sich.

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So konnte nicht nur ein neuer Streckenrekord der Männer, sondern auch ein neuer deutscher Rekord in der Altersklasse M80 durch Werner Stöcker (LG Wittgenstein) gelaufen werden.

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Vieles ist auch eine Frage der Ausrüstung und Einstellung, Hermann Fischer gefällt der Lauf.

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Die Siegerehrung war schon etwas Besonderes. Nachdem die führenden 3 Männer und Frauen auf dem neu gestalteten und gebauten 24h-Lauf-gerechtem Podest geehrt wurden, erhob sich die Gruppe der müden Läufer und Betreuer zu der Nationalhymne, die von dem überregional bekannten Blasorchester Ruhrkrainer wunderbar vorgetragen wurde.

Die Ehrung wurde von Dankesworten von Michael Sommer eingeleitet, der als DLV-Repräsentant vor Ort war sowie vom Vorstand/Präsidium der ausrichtenden Vereine Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf.

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Die Mannschaftswertung der Frauen gewann das Team von Laufclub BlueLiner vor zwei Teams der LG Ultralauf.

Bei der Mannschaftswertung Männer gewann SportTREND Ultralaufteam Braunschweig e.V. ebenfalls vor 2 Teams der LG Ultralauf. Bei den Männern Senioren gewann LG Ultralauf 1 vor LG Ultralauf 2 und Bautzener LV Rot-Weiß 90. Bei der Frauenmannschaft Seniorinnen gab es nur eine Mannschaft der LG Ultralauf.

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Im 100km-Lauf, der um 18 Uhr gestartet wurde, waren die besten Frauen und Männer: Matthias Kröling, Mario Schröer, Wolfram Andrae und bei den Frauen Christiane Schlaps, Alexandra Richter und Renate Greiff.

Die 6-Stundenläufer haten ihren Wettkampf genau in der Mittagshitze.

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Die Gewinner der Frauen und Männer waren Gundi Weckenmann, Michaela Winter und Aiyanna Hahnen, bzw. Michael Krüger, Johannes Plöttner und Tiemo Schilling-Frenk. Insgesamt gab es eine Rekordbeteiligung, aber die Läuferinnen und Läufer hatten schwer zu kämpfen und kaum einer schaffte seine Wunschleistung.

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Das Team des mitausrichtenden Vereins, LG Ultralauf, war in allen Einzelwettbewerben mit über 50 Startern vertreten und gewann insbesondere durch das sehr erfolgreiche Abschneiden der Mannschaften die Tageswertung der Ultramarathonbundesliga und gewann vorzeitig den Meistertitel in diesem Jahr.

Ergebnisse: Link

Ein weiterer Bericht sowie Bildergalerien sind geplant und werden in Kürze veröffentlicht.

Vielen Dank für eure Teilnahme und die vielen anerkennenden Worte, die uns per Mail, Facebook und anderweitig erreichten. Es freut uns, dass fast alles wie geplant geklappt hat und es euch gefallen hat. Wahrscheinlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder, dann aber mal ohne DM-Status.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 26.08.2019

Letztes Wochenende fand zum 8. Mal der 100-Meilen-Lauf auf dem Berliner Mauerweg statt. Seit 2011 erinnert der Mauerweglauf an die Opfer der früheren Grenze, die Deutschland zwischen 1961 und 1989 teilte. Jedes Jahr wird speziell einem Maueropfer gedacht. Dieses Jahr war es Dieter Wohlfahrt, dessen Konterfei auch die Finishermedaille trägt. Dieter Wohlfahrt wurde als Fluchthelfer am 9. Dezember 1961 in Staake erschossen. Am Gedenkort wurde kurz innegehalten und an einer aufgestellten Pinnwand konnte man seine Gedanken auf kleine Karten schreiben und anbringen.

Unser Verein war auch dieses Jahr mit einigen Läufern vertreten. Ein paar Berichte haben uns erreicht bzw. wurden via Facebook zur Verfügung gestellt, die wir hier veröffentlichen.

Fabian Benz hat alle LGU-Teilnehmer an diesem Lauf auf der Finisherliste ausfindig gemacht und folgende Übersicht erstellt:

Name

Zeit

Altersklasse

Verein

JANCKER Hans-Dieter (M65 1952)

17:02:34

1. M65

LG Ultralauf

BENZ Fabian (M30 1988)

19:04:59

1. M30

LG Ultralauf

HEINLE Matthias (M40 1978)

19:20:12

9. M40

LG Ultralauf

NOWOTTNY-HUPKA Rita (W60 1959)

20:03:21

1. W60

LG Ultralauf/ LT Wischlingen Dortmund

CONRAD Kerstin (W45 1971)

21:24:15

4. W45

LG Ultralauf

SITTNER Falk (M35 1981)

21:33:29

12. M35

LG Ultralauf

MANTEL Klaus (M55 1963)

21:38:37

7. M55

LG Ultralauf

FÜHRER Ralf (M50 1966)

21:56:28

20. M50

LG Ultralauf

ROSENAU Dietmar (M55 1960)

22:33:51

16. M55

LG Ultralauf

HERTZEL Alex (M35 1981)

22:55:56

14. M35

LG Ultralauf

LANDWEHR Matthias (M45 1970)

