Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

„Zwei Fliegen mit einer Klappe“ war mein Gedanke, als ich nicht nur als Weltmeister beim Vertical Marathon wurde, sondern mit 10:13:01 Stunden auch noch den aktuellen Weltrekord um 2:58min unterboten hatte.

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Ich konnte es kaum glauben! Aber jetzt mal von Anfang an.

Vor dem Wettkampf:

Um mich in den letzten Tagen vor der 4. Vertical Marathon Weltmeisterschaft optimal vorbereiten zu können, habe ich mir die ganze Woche Urlaub genommen und mich schon am Mittwoch, mit Zwischenstopp bei meinen Eltern, auf den Weg gemacht. Von hier aus ging es dann am Freitag die restlichen 300 km weiter nach Hannover, wo ich bei einem meiner zwei Betreuer und guten Kumpel Olli untergekommen bin. Hier traf ich mich auch mit Björn, der mich im letzten Jahr schon sehr gut betreut hatte. Somit hatte ich in diesem Jahr gleich zwei persönliche Betreuer an meiner Seite.

Wettkampftag:

Ob es die Anspannung oder die riesige Pizza am Vormittag gewesen war - ich habe bestimmt maximal 3 Stunden geschlafen, da ich einfach nicht einschlafen konnte, als am Samstagmorgen um 4 Uhr der Wecker geklingelt hat. Na, das kann ja heiter werden. Nach einem kurzen Frühstück und noch ein paar Klamotten und Verpflegung richten, ging es mit dem Auto um 5:30 Uhr zu dem Hochhaus des Annastift Berufsbildungswerk, wo auch schon die letzten 3 Weltmeisterschaften stattgefunden haben. Um 6:00 Uhr gab es die Wettkampfbesprechung für uns 22 Starter. Wir hatten danach bis zum Start um 8.00 Uhr noch genügend Zeit, um unsere persönliche Verpflegung auf den jeweils zugeteilten Etagen zu deponieren. Mein Verpflegungstisch stand in diesem Jahr in der 4. Etage; nicht ganz zufällig zusammen mit dem zweifachen und aktuellen Weltmeister Johannes Schmitz ;-) Im Erdgeschoss gab es einen allgemeinen Verpflegungstisch für alle Teilnehmer und Helfer, welchen ich aber während des Rennens nicht genutzt habe, da man hierfür die Treppe hätte kurz verlassen müssen. 15min vor dem Start gab es noch ein Gruppenfoto und dann ging es auch schon pünktlich um 8:00 Uhr los.

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Ich habe mich von Anfang an auf die dritte Position eingereiht, um zu testen, ob ich das extrem hohe Anfangstempo überhaupt mitgehen kann. Johannes hat hier wie erwartet, richtig Druck gemacht, so dass es nicht leicht war, an ihm dran zu bleiben. Treppen runter ist er mir meistens abgehauen, Treppe hoch, was meine Stärke ist, konnte ich ihn aber immer wieder einholen. So ging das „Katz und Maus“-Spiel die ersten 90min weiter und ich lag zu dieser Zeit bereits an zweiter Position. Jetzt habe ich ständig überlegt, ob ich es riskieren sollte, an ihm vorbei zu ziehen, da das Tempo schon ein wenig nachgelassen hat. Aber dafür war es mir dann doch noch zu früh. Nach etwas über zwei Stunden kam dann vom Johannes die Frage: „Willst du vorbei?“ Er hat wohl gemerkt, dass er mich nicht so richtig los wird. ;-) Ich habe noch kurz gezögert, bin dann aber an ihm vorbei und habe damit die Führung übernommen. Ab diesem Zeitpunkt war ich also nun der Gejagte. Jetzt war ich gespannt, wie die anderen Teilnehmer reagieren würden. Zu meiner Überraschung wurde mein Vorsprung ganz langsam größer, und keiner versuchte mein Tempo mitzugehen. War ich zu schnell? Würde bald der Einbruch kommen? Nach rund 4 Stunden merkte ich dann auch das hohe Anfangstempo und der „Treppenhammermann“ hat mit ordentlich einen über den Kopf gezogen. Ich musste das Tempo deutlich reduzieren und mich am Verpflegungstisch länger als sonst bedienen. Hier haben sich Olli und Björn immer hervorragend um mich gekümmert, und mir jeden Wunsch sofort erfüllt -> Nächste Runde einen Kaffee, ein Gel, Iso, Bier . An dieser Stelle nochmals vielen Dank an euch beide.

