Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Termine

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25.-28.04.2019

Trainingslager, Zierenberg

8.6.2019
DM Ultratrail, Reichweiler

24./25.8.2019
DM 24h BUF, Bottrop

21.9.2019
100km, Kandel

(tw nicht offiziell)

 

Kilometerspiel:

Unser 1. Team in der 1. Liga

 

Unser 2. Team in der 3. Liga

 

Ende April 2019 findet in Zierenberg das nächste DUV-Trainingslager statt. Es richtet sich an fortgeschrittene, ambitionierte Ultraläufer, die in den Disziplinen 100km und 24h besser werden wollen. Aktuell füllen sich sowohl die Teilnehmerliste als auch die Agenda und es sieht so aus, als würde es eine sehr interessante Veranstaltung werden. Was die Teilnehmer erwartet, kann man etwa so zusammenfassen: Viel lernen, viel machen, viel Spaß haben.

dm100 spitze

Das Bild zeigt die Spitzengruppe um Michael Sommer bei der 100km DM in St. Leon-Rot 2015 in der Anfangsphase des Rennes mit Kurs B-Norm. Am Ende blieb lediglich der Sieger, Carsten Stegner (gelbes Trikot) unter der begehrten 7:15h-Marke. Michael