23:12:34

36. M45

LC Solbad Ravenberg/LG Mauerweg/LG Ultralauf

FALLER Sylvia (W50 1965)

23:37:18

4. W50

LG Ultralauf

PIEHLMEIER Eva (W45 1971)

23:37:18

9. W45

LG Ultralauf

LAUTERBACH Alexander (M35 1980)

23:37:19

18. M35

LG Ultralauf

PETRY Michael (M50 1967)

26:46:09

50. M50

LG Ultralauf / Team Erdinger alkoholfrei

WURMBACH Patric (M45 1971)

28:07:41

54. M45

LG Ultralauf

RÖSLER Andreas (M55 1962)

29:22:08

46. M55

LG Ultralauf

 

 

 

 

HEDELT Holger (M50 1968)

19:34:00

10. M50

Irene Athletic Club

VOGL Konrad (M55 1961)

21:30:10

4. M55

TEAM GOTHAER Schmidt- Füssen-

GARTZ Stefan (M40 1975)

22:10:29

16. M40

LT Bittermark Dortmund

MAKIOLA Stefanie (W35 1983)

23:03:29

2. W35

Ultrafriesen e.V.

Zusätzlich konnten vor Ort noch zwei unserer Mitglieder mit unserer Leistungsmedaille in Silber geehrt werden:

Ehrung 13

Rita Nowottny-Hupka ist am 9.3. in Münster Deutschen Rekord im 6h-Lauf in ihrer Altersklasse (65,29 km) gelaufen und Hans-Dieter Jancker hat ebenfalls in seiner Altersklasse den Deutschen Rekord im 6h-Lauf mit 72,882 km am 14.4. in Mörfelden geknackt:

Ehrung 2 

Teamerfolg pur! (Evi Piehlmeier)

Vor wohl genau einem Jahr haben Sylvia, Alex und ich beschlossen, den Mauerweg in 2019 zusammen zu laufen. Und natürlich wollten wir auch die Gürtelschnalle, also Hauptsache Zielzeit sub 24h.

TE 1Der grobe Plan kam dann ein paar Tage vorab via WhatsApp von Alex und Carsten:

 

Das waren die „Rauslaufzeiten“ (frühestens und spätestens) an den VPs. Ab VP9 hatten wir dann unsere beiden Radbegleiter Franz und Guido. 

TE 2

Unser Team in Berlin von links nach rechts: Franz, Sylvia, Evi, Carsten, Alexander und Guido.

Bis kurz vor km70 (Sacrow) lief es auch noch für alle ganz gut wie man an folgendem Bild erkennen kann:

TE 3 

Dann begannen bei jedem von uns unterschiedlichste Krisen. Bei mir kam z.B. in Sacrow Übelkeit auf, ich konnte dadurch am VP nichts zu mir nehmen und bin ohne längeren Stopp langsam weitergegangen. Sylvia und Alex holten mich schnell wieder ein, und so ging es gemeinsam weiter. Die meiste Zeit waren wir alle 3 gemeinsam unterwegs, immer von VP zu VP. Den Plan oben hatten wir dann nicht mehr im Kopf, konnten uns auch irgendwie nicht mehr merken, was beim VP stand, also welcher km, wieviel bis um nächsten VP usw. Aber wir hatten ja unsere Radbegleiter! Sie hatten angefangen, für uns zu rechnen und uns immer Zeiten vorgegeben, bis wann wir spätestens beim nächsten VP sein müssen, um unser Ziel zu erreichen (dabei auch netterweise von uns unbemerkt die Zeitangaben mit einem Puffer versehen). Und wenn wir schneller waren, wurden wie gelobt. Das funktionierte prima. Blieb einer zurück, dann wurde dieser immer von einem Radler begleitet, der andere hat die beiden vorne geführt. Am VP waren wir immer wieder zusammen, wenn auch nur kurz. Ein Highlight bescherten uns unsere beiden Männer zum Beispiel in Babelsberg. Da besorgten sie jedem von uns 2 Kugeln Eis, die zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig erfrischten. Es gab aber auch Schrecksekunden. Als erstes stürzte Sylvia ein paar Kilometer vor Wechselpunkt 3 (WP3), hat sich aber gekonnt abgerollt und so ihre vor kurzem gebrochene Hand gerettet. Ich stürzte später in der Dunkelheit, weniger gekonnt. Dabei ging auch meine Stirnlampe zu Bruch. Glücklicherweise hatte Guido eine Ersatzlampe dabei, die allerdings nur schwaches Licht von sich gab. Aber durch die Radlampen konnten die schwierigsten Passagen weitestgehend ausgeleuchtet werden. Da war es manchmal wirklich finster mit sehr unebenem Untergrund. Und wir haben uns gegenseitig gezogen, sind stellenweise in einem richtigen Gleichtakt zusammen gelaufen - das begeistert mich immer noch. Bei der East Side Gallery gab es noch die nächste positive Überraschung: Kerstin Hommel hat auf uns gewartet. Sie ist so lange aufgeblieben, hat online verfolgt, wo wir uns befinden, damit sie uns die letzten Kilometer noch ins Ziel begleiten kann. Was für ein Einsatz und was für eine Unterstützung! Von ihr ist auch unser Zieleinlauf-Foto:

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Die Stadionrunde haben wir zusammen mit Guido und Franz absolviert. Und wir haben es geschafft - als Team! Darauf bin ich mächtig stolz.