Nachdem ich mich ausreichend gestärkt habe, ging es auch schon weiter. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch einen Vorsprung von ca. 2,5 Runden. Jetzt bloß nicht langsamer werden, war mein Gedanke. Ich zog nach und nach das Tempo wieder an, und hatte nach der 100. Runde (194 gesamt), bereits einen Abstand zum zweiten, immer noch Johannes, von 4 Runden. In der 100. Runde ertönte im Treppenhaus ein persönliches Lied, welches man sich im Vorfeld, genauso wie für die letzte Runde, wünschen konnte. Das motiviert ungemein.

Die Runden wurden übrigens elektronisch über einen Chip am Fußgelenk und noch per Hand in der 13. Etage und Erdgeschoss gezählt. Jeder Teilnehmer hatte eine Liste, wo die Runden abgehakt wurden. An dieser Stelle auch vielen Dank an unser Vereinsmitglied Jens Allerheiligen, der kräftig mitgeholfen hat. Runde für Runde ging es weiter und mein Abstand wurde größer: - Nach 117 Runden, 7 Runden Vorsprung - Nach 147 Runden, 9 Runden Vorsprung Nach 150 Runden kam es dann zum Führungswechsel auf Position zwei und ich wurde von da an von Petru Muntenasu verfolgt, der immer schneller wurde. „Nur“ noch 44 Runden, dachte ich mir. Halte ihn bloß auf Abstand und lasse ihn nicht näher als 3 Runden an mich rankommen, war nun mein Plan.

Leider fing nun meine linke Wade an, nervös zu werden und es zog ein wenig in der Muskulatur. Jetzt bloß keinen Wadenkrampf bekommen! Nachdem ich die Dosis von meinen Salzkapseln erhöht hatte, beruhigte sich die Wade zum Glück wieder und ich konnte mein Tempo weiterhin sehr gut halten. Nach 160 Runden und 9 Runden Vorsprung (Eine Runde war in etwas 3:10min), wollte ich Tempo etwas rausnehmen und die restlichen 24 Runden „locker“ zu Ende laufen. Sollte mir nichts Unplanmäßiges passieren, müsste es zum Sieg reichen, und es kam so langsam Freude auf. Meinen Vorsprung ließ ich mir nun häufiger durchgeben, nicht das mir Petru doch noch zu nahe kommt.

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Aber mit locker weitermachen war dann doch nichts, da ich nun die Meldung bekommen habe, dass der Weltrekord wackelt und ich noch mal richtig Gas geben sollte. Puh, war ich jetzt doch schon ziemlich platt, habe ich meine letzten Kräfte mobilisiert und Runde für Runde nochmal das Tempo angezogen. So langsam machte nun mein Magen dicht, und ich konnte kaum noch Verpflegung aufnehmen. Aber es hat gereicht. Die letzten Runden wurde ich von den Helfern und den anderen Teilnehmern nochmal kräftig angefeuert, was mir einen ordentlichen Schub verpasst hatte. Dann, in der letzten Runde ertönte mein Finalsong, und ich rannte mit 12 Runden Vorsprung mit neuer Rekordzeit in Ziel!

Sofort stürzten sich die beiden anwesenden Fernsehteams auf mich, und wollten ein Interview. Aber ich musste erst mal in Ruhe was trinken und mir das ausgeschwitzte Salz aus dem Gesicht wischen.

WAS FÜR EIN TAG 

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Ich möchte mich an alle Helfer und das Orga Team für die unermüdliche Arbeit und Führsorge bedanken. Besonderen Dank geht an Horst Liebetruth als Organisator und an meine beiden Freunde Björn und Olli. Ihr seid spitze!!

