Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Und das sollte sich lohnen, denn die Mannschaft der Männer der LG DUV 1 mit den Läufern Rudolph, Basten, Kohler errang dort mit nur etwa 4 Minuten Abstand einen sehr guten 2. Platz hinter dem FC Kaiserslautern Team und noch vor der LC Olympia Wiesbaden. Die 2. Mannschaft der LG DUV der Männer wurde übrigens in der Besetzung Ebbert, Zietlow und Mueller 8. Die Damen hatten leider keine Mannschaft zusammen bekommen. Hier die Einzelergebnisse: Männer: 1. Rene Strosny 3:23:02 2. Marian Jan Olejnik 3:24:38 3. Frank Stephan 3:27:01 17. Martin Rudolph 4:01:50 21. Soltau Basten 4:06:27 29. Steffen Kohler 4:15:51

Sorpesee Logo4Das für April geplante Seminar zum Thema "Grundlagen Ultralaufen & Trailrunning" haben wir letzte Woche abgesagt.
Mit der Absage unterstützen wir die Bemühungen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Den Teilnehmern werden wir die gezahlten Beträge komplett zurückerstatten.
Da uns das Bildungszentrum sehr gut gefallen hat und wir schon interessante Laufstrecken ausgesucht hatten, planen wir an gleicher Stelle 2021 das Seminar nachzuholen. Der Termin wird vermutlich in der Woche vor oder nach Ostern sein.
Vielen Dank für euer Verständnis
Michael Irrgang für das Präsidium, 17.03.2020
Trans Gran Canaria 2020 mit 128 km, 7.500 hm
Wie das bei einem so frühen Rennen im Jahr gern mal ist, bin ich als Vater zweier Kleinkinder und Vollzeitberufstätiger an der Startlinie des TGC nicht so gut vorbereitet gewesen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Entsprechend nervös war ich in den letzten Stunden vor dem Rennen, auch weil ich einfach lange nicht so viel Erfahrung habe wie viele hier bei der LG Ultralauf. Essen, nicht Essen, Füße eincremen, nicht eincremen, Dropbag voll oder Mut zur Lücke??? 
B1bMit dem Startschuss am Strand und einem grandiosen Feuerwerk war um 23 Uhr sämtliche Aufregung mit einem Mal verflogen. Die ersten Kilometer liefen gut, nachts laufe ich an sich sehr gern.  800 Stirnlampen schlängelten sich die ersten Serpentinen rauf, immer wieder ein tolles Schauspiel. Bereits auf den ersten Kilometern ging es über sehr steinigen Bodenbelag und Geröllfelder - Streckenbeschaffenheiten, die mir hinten raus immer mehr Probleme machen sollten.
Bis zur Dämmerung konnte ich recht locker die ersten 40 Kilometer abspulen und das Feld von hinten aufrollen. Zum Ende der Nacht bin ich ungünstig gestrauchelt und am Rand in einen Kaktus getreten, der prompt Schuh und Fuß durchbohrt hat.  Ein Stück des Stachels konnte ich entfernen, der Rest musste eben drin bleiben. Im Nachgang betrachtet, wäre es sicherlich klüger gewesen, mir noch im Rennen am VP eine Pinzette zu besorgen.
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Mit Sonnenaufgang wurde es schnell wärmer auf der Insel. Statt der 3 Grad, die ich am Vortag noch am Düsseldorfer Flughafen hatte, wurden es zum Mittag 24 Grad. Ich bin absolut kein Schönwetterläufer und musste mit jeder Stunde in der Sonne mehr beißen. Zur Rennhälfte entwickelten sich die ersten größeren Blasen an den Füßen. Mit 2Skin habe ich versucht, Schlimmeres zu vermeiden, jedoch war durch Blasen und Kaktus nun jeder Schritt schmerzvoll. Aus meiner Sicht etwas zu früh, insbesondere da die zweite Rennhälfte es in sich hatte. Beruhigend war lediglich der Blick auf die Uhr. Zur Halbzeit lag ich 4 Stunden vor Cutoff - theoretisch dürfte also nichts mehr anbrennen.
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Ab Kilometer 75 ging es dann über knapp 10 Kilometer zum höchsten Punkt des Rennens und ich war stehend K.O. – Mir wurde klar, dass mir nun ein ziemlich langer und heißer Spaziergang bevorsteht und ich habe versucht, mein Mindset entsprechend einzustellen. Oben sollte immerhin mein Dropbag auf mich warten. 
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Je näher ich dem Gipfel kam, desto besser konnte ich mich wieder fangen und positiver auf das Rennen sehen. Zum ersten Mal in einem Wettkampf habe ich mich nach 30 Stunden Wachheit zu einem 15 Minuten Powernap entscheiden. Diese Pause hat mich zumindest im Kopf wirklich gut erfrischt und mir Motivation für die nächsten Kilometer beschert.
Dennoch wurden die Kilometer auf dem harten Felsboden immer schwerer. Die verhärtete Muskulatur hat es mir sehr schwer gemacht, noch dynamisch über die Felslandschaften zu hüpfen. Im Gegenteil, immer wieder musste ich lange Passagen marschieren und mich damit anfreunden, dass ich für einen Kilometer jetzt 10 Minuten oder mehr brauchte. Für den Kopf nicht ganz einfach, vor allem, wenn man den Fehler macht und die verbleibenden Kilometer hochrechnet.
Als es in die zweite Nacht ging, war ich am absoluten Tiefpunkt angelangt. Wunde Stellen, Krämpfe, Blasen und wie so oft die Frage nach dem Warum. Der Gedanke ans Aufgeben spitze sich zu, als beim vorletzten VP, 18 Km vor dem Schluss ein anderer deutscher Läufer „den Bus bestellte“. Einzig die Tatsache, dass ich noch 7 Stunden Zeit für die letzten 18 Kilometer hatte, konnte mich dazu bewegen, wieder auf die Strecke zu gehen. Ich versuchte immer wieder mir klar zu machen, dass es nicht um die Frage geht „ob ich die letzten km noch mache“, sondern nur um das „wie“. Ich habe mich quasi permanent gefragt „sei ehrlich, kannst du hier noch mal antraben?“.
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Zum Ende der Strecke wurde die Steigung deutlich geringer und die Strecke wieder laufbarer - wenn man das denn noch laufen kann. Phasenweise konnte ich immerhin eine 6er Pace realisieren, was den großen Vorteil hatte, dass ich dem Ziel wieder deutlich schneller näherkam. Für den Kopf wirklich Gold wert.
Nach etwas über 27 Stunden kam tatsächlich das andere Ende der Insel und somit der Strand in Sicht. Der Zieleinlauf nach 27:29 Std. war schlichtweg grandios und eine riesige Erleichterung. Die Tatsache, dass nur knapp 430 der 800 Starter innerhalb der 30 Stunden als Finisher gewertet wurden, zeigt für mich die Härte des Rennens. Am liebsten hätte ich mich sofort im Zielbereich mit Medaille um den Hals zum Schlafen gelegt.
Als persönliches Resümee kann ich fast eine Woche nach dem Lauf sicherlich festhalten, dass ich den harten, felsigen Boden und das Laufen auf losem Geröll unterschätzt und nicht ausreichend trainiert habe. Ich hatte mich auf viel mehr „grüne Landschaft“ eingestellt. Aber Gran Canaria ist eben nicht Kreta, das musste ich lernen. Am Ende konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln und das ein oder andere lernen. Wie sagt man so schön, wer nicht hören will, muss fühlen 😉
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Ausführliche Impressionen zum Rennen in meinem Video zum Lauf: https://www.youtube.com/watch?v=iMjr2OGjb7Q&t=2787s
Text und Fotos: Karsten Meissner 13.03.2020 