Mein erster 100 Meilen Lauf in Berlin, ein Krimi mit Happy End (Alexander Hertzel)
Alex3Ich muss einmal kurz etwas weiter ausholen, und zwar sind wir bei der Vorbereitung. Seit Anfang des Jahres habe ich öfter mal etwas längere Läufe oder Wettkämpfe als Testlauf gemacht, hier und da mal die Verpflegung oder auch Ausrüstung getestet. Unter anderem auch den Köln G1, der mir nach dem Intervall-Plan von Michael gezeigt hat, was ich noch aus mir rausholen kann. Die Prognosen waren vielversprechend. Hier und da noch ein paar Läufe bis es Ende Mai, dann kam der Plan für Berlin. Da der erste Plan schon gefruchtet hatte, musste also der 24h Plan auch von Michael dran glauben, oder eher gesagt, ich musste dran glauben.
Alles war geplant und stand fest, mein Kumpel als Radbegleitung, wie und wann wir was machen und verpflegen. Als die ersten längeren Läufe ( also nicht wirklich lang ab 30 k ) anfingen, merkte ich, dass meine Radbegleitung nicht den Elan, Schweiß und Blut investiert wie ich, so musste ich ihn öfter motivieren als er mich. Da ich auch manchmal sehr kurzentschlossen bin und mich das ganz schon störte, habe ich ihn 3 Wochen vor dem Wettkampf seinen Posten als Begleitung entzogen. 
Ok, nicht gerade intelligent werden jetzt viele denken, aber Entscheidungen müssen einfach mal schnell fallen. 
Also, Planung in die Tonne, alles neu planen und das schnell.
Da meine Frau mit nach Berlin kam, hatte Sie neue Aufgaben bekommen, die ihr dann im Nachhinein auch echt Spaß gemacht haben. Da Sie gesundheitlich aber nicht lange Rad fahren kann, musste jetzt von WP zu WP geplant werden. Also Verpflegung, Klamotten, Pausen, alles neu bedenken. Ich könnt noch mehr schreiben, kommen wir aber jetzt zum eigentlichen Lauf. 
Angekommen am Freitag Mittag im H4/H2 Hotel, wo auch alles andere war (Empfang, Pastaparty, Briefing und Medaillen-Übergabe).
Ich muss sagen, alles sehr gut durchdacht und hervorragend geplant von den Veranstaltern sowie den ganzen Volunteers, einfach super. Am Abend vorher die Adressen der WPs mit meiner Frau durchgegangen und alles gepackt.
Samstagmorgen! Der Tag ist gekommen.
Vom Start an lief der Lauf quasi perfekt, Ausrüstung, eigene Verpflegung, aber auch die VPs waren super ausgestattet und es lief. Mit meiner Euphorie, die ersten 100k in 10 Std. zu laufen, lag nichts im Weg. Da meine Frau dann mit dem Auto von WP zu WP gefahren ist, war sie immer früh genug da und konnte sogar noch etwas Sightseeing machen :-).
Da ja der Lauf relativ flach sein sollte, habe ich mich zwar gefragt, unter was die Berliner flach verstehen, aber irgendwie hätte das nur ein Sauerländer sagen können. Also Steigungen waren genug vorhanden. 
Bei ca. km 50 hatte ich ein Problem mit dem ganzen Kopfsteinpflaster und bin irgendwie doof aufgekommen und leicht umgeknickt. Oh nein! Habe mich erst mal nicht dran gestört, weil es lief ja.
Bei km 65 merkte ich, dass der Fuß immer dicker wurde und das meiner Lauf-Ökonomie nicht wirklich gut tut. Über Schmerzen reden wir noch nicht. Aber WP 2 am Schloss Sacrow war ja schon in Reichweite. Ab diesen WP stand aber dann fest, Pace rausnehmen, der Fuß wird nicht besser, aber ich will kein DNF, die Monate harte Arbeit zuvor sollten noch nicht zu Ende sein.
Ok, weiter geht‘s, habe mir dann eingeredet, 11 Std. sind auch noch gut für 100 k, es ist noch alles offen. Am WP 3 angekommen, machten sich die ersten Blasen bemerkbar, die Füße wurden anders belastet, da ich schon anfing, schonender zu laufen. Was für ne Scheisse. 15 min Pause am WP und die Schuhe gewechselt, mit etwas mehr Dämpfung. 
Also auf auf, mein Ziel unter 24 Std. war noch nicht verloren und aufgeben? Nein! Unzählige Nachrichten von Freunden und Verwandten haben mich immer weiter ziehen lassen. Jetzt nur noch 3x20 und ich kann den Sack zu machen. 
Die Kilometer und die Stunden zogen durch Berlin, habe mich von VP zu VP gerettet, die restlichen Wege mit Kopfsteinpflaster haben es auch nicht wirklich verbessert, Scheisse, hatte ich Schmerzen in den Beinen.