P.S.: Natürlich möchte ich im nächsten Jahr meinen Titel verteidigen. Ich denke….da geht noch was ;-)

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Auch Vereinskollege Sascha Mörth nahm erfolgreich an dieser Weltmeisterschaft teil. Sein Bericht dazu (nur ein Auschnitt, komplett auf Facebook):

Der 4. Vertical Marathon ist Geschichte, und noch immer bin ich überwältigt von den Emotionen. Für mich war es der zweite Anlauf, die 83.808 Stufen und 14.666 Höhenmeter bei der Treppenhausweltmeisterschaft in Hannover zu bezwingen. Voriges Jahr ging ich halb krank an den Start; diesmal stand ich gesund am Start.

...

Mein Ziel war es, sicher zu finishen. Die Entscheidung für Oberschenkel- und Wadenkompression stellte sich als goldrichtig heraus. Ich kam so viel schneller die Treppe herunter im „2-Stufen-Modus“, was mir über eine längere Zeitdauer bisher nicht gelungen war. Nach 14:13:46 h war ich überglücklich im Ziel. Die Atmosphäre des Rennens war einmalig, die Laufenden durften sich über permanente Anfeuerung und die Erfüllung (fast) jeden Wunsches freuen. Jede/r wurde im Ziel frenetisch bejubelt.

Meinen Vorbericht könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Kurzinfo zum Erfolg: Link

Text: André Weinand, Sascha Mörth, Bilder: Björn Herold und Christian Hottas, 25.02.2018

2018 ist bereits die vierte Saison der "Ultramarathon Bundesliga", der offiziellen Vereinsmeisterschaft im Bereich Ultramarathonlaufen. Zur Ergebnisfeststellung werden verschiedene Leistungen bei den 5 Meisterschaften in Rohpunkte bewertet und addiert, daraus eine Reihenfolge ermittelt und dann nach einem festen Raster für die erfolgreichen Vereine Wertungspunkte vergeben. Das Berechnungssystem wurde auch in diesem Jahr wieder leicht modifiziert und ist hier im Detail nachzulesen.

BL Ehrung 2017

Im Rahmen der DUV-Mitgliederversammlung in Rodgau fand die Ehrung der ersten 6 Mannschaften der Saison 2017 statt. Patricia Rolle von der LG Nord Berlin Ultrateam konnte bereits zum dritten Mal für ihren Verein den Pokal in Empfang nehmen. Christian Mohr nahm für die LG Ultralauf den Preis für den Vizemeister in Empfang, LG Allgäu/Kempten, LG Mauerweg Berlin, Ultra Sport Club Marburg und SV Schwindegg folgen auf den nächsten Plätzen und konnten einen Geldpreis für die Vereinskasse in Empfang nehmen. Die gesamte Abschlusstabelle findet man hier auf der DUV-Statistikseite.

BL Gotha Team

Was braucht ein Verein, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein? Idealerweise ein großes, gutes Team, welches bei allen Meisterschaften vertreten ist. Im letzten Jahr konnten wir bei der 24h-Meisterschaft in Gotha als Tagessieger einmal den Titel "Mannschaft des Tages" gewinnen. Das Regelwerk bewertet den Erfolg der Männermannschaften besonders hoch. Wer hier gewinnt, hat meist eine Top-Platzierung sicher. Für Frauenmannschaften gibt es die gleichen Regeln, jedoch werden meist weniger Punkte vergeben, da nicht so viele Frauenmannschaft in die Wertung kommen. Diese Abstufung wurde im letzten Jahr eingeführt und hat sich bewährt. Einzelleistungen werden aber auch bewertet und so bekommt beispielsweise der Sieger und die Siegerin für ihren Sieg in der Gesamtwertung und Altersklasse insgesamt 9 Punkte, was in Gotha zu einem geteilten Platz 5 der Tageswertung reichte. Für 9 Punkte muss sich ein Verein, der nicht über Spitzenläufer verfügt, schon richtig strecken. So bekommt ein Verein beispielsweise für eine Mannschaft ab Platz 7 nur 1 Punkt - wenn überhaupt. Um nun den Vereinen im Vergleich zu den Einzelläufern einen Vorteil zu geben, wird in diesem Jahr als wichtigste Regeländerung ein "Teambonus" von 3 Punkten gewährt, wenn ein Verein mit mindestens 3 Läuferinnen oder Läufern in der Ergebnisliste vertreten ist. Das wird insbesondere im Bereich zwischen den Plätzen 5 und 10 zu Verschiebungen führen.