A LizenzLetzte Woche erhielt ich vom DLV meine Urkunde zur Verleihung der A-Lizenz, worüber ich mich sehr gefreut habe. Die A-Lizenz ist die höchste Stufe der Trainerqualifikation und die Anforderungen, um überhaupt zu der Ausbildung zugelassen zu werden, sind enorm. So muss man beispielsweise eigene sportliche Erfolge nachweisen, mehrere Jahre mit einer B-Lizenz als Trainer gearbeitet und dabei Leute in die nationale Spitze geführt haben.

Die Ausbildung umfasste eine Eingangsprüfung, einen Ausbildungs- und einen Prüfungsblock, eine Hausarbeit und Hospitationen bei Bundestrainern. Im Rahmen der etwa einjährigen Ausbildung habe ich unglaublich viel gelernt und tolle Menschen kennengelernt – sowohl Sportler als auch Trainer.

Obwohl die ganze Aktion für mich recht aufwändig war, bin ich froh, diesen Schritt gegangen zu sein.

Bei vielen Gesprächen konnte ich feststellen, dass bei den meisten Trainern und Sportlern die Kenntnisse bezüglich der Ultralaufdisziplinen oftmals komplett fehlten, jedoch ein großes Interesse bestand. Diesbezüglich ist es von großer Bedeutung, dass der DLV seit 2019 die Ausrichtung weiterer Ultralaufdisziplinen neben dem 100km-Lauf in sein Meisterschaftsprogramm aufgenommen hat.

In die Ausbildungsinhalte sind die Ultralaufthemen noch nicht aufgenommen, aber ich da einmal vorsichtig optimistisch, auch wenn das sicher noch ein paar Jahre dauern wird.

Bereits im letzten Jahr wurden die Angebote zur Trainingsunterstützung der LG Ultralauf neu strukturiert und werden zukünftig vermutlich weiter ausgebaut werden. Aktuell können allerdings keine weiteren Personen in das Coaching-Programm aufgenommen werden, aber zu dem Laufseminar zu Ostern sind noch wenige Plätze frei.