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Bei km 140 war es dann um mich geschehen, ich konnte nicht mehr, mir kamen die Tränen vor Schmerz, keinen Bock mehr, ich war am Ende angelangt.
Vor lauter Verzweiflung habe ich meine Frau angerufen und habe ihr gesagt, dass Sie mich abholen soll, ich will und kann nicht mehr.
Gott sei Dank kennt sie mich und hat mich ordentlich am Telefon zurechtgewiesen, aber auch ermuntert und Mut gemacht. Ich kann euch sagen, das war der längste HM meines Lebens. Laufen war Tabu, die Stöße beim Aufkommen waren unerträglich, wandern ging aber noch, also Zähne zusammenbeißen und durch, sub 24 war noch nicht verloren. Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber es ging weiter! Am vorletzten VP habe ich mich kurz nochmal hingesetzt, bin dann auch sofort in einen Sekundenschlaf gefallen, aber 2 Kaffee am VP haben es wieder gerichtet. 
Alex4Die letzten km kann ich euch auch nicht mehr sagen, was alles so in Berlin los war, ich war in so einem Tunnel, ich habe nichts mehr mitbekommen.

Um 4:55 Uhr war es dann so weit: Ich kam auf den Sportplatz und war überglücklich, doch noch zu finishen und dann noch mit 22:55:56. Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, aber ich kann euch sagen, der Lauf bleibt erst mal ganz ganz fest in meinen Kopf.
Nun ist es Montag Mittag, der Fuß ist immer noch verdammt dick, aber ich kann ihn schon wieder bewegen, also nicht mehr lange und das Training für irgendeinen verrückten Lauf kann wieder beginnen. 
PS: Gratulation an alle Teilnehmer, egal ob Finish oder nicht, meinen Respekt hat jeder!

Kerstin 1Mauerweglauf 2019 - ohne Motivation zur PB (Kerstin Conrad)

Wenn man sich bereits 10 Monate vorher um einen Startplatz bemüht, ist dies keine Garantie dafür, dass man auch hoch motiviert und voller Lauffreude an der Startlinie steht. Am Samstag morgen 05 Uhr im Friedrich-Ludwig Jahn Stadion, eine Stunde vor Startschuss hätte ich am liebsten gesagt: einmal alles zum Mitnehmen und für den Weg zurück ins Bett noch einen heißen Kaffee 🙈 Warum war das so? Ich hatte nicht gut trainiert in diesem Jahr und meine Füße schmerzten seit ein paar Wochen - Achillessehne und Hallux - doofe Kombination. Aber die Reise war lange gebucht, ein Fahrrad stand in Berlin bereit und Achim wollte zur Not die ganze Nacht mit mir verbringen 😍🚲
Trotzdem... der innere Schweinehund bellte und ich war so unsicher wie nie.
Lauffreund Micha, dem ich mein Leid klagte, meint, er hätte schon so schlimme Bilder von meinen Füßen gesehen, das könnte ich nicht toppen 😂🤣 und außerdem wüsste ich doch, wie es gehe. Willi hatte mir gestern ähnliches geschrieben und so langsam fing ich an meiner Einstellung zu schrauben an. Danke auch Dir Patric für deine gute Laune und den unerschütterlichen Glauben an einen Zieleinlauf - du hast sicher unterwegs mehr gekämpft als ich und hast mir trotzdem auf die Strecke geholfen 😘