Wer ist nun Favorit in Rheine und wer für die Bundesliga? Möglicherweise werden nicht alle gemeldeten starten und es können ja auch noch Meldungen bis Sonntagabend erfolgen, dennoch kann man aus Vereinssicht schon vorsichtig das Startfeld auswerten und eine Prognose wagen.

Wir sind mit einem einmalig großen Team vertreten. Nun, das überrascht nicht, denn wir sind Ausrichter und haben am Vorabend unsere diesjährige Mitgliederversammlung. Wir haben viele und sehr gute Mannschaften und werden wohl auch in den Altersklassen ein paar Punkte einsammeln. Das sollte eigentlich für den Tagessieg reichen. Unseren Meister finden wir regelmäßig in Berlin. Auch dieses Jahr hat LG Nord Berlin wieder eine top Männermannschaft aufgestellt und gilt hier als Favorit - sollten alle Läufer gesund am Start stehen, aber neben den 6 Männern nur eine Frau - die oben erwähnte Patrica Rolle - das könnte für Platz 2 reichen, aber sicher nicht für mehr. Zwei Mannschaften hat auch Team Icehouse und VFL Engelskirchen, darunter jeweils eine 50+-Mannschaft. Team Icehouse traue ich Platz 3 in der Gesamtwertung zu. Die Mauerwegläufer, sind mit 6 Startern drittstärkstes Team und bei der Männermannschaft Titelverteidiger, doch bin ich mehr als skeptisch, ob sie ihren Erfolg wiederholen können. Insgesamt gibt es aktuell 14 Vereine, die einen Teambonus erhalten können, allerdings haben davon 11 Vereine nur 3 oder 4 Starter. Für die wird es schwer, sich trotz des Teambous vor den besten Einzelstartern zu platzieren. Die übrigen 85 Starter kommen aus 77 Vereinen! Ich vermute, dass bis Platz 3 noch alles offen ist und schon einzelne zusätzliche Starter, zu großen Platzierungssprüngen führen können.

Übrigens hat die DUV für die besten 10 Vereine wieder Geldpreise von 75 bis 300 Euro ausgeschrieben. Da lohnt sich doch durchaus ein Auftritt in Teamstärke! Größte Chancen auf den Titel haben Titelverteidiger LG Nord Berlin und wir als im letzten Jahr knapp gechlagener Zweiter. Aber auch LG Mauerweg Berlin ist nach aktuellen Anmeldezahlen auch bei anderen Meisterschaftsterminen mit im Rennen. 

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang (1), Christian Mohr (1)

LGUDL Logo400Dieses Jahr feiert die LG Ultralauf 10jähriges Vereinsjubiläum und kann auf eine sehr bewegte Zeit zurückblicken, in der es seit einigen Jahren rasant mit den Mitgliederzahlen und sportlichen Erfolgen nach oben geht. Mittlerweile kommen unsere Mitglieder aus ganz Deutschland, wohnen aber auch in Österreich, der Schweiz und Norwegen. 

Als eine Jubiläums-Aktion haben wir nun einen Deutschlandlauf geplant, bei dem es das Ziel ist, ein großes Netz zu bilden, welches die Wohnorte unserer Mitglieder verbindet und einige Etappen abzulaufen. Dabei steht diese Aktion unter dem Motto "wir besuchen uns". Hier ist Kommmunikation und Rücksichtnahme gefragt, wenn es darum geht, mit seinen Nachbarn eine Etappe zu vereinbaren und idealerweise auch zu laufen. Dass das nicht immer einfach ist, liegt in der geografischen Verteilung der Orte, aber die Ausschreibung lässt viele Varianten zu. So wird es von München nach Salzburg wahrscheinlich einnen Mehrtageslauf geben und andere Königsetappen werden wohl auch schon mal üer 100km-Länge überschreiten oder als Staffel oder sogar mit dem Rad zurückgelegt gelegt werden. Und wie wir von Leipzig nach Berlin kommen, ist auch noch völlig ungewiss.