Text: Michael Irrgang, 2.3.2020

Am 29.02.2020 fand in Marburg die Mitgliederversammlung der LG Ultralauf statt. Die Neuwahlen des Präsidiums waren verbunden mit größeren Neuerungen.

Als neuer Präsident der LG wurde Klaus Haake gewählt. Seit zwei Jahren ist Klaus Mitglied im Verein und hat seitdem bei kaum einer Meisterschaft gefehlt. Vielseitig und laufbegeistert nahm Klaus 2019 an allen fünf Meisterschaften teil. Er finishte den WiBoLT und Eigerultratrail. Bei einer Klausur des Präsidiums war Klaus bereits im Januar mit den Aufgaben vertraut gemacht worden.

Christian Mohr, der den Verein durch die letzten fünf Jahre erfolgreich als Präsident der LG Ultralauf geführt hat, nutzte seinen Bericht zur Rückschau. Mit den Sportfreunden Michael Irrgang und Jörg Stutzke übernahm er al 28.02.2015 die Geschicke des Vereins. Es gelang ihm immer wieder auch in schwierigen Zeiten zu vermitteln und die Interessen des Vereins zu vertreten. Die Kündigung des Kooperationsvertrages mit der DUV Ende 2015 und die damit verbundenen Veränderungen führten zu einer Umbenennung des Vereins. Durch die Arbeit des gesamten Präsidiums war es möglich, die Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen neu zu regeln. Das neue Logo des Vereins auf weißem Grund und die Arbeit als Förderstützpunkt der DUV sind auch sein Verdienst.

Die Mitgliederzahlen, Finanzdaten und sportlichen Erfolge unserer Mitglieder sind bemerkenswert. Durch die Leistungen aller im Verein gelang auch der Sieg in der Ultramarathon Bundesliga im letzten Jahr - ein guter Moment, um den Staffelstab der Vereinsführung zu übergeben. Christian wird in der LG Ultralauf als Vizepräsident im Präsidium weiterhin aktiv bleiben.

Die bisherige Vizepräsidentin Michaela Kirchner hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, dass sie für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Für ihre Arbeit und Engagement in den vergangenen vier Jahren wurde sie - trotz Abwesenheit - mit großem Applaus verdientermaßen gewürdigt.

Der Austritt des Rechtswartes aus dem Präsidium der LG Ultralauf war geplant und gut vorbereitet. Alexander hatte in den letzten Jahren maßgeblich die Verträge und Satzungen des Vereins geprüft und angepasst. Mit dem Austritt bleibt er der LG aber weiterhin erhalten – als Läufer und Betreuer und auch als Berater in juristischen Fragen.

Das Präsidium hatte bereits im Vorfeld abgewogen, einen zweiten Vizepräsidenten einzusetzen. Durch die zweitweisen hohen zeitlichen Anforderungen durch das Ehrenamt sollten die Aufgaben geteilt werden. Mit dem ehemaligen Gründungsmitglied des Vereins tritt Carsten Bölke nach der Wahl in das Präsidium ein.  

Evi Pielmeier und Michael Irrgang wurden in ihren Funktionen einstimmig wiedergewählt.  

MV 1

Bild: Michael Irrgang. Ein Teil des neuen Präsidiums: Sportwart Michael Irrgang, Präsident Klaus Haake, Kassenwart Evi Piehlmeier und Vizepräsident Christian Mohr. Vizepräsident Carsten Bölke war beruflich verhindert und konnte leider nicht persönlich an der Mitgliederversammlung teilnehmen.

MV 2

Bild: Michael Irrgang. Noch-Präsident Christian bedankte sich für die jahrelange, kompetente Präsidiumsarbeit bei Alexander, der dem Verein in beratender Funktion erhalten bleibt.

Insgesamt verlief die Mitgliederversammlung sehr harmonisch. Die anwesenden Mitglieder diskutierten neben Vereinsangelegenheiten auch aktuelle sportliche Entwicklungen. Die LG Ultralauf ist für die anstehenden Aufgaben in jeder Hinsicht gut aufgestellt.

Sportlich zeigten sich die anwesenden LG Ultra-Läufer sportlich topfit. Die meisten Teilnehmer der Mitgliederversammlung hatten am 50km-Lauf in Marburg teilgenommen. Drohte der Wetterbericht noch vor ein paar Tagen mit Regen und Sturm, zeigte sich tagsüber die Sonne. Bei guten Laufbedingungen auf der 10km langen Strecke durch das Lahntal präsentierten sich kurz vor den ersten Deutschen Meisterschaften einige Läufer in einer super Leistungsform. Insgesamt beendeten 15 Läuferinnen und Läufer der LG Ultralauf das Rennen erfolgreich.

MV 3

Bild: Manfred Hupka, Ein Teil der LG Ultralauf-Starter kurz vor dem Start beim Gruppenfoto.

Bilder: Michael Irrgang, Manfred Hupka, Text: Michael Irrgang 1.3.2020

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