Der Rest der 100 Meilen war dann eigentlich unspektakulär 🤪 ich bin total ruhig und langsam los gelaufen, irgendwann kamen Betti und Inga bei mir vorbei 👩‍❤️‍💋‍👩, wir liefen ein Stück gemeinsam, verloren uns an einem VP, aber ich laufe sehr gerne alleine und hatte ab km 52 Achim an meiner Seite, vielen Dank mein Schatz für deine Geduld und Unterstützung und die Erfüllung meiner Wünsche 🍉🥣🥤
Die ersten 100km schafften wir unter 12 Stunden und freuten uns, dass, auch wenn wir ab da nur wanderten, wir noch ein wenig Schlaf vor der Siegerehrung bekommen würden. Hahaha ... wir rechneten nun immer in Laufzeit und Schlafzeit 😴🛌
Dabei war die Nacht wirklich toll, es wurde endlich kühler, ein rötlich gelber Vollmond 🌕 stand am Firmament, der Wald war herrlich ruhig, die Stadt später umso lauter und voller Leben 🎡🤹‍♂️🕺
Wir waren gleichmäßig langsam unterwegs, sparten aber Zeit mit unseren kurzen Pausen ein und kamen gut voran. In Teltow kämpfte ich kurz mit Übelkeit 🤢 aber die dort angebotene Suppe war so salzig, dass mein Magen geschockt jeden Widerspruch aufgab. Dadurch, dass ich beim Laufen immer ungewöhnlich viel schwitze, verliere ich a) jede Menge Salz - dieses Problem war nun gelöst. Ein anderes machte jedoch zunehmend auf sich aufmerksam. Ich hatte mich in den letzten Stunden trotz einer dicken Schicht Melkfett wund gelaufen an den Beinen und bei einem Wechsel der Laufhose sah ich das Malheur. Noch 60k to go und keine Wundsalbe 🙈😢 auch darum werde ich noch länger an Berlin zurück denken 💭 auaaa‼️
Wir hatten immer wieder kurze Gespräche und Begleitung anderer Läufer, ich liebe ja das Laufen in der Nacht und dies alles lenkte ab und machte aus dem Erlebnis eine wunderschöne Erinnerung. Die letzten 10, 9, 8 km... in einer Stunde soll schon alles vorbei sein? 7, 6, 5 km.., Checkpoint Charlie, Reichstag, Brandenburger Tor 😍 4, 3, 2 und 1km... den lieben Konrad von der LG Ultralauf Familie noch getroffen auf der Zielgeraden und dann die Stadionrunde, wo es keinen Schmerz, bloß pure Freude gibt 🎖💫 Christina und Elke im Ziel - mit bekannten Gesichtern ist es wie ein nach Hause kommen 🧡💛💚
Die Zeit ist super, das freut mich auch, doch dieses Jahr war der Start die Challenge, der Kampf mit dem Glauben und dem Vertrauen an mich selbst, ich habe mir damit zuviel Druck gemacht. Ich danke meinem Lieblingsmenschen Achim für dein Vertrauen und deine Unterstützung ❤️ du warst mein linkes Bein und mein rechter Arm, du warst meine positiven Gedanken und meine mentale Stärke - wir haben vieles richtig gemacht und freuen uns nun schon aufs nächste Jahr 🏃🏻‍♀️🚲🍀
Vielen lieben Dank Elke für all deine Orga und den schönen gemeinsamen Sonntagnachmittag, die vielen Bilder und Geschichten 😘
Ultralaufen ... ist eben nicht einfach bloß Startnummer anziehen und los laufen... ist Gemeinschaft, Lauffamilie, Unterstützung und Freundschaft, ist Motivation, Lob, Herzlichkeit und jede Menge Spaß. Ultralaufen ist auch mal gemeinsam erlebter Schmerz und Kampf mit Körper und Geist aber eben auch gemeinsam geschaffene Erinnerungen, glückliche Momente, Stolz auf sich selbst sein und die anderen, Grenzen finden und verschieben, wachsen und zusammen größer werden. Und genau darum möchte ich im nächsten Jahr wieder kommen, diese besondere Stadt und diesen besonderen Lauf erleben und Teil dieser Gemeinschaft sein 👫👭👬👭👫

Stefan 1Mauerweglauf 2019 - Let´s do it (Stefan Gartz)