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Wir haben unseren Mitgliedern eine Karte online zur Verfügung gestellt, in der sie jederzeit den Status der Orte und Etappen einsehen können. Mittlerweile haben deutlich über 50% der Mitglieder ihre Teilnahme zugesagt und wir daher die selbst gesetzte Mindestgrenze überschritten. Phase 2 kann beginnen!

Wurden in der ersten Phase die blauen Labels bei einer Zusage orange und bei einer Absage gelöscht, so gilt es jetzt, Ideen für Etappen auszutauschen. Verbundene Standorte werden dann grün und die Linien blau. Sollten dann im nächsten Planungsschritt die Etappen von der Strecke geplant und der Lauf terminiert sein, so werden die Linien rot. Das ist eine unvorstellbare Arbeit und kann nur dadurch gemeistert werden, dass die Mitglieder die Etappenplanung selbst übernehmen. In Ballungsregionen gibt es jeweils einen Koordinator, der dafür sorgt, dass niemand vergessen wird und es eine gute Mischung aus kleinen und großen Etappen gibt. Der Bonner Bereich ist schon erschlossen, Köln angebunden, Richtung Süden wartet bereits eine größere Gruppe aus Koblenz darauf, einmal besucht zu werden. Im Süden von Bonn gibt es aber noch ein blaues (offenes) Label, daher ist der Start noch nicht klar.

In Rheine treffen sich Mitte März zu unserer Mitgliederversammlung und der von uns ausgerichteten 100km-Meisterschaft etwa 60 Vereinsmitglieder. Da werden direkt vor Ort Pläne geschmiedet und viele Labels neu gefärbt und verbunden. Den März und April wollen wir uns noch für die Planung offenhalten gelaufen wird dann im Sommer.

Viele von uns sind in ihren lokalen Vereinen und Freundeskreisen aktiv. Daher haben wir uns überlegt, dass an den Etappen natürlich alle Vereinsmitglieder, aber auch die die Lauffreunde der Etappenpaten eingeladen sind. Nach heutigem Stand der Planung werden wir die Etappen aber nur intern kommunizieren. Denkbar wäre aber, dass wir bestimmte Mega-Etappen auch öffentlich ausschreiben.

Wir planen ja noch. Aber schon jetzt ist die Resonanz zu der Idee gewaltig und wir freuen uns schon sehr auf die Umsetzung!

Text: Michael Irrgang, Logo: Michael Irrgang, Karte: mit Google Maps erstellt, 21.02.2018

Rheine FB

Bitte beachten. Aufgrund der Deutschen Meisterschaft ist für alle Wettbewerbe der Termin für die die Online-Anmeldung der kommende Sonntag 24 Uhr. Angemeldete Läufer haben dann bis zum 28.02.2018 Zeit, den Teilnehmerbeitrag zu bezahlen. Angemeldete, aber nicht bezahlte Läufer werden von der Startliste wieder entfernt und müssen ggf. vor Ort eine Nachmeldung ausfüllen und den Nachmeldezuschlag zahlen. Dieser beträgt für den 6h-Wettbewerb 10 Euro und für die 100km 100 Euro.

Wer ummelden möchte, kann dies ebenfalls problemlos bis Sonntag machen. Wer von 6h auf 100km ummelden möchte, kann einfach die Differenz von 25 Euro bezahlen, wer von 100km auf 6h ummeldet, bekommt kein Geld zurück, erhält aber die Chance, einen Ultralauf zu finishen. Das ist bei einer nicht-optimalen Vorbereitung vielleicht die bessere Option, als zu Hause zu bleiben oder ein DNF zu riskieren. Ummeldung bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Aufgrund von interessierten Nachfragen haben wir die Ausschreibung in zwei Punkten ergänzt:

1. Neuer Staffelwettbewerb: Schlag die Meister! Bis zu 10 Läuferinnen und Läufer können in einer Staffel versuchen, die Siegerzeiten der Männer und Frauen zu unterbieten. Wetten, dass das verdammt schwer wird? Teilnehmerlimit 5 Staffeln, 200 Euro Startgeld, Meldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

2. AK-Mannschaftswertung. Der DLV führt für die Seniorenaltersklassen Bestleistungen. Um hier eine Berücksichtigung zu ermöglichen, haben wir diese Wertung im offenen Lauf ausgeschrieben.