Seit Dezember letzten Jahres arbeite ich auf diesen Zeitpunkt hin. Mauerweglauf - Mein erster 100 Meiler. Im Vorfeld schon diverse Wettkämpfe gemacht, damit dieser hier gelingt. 6Std Münster, 6Std Herne, WHEW 100 und Kölnpfad 10x11. Heute also 160km.
Bis Dato 2800km dieses Jahr abgerissen und trotzdem stellt sich am Start die Frage - Hab ich wirklich alles gemacht, damit es heute reicht? Für mich war die Vorgabe - ANKOMMEN. Von Michael Irrgang (LG Ultralauf) hatten wir einen Zeitplan, wann man wo sein müsse (und in welcher Pace), damit man die magische 24 Std Grenze knackt und somit noch die Gürtelschnalle bekommt. Das sollte der Fahrplan für Ralf und mich sein. Ralf hab ich beim Lippedammultra kennengelernt. Wir waren beide etwa gleich schnell und im Gespräch kam raus, dass wir beide in Berlin gemeldet waren. Also beschlossen wir, in Berlin zusammen zu starten. Gerade auf Ultras ist es gut, wenn man in den schlechten Phasen, die jeder durchmacht, jemanden hat, der einen da rausholt. Und wenn es nur die Aufforderung ist, weiter zu machen.
So standen wir also um 6:00 zusammen an der Startlinie. Vorher wurden natürlich noch die diversen Ultrakollegen begrüßt, die man sowieso immer wieder auf allen Veranstaltungen trifft. Zielvorgabe für die ersten VPs war ein 6:45er Schnitt. Dazu noch Pausen von 3-5 min pro VP. Die VPs machten wir schneller und die Pace war bei 6.37min/km Dazu waren die Temperaturen noch sehr erträglich. Bis so ca. Mittag. Ab km 75 wurde es dann langsam drückend und die Sonne kam raus. Am VP Meierei merkte ich, wie mein Kreislauf etwas blöd wurde. Also erst mal hinsetzen und Energie zuführen (in Ruhe). Nach einiger Zeit (schätze mal 10min) ging es mir dann besser, so dass die Reise weiter ging. Bei km 103 warteten dann die Drop Bags 3 auf uns. Hier hatten wir die Kopflampen und Nachtutensilien deponiert. Wir waren beide noch relativ frisch und so ging es frohen Mutes in die Nacht hinein. Bei mir ab 110 km, bei Ralf ab 125 km dann Neuland. So weit waren wir beide noch nicht. Bis dahin hatten wir auf unseren Laufplan gute 46 Minuten rausgelaufen. Die sub 24Std waren, auch wenn wir nur noch gehen würden, relativ sicher (auch wenn auf einem Ultra nichts sicher ist). Ralf hatte seit km 100 Probleme mit dem Oberschenkel. Ich, wie gesagt, nur einmal mit dem Kreislauf. So streuten wir immer mal wieder kurze Gehpausen ein, aber alles in allem lief es rund. Irgendwann kam dann der "letzte Marathon". Nur noch 42km. - Marathon geht immer. Aber es gibt halt auch lange - langsame Marathons. So wurde es langsam zäh. In der Nacht formierten sich diverse Zweierteams. Mal überholten wir ein Team, dann wieder ein anderes uns, um dann 10 Minuten später wieder von uns überholt zu werden. Das Tempo war mittlerweile irgendwo bei 7:00 bis 7:30 angekommen. Eigentlich nur noch ein leichtes Auslaufen. Der Puls dümpelte irgendwo bei 130 rum. Optimales Tempo in der Fettverbrennung. Nach gut 20 Std im Rennen doch ein guter Wert. Das gab Sicherheit. - Gegen 1:00 nachts meinte Ralf - wenn wir jetzt den Schnitt so halten, schaffen wir noch sub 22 Std. So viel Zeit hatten wir zwischenzeitlich auf unseren Plan rausgelaufen. Eigentlich eine nette Idee. Bei km 151 / Checkpoint Charlie musste ich dann aber wieder meinem Kreislauf etwas Ruhe geben. Ausgerechnet hier gab es keine Cola mehr. So fragte Ralf mich, ob es ok für mich ist, wenn er die Sub 22 probiert. Da ich nicht wusste, wie sich mein Kreislauf entwickelt, sagte ich ihm nur, er solle loslaufen. Sandra wartete am Charlie mit dem Klapprad (seit 2:00) auf mich, um uns/mich auf den letzten 10 km zu begleiten. Hier wanderte ich erst einmal los. Wobei Wandern... Ich „speedwalkte“ laut Uhr im 8:30er tempo. Bis ich merkte, dass etwas Kraft zurück kam und der Traubenzucker wirkte. Bei km 4.7 vor dem Ziel gab es noch einen kleinen VP. Noch schnell etwas nachladen und weiter. Unterwegs sammelte ich noch einen Mitläufer ein, der fragte, ob er sich anschließen dürfe. Er brauchte jemanden, der ihn zieht. So ging es am Brandenburger Tor und an der Britischen Botschaft vorbei, nachts um 3:30. Die Straßen wurden immer verwinkelter und ich war froh, dass Sandra mit auf den Weg achtete, so dass wir uns bloß nicht verlaufen. 1km kann ja soooo lang sein. So erreichten wir gegen 4.00 das Stadiongelände. Sandra trat in die Pedale, um am Ziel auf mich zu warten. Jetzt nur noch die letzten 300m auf der Tartanbahn. Die Lampions an der Strecke leuchteten und das Ziel naht. Jetzt noch einmal alle Kraft mobilisieren und mit Würde und vielleicht sogar etwas Tempo ins Ziel kommen.
Offiziell waren es dann 22Std 10Min und 28 Sekunden.
Platz 100 von über 460 Startern.
Voller Stolz und emotional gerührt ging es dann um 14:00 zur Siegerehrung für alle Teilnehmer. Hier durfte ich dann meine Medaille und die schwer erarbeitete Gürtelschnalle entgegen nehmen.
Im Ziel der Gedanke - Wirst du noch einmal einen 100Meiler laufen? Sicher nicht....
Wobei ich heute - einen Tag später sagen würde - Naja. Schließlich bin ich bei der TorTour ja schon angemeldet.

Texte und Bilder: Eva Piehlmeier, Alexander Herzel, Kerstin Conrad, Stefan Gartz, 23.08.2019

So geheimnisvoll der Name klingt, der mit Heiligtum oder Kultstädte übersetzt werden kann, so schwer ist es, im Vorfeld an Informationen zu kommen. Lediglich eine Facebookseite gibt ein paar Informationen und dient den Teilnehmern zum Informationsaustausch. Die wenigen Berichte beschreiben die Strecke als krass, genial oder einfach nur als schön. Dieses Jahr ist die dritte Austragung, in den vergangenen Jahren gab es insgesamt keine 30 Finisher. Der Lauf ist halt ein Geheimtipp.

Die Eckdaten 50km, 4.000 Höhenmeter, 15 Stunden Zeitlimit hören sich für jemanden, der nur finishen will, gut machbar an, aber es sind wohl in Wirklichkeit eher 55 km bei 4.800 Höhenmeter und der Lauf ist weder für Wanderer noch für Einsteiger geeignet und erforderdert drüberhinaus einen geübten Umgang mit seinem GPS-Gerät.

Erst vor zwei Wochen war ich in Ruhpolding, um in den Chiemgauer Alpen100 Meilen zu laufen, was erstens nicht ganz gelang und zweitens meine Schuhe schredderte und drittens meine Fußsohlen ruinierte. Neue Schuhe waren schnell gekauft, aber weil die Runderneuerung meiner Hornhaut noch nicht abgeschlossen war, konnte ich sie nicht einlaufen. In den zwei Wochen bin ich nur zweimal kurz gelaufen, was eher einer Katastrophe glich, denn Muskulatur und Füße waren noch nicht wieder bereit. Wenigstens die Motivation war super, zumal der Wetterbericht einen schönen Sommertag versprach.

Ber01

Der Start der frühen Gruppe erfolgte um 6 Uhr. „Viele Starter wird es in der Gruppe nicht geben, denn die anderen sind alles erfahrene Bergläufer“, sagte Thorsten Klenke, mit dem ich nach Geitau reiste, am Abend zuvor. Zum wiederholten Male habe ich das Gefühl, im falschen Film zu sein. Wenn das hier eine Veranstaltung für Elite-Bergläufer ist, bin ich fehl am Platze, Zeitlimit hin oder her. Mein Bergtraining pflege ich normalerweise an meinem Wohnort zu machen, wo ich die Rampe zum höchsten Berg der Wahner Heide, den Telegraphenberg hoch- und runterrenne. Immerhin 750m lang mit 5% Steigung. Nur dieses Jahr hat das aus vielen Gründen nicht geklappt.

Ber02

Aus dem Ort geht es direkt zum ersten Gipfel, der Aiplspitz. Etwa 1000 Höhenmeter auf den ersten 5 km. Prima, da kamen wir direkt auf Betriebstemperatur.

Anfangs war der Weg noch ein gut präparierter Wirtschaftsweg, dann folgte ein Wiesenweg, dann wurde es wild.

Ber03

Das ist kein Landschaftsbild, sondern hier führte tatsächlich der Weg entlang! So manches Mal schaute ich ungläubig auf das GPS-Gerät, konnte kaum glauben, richtig zu sein. Doch wir waren immer auf Wanderwegen unterwegs, wie regelmäßig Markierungen auf Steinen und an Bäumen bestätigten. Freilich waren viele Wanderer hier nicht unterwegs und so schienen einige Stellen ein wenig zugewuchert.

Ber04

Doch es kam noch besser, denn die letzten 50 Höhenmeter wurde geklettert. Heieiei, teils ging es knapp am Abgrund vorbei, an einer Stelle bot ein Seil einen trügerischen Halt. Mir fiel bei der Gelegenheit einmal wieder auf, dass ich gar nicht schwindelfrei bin. Main Adrenalinsiegel hatte wie mein Puls zu früher Stunde einen maximalen Wert erreicht.

Ber05

Nach 1:35 Stunden hatte ich den ersten Gipfel erreicht. Schweiß abputzen, Foto machen und weiter ging es. Zum Glück war der Abstieg weniger steil.

Ber06

Es ging zwischen Wurzeln und Steine am Grad entlang. Positiv formuliert konnte man sich herrlicher Talblicke rechts und links erfreuen.

Doch irgendwann war das Schlimmste überstanden und es ging wellig weiter.

Ber07

Das war hier die Matschpassage, die zweifellos zu einem richtigen Trail dazugehört. Mindestens einmal muss man mit seinen Schuhen so tief im Matsch versunken sein, dass das dreckige Wasser von oben in die Schuhe läuft. Danach waren die nagelneuen Schuhe richtig dreckig, also quasi getauft.

Eine Eigenart des Kurses war, dass man von bestimmten Verzweigungspunkten zu einem Gipfel lief, den gleichen Weg zurücknahm und dann die Runde fortsetze. An dem ersten dieser Punkte standen für mich unerwartet Felix und Nawid mit einem improvisierten VP. Sie hatten Speisen und Getränke hier hochgeschleppt, um die Läufer zu versorgen!

Ber08

Das nächste Selfie-Gipfelbild vom Miesing. Meist habe ich mich an den Gipfeln nicht lange aufgehalten, sondern nur einmal den Panoramablick genossen, unendlich gestaunt, ein paar Selfies gemacht und dann ging es wieder weiter. Runter, hoch zum Rotwandgipfel, dann runter und hoch zur Auerspitz. Um kurz nach 10 Uhr hatte ich die erste Gipfelkette hinter mir und ein langer Downhill stand an. Mir ging es erstaunlich gut. Nichts, aber auch rein gar nichts tat weh, drückte oder störte. Ich konnte das Wetter und die Strecke einfach nur genießen und war frohen Mutes. Ich hatte mir einen Plan für eine Zeit für 14 Stunden gemacht und lag ganz gut im Zeitrahmen.

Ber09

Natürlich ging es nicht nur bergab, sondern es gab auch wunderbare Passagen, die annähernd flach und wirklich gut zu laufen waren. Ich liebe solche Wege. Das Problem solcher Wege ist für mich, dass ich mir gerne die Landschaft anschaue und beginne zu träumen und sollte sich auf dem Weg ein Stein befinden, der etwas höher und fest ist, so werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit darüber stolpern. Meist retten mich dann meine Stöcke, die ich während des Rennens an keiner Stelle aus der Hand gebe und eine gewisse Erfahrung im Bewältigen derartige Situationen.

Ber10

Etwa nach 25 km am Ende eines Flachstückes befandt sich die Niederholfalm, wo die Betreiberin zur Brotzeit einludt. Eigentlich hatte ich hier keine Pause eingeplant, aber ich wollte ja nicht unhöflich sein. Also mitten in die Sonne gesetzt, um nicht abzukühlen, das Bier getrunken, die Deko gegessen und das Käse- und Schinkenbrot eingesteckt und wieder los. Ich habe ja eh schon eine Hand zu wenig, da ich ja die Stöcke nie weglege und nur wiederwillig mein GPS-Gerät im Rucksack wegstecke. Nun hatte ich noch 2 Brote in den Händen und wollte außerdem noch ein Foto machen. So entstand das schwierigste Foto des Tages. Nun ging es den Seebergkopf hoch, einer der verbleibenden 3 Gipfel.