Warum sollte man unbedingt an dieser Veranstaltung teilnehmen und 100km oder 6h laufen? Der Schauplatz ist sicher etwas besonderes. Es wird auf einer 5 km-Runde auf einem Flughafengelände gelaufen, wobei die gesamte Logistik in einem riesigen Hangar untergebracht ist. Die Strecke ist kurvenarm, flach, schnell und ermöglicht sowohl für schnelle als auch für langsame Läufrer und Läuferinnen gute Leistungen. Für viele ist es ein früher Jahreshöhepunkt, aber ein 100km- oder 6h-Lauf im März ist auch eine sehr gute Vorbereitung für spätere, längere Veranstaltungen, z.B. wenn man im Mai oder Juni 24h laufen möchte. Eine sehr preiswerte Unterkunft sowie Verpflegung in der Kaserne ist möglich.

Der 100km-Lauf gehört zur DUV-Cup-Serie und mit einem 100km-Finish könnt ihr fleißig Punkte sammeln. Falls ihr an der DM teilnehmt, könnt ihr auch mit eurer Mannschaft etwas gewinnen. Es gibt neben der Gesamtwertung für Männer- und Frauenmannschaften auch eine Sonderwertung für Mannschaften der Über-50jährigen. Zu einer Mannschaft gehören immer drei Personen und aktuell sind bei einigen, größeren Vereinen nur zwei gemeldet. Mit einem guten Mannschaftsergebnis legt man den Grundstein für ein gutes Abschneiden in der Ultramarathon Bundesliga. Dies ist ein Wettbewerb der Vereine, der von der DUV veranstaltet wird und bei dem es durchaus um nennenswerte Preisgelder geht. Um in Rheine bei dem ersten Lauftag der diesjährigen Saison gut abzuschneiden, braucht man neben guten Einzelläuferinnen und -läufern insbesondere gute Mannschaften.

Es wird auf jeden Fall ein interessantes Wochenende werden. Nächste Woche, nach Meldeschluss gibt es eine Vorschau, wenn die Startlisten mehr oder weniger feststehen. Das Feld bei den Frauen mit Titelverteidigerin Nele Alder-Baehrens und bei den Männern ist schon jetzt absolut erstkklassig, aber vielleicht kommen ja noch ein paar starke Läuferinnen und Läufer dazu.

Ich hoffe, wir sehen uns

Michael Irrgang, 19.02.2018

B1 Andre

André Weinand erfüllte sich am Samstag einen Traum, auf den er über Monate gut vorbereitet hatte: Er hat den Vertikal-Marathon gewonnen, der als "Treppenhausmarathon-WM" ausgeschrieben ist. Dazu musste er das 13stöckige Annasift in Hannover 194 mal rauf- und renterrennen und dabei insgesamt 7.333 Höhenmeter und 83808 Stufen überwinden. Unvorstellbare Zahlen. Er unterbot dabei den alten Streckenrekord um etwa 2,5 Minuten und setzte nun die neue Rekordmarke auf 10:13:01.

B1 Sascha

Ebenfalls am Start war Vereinskollege Sascha Mörth. Hier gönnte er sich eine kleine Pause nach 150 Runden. Der Veranstalter hat ein Teilnehmerlimit von 25 Startern gesetzt, davon starteten 22 am Samstag morgen und 16 erreichten letztendlich innerhalb des Zeitlimits von 15 Stunden das Ziel. Sascha wurde nach einer ebenfalls starken Leistung mit 14:13:46 der 15. Sieger.

Wir freuen uns schon auf den angekündigten Bericht von André in ein paar Tagen. Zunächst sei ihm Erholung gegönnt.

Bericht: Michael Irrgang, Fotos: André Weinand, Jens Allerheiligen, 18.02.2018

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