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Also so richtig gut kam ich nicht mehr die 500 Höhenmeter hoch, die Ermüdung machte sich spürbar bemerkbar, aber was soll’s, eigentlich ging es mir noch ganz gut.

Ber12

Dnach ging es etwa 800 Höhenmeter bergab nach Bayerischzell. Von unterwegs konnte man oft den sich nähernden Ort sehen. Der Weg führte durch den Ort, links am Schwimmbad vorbei erst durch den Wald, dann über Felsen hoch auf den Gipfel, den man auf der anderen Talseite bereits erkennen kann.

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Der Weg zog sich enorm, aber klar 1000 Höhenmeter ziehen sich, selbst, wenn die Distanz nicht weit ist.

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Die Landschaft hier oben war allerdings gigantisch und nicht zu übersehen war die winterliche Nutzung als Skigebiet.

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„Oben“ angekommen erwartete mich ein trouristisch voll erschlossenes Areal, auf welches man auch leicht mit Goldel und Bahn kommen kann und welche Variante die meisten der anwesenden Touristen wählen, denn die Menge an Leuten hier oben ist erschlagend!

Doch die Wegführung hier oben ist etwas speziell. Sie führt über den Panoramaweg um den Gipfel herum und auf der anderen Seite ging es wieder bergab.

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„Herum“ hatte ich mir gemerkt, aber das ist wieder so Beispiel von "schlecht das Profil angeschaut", denn es ging über Serpentinen und Stufen bis oben zur Aussichtsplattform.

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Nach dem Rundgang verlässt der Track plötzlich Wege der Kategorie „nett und laufbar“ und es ging ein Geröllfeld in kleinen Serpentinen steil bergab.

Ber18

Im Tal angekommen muss man einen Back überqueren. Der Originaltrack führt über die oben zu erkennende Furche mitten durch das Wasser. In Belgien gehört eine Flußdurchquerung zweifellos zu den zwingenden Elementen eines richtigen Traillaufes. Hier hat Nawid, der Streckenchef, allerdings die einfache Variante über die naheliegende Brücke mit Pfeilen markiert. An dieser Stelle verabschiedete sich mein Handy wegen Akku-leer. Aber ich hatte ja extra mein Akkupack und Kabel dabei und lud das Gerät im Aufstieg auf.

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Kurz vor dem Gipfel erwartete uns Felix mit einem VP. Unglaublich! Er hat von Bayerischzell einen Rucksack mit Verpflegung und eine Tasche mit 20 Kilo Getränken hochgeschleppt! Ich erleichtere ihn etwas und bin über die kurze Pause nicht undankbar.

Ber20

Der Weg hoch zum letzten Gipfel, dem Breitenstein, verlangte einem noch einmal alles ab und das Wissen, dass man hier gleich wieder runter musste, erfüllte einen auch nicht mit Freude, wohl aber das Gefühl, gleich das letzte Gipfelfoto machen zu können.

Ber21

Voila! Jetzt nur noch 7 km runter in den Ort, den man von hier oben schon gut sehen kann. Ich habe noch 1,5h bis zu meinem 14 Stunden Zeitziel, 2 Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit und 2,5 bis zum Zeitlimit – also los.

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Mir fällt plötzlich auf, dass ich noch gar keine Kühe, Bäume und Blumen fotografiert habe, die mich den ganzen Tag so wunderbar begleitet hatten und nutze die letzte Gelegenheit dafür.

Eine Gemeinheit der Streckenführung war der Abstieg in den Ort Fischbachau. Da wurde man kurz vor dem Ziel noch eine Forststraße hochgeschickt, um direkt anschließend einen fürchterlichen Parallelweg durch den Wald wieder runterzulaufen: steil, rutschig, zugewachsen. Aber dieser Abschnitt war zum Glück nicht lang und vom Ort waren es dann noch wenige Kilometer bis zum Ziel in Geitau, die ich sogar noch erstaunlich schnell durchlaufen konnte.

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500m vor dem Ziel wurde ich bereits mit Glückshormonen geflutet, im Bewusstsein diesen schweren Trail in unter 14 Stunden bewältigt zu haben.

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Im Ziel angekommen bekam man eine große, schöne Medaille überreicht. Es gab noch Essen und Trinken und Gelegenheiten, die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Es war ein wunderbarer Tag und die Teilnehmer kommen alle gerne wieder. Die Streckenführung war sehr abwechslungsreich und führte die Teilnehmer durch eine bezaubernde Landschaft. Die Organisation war herzlich und für eine Veranstaltung dieser Größenordnung perfekt.

Vielen Dank an Thorsten für den Tipp und Nawid, dass er mir einen Start ermöglicht hatte und Nawid, Felix und die anderen Helfer für die super Organisation der Veranstaltung.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Thorsten Klenke (Medaille), 18.08.2019

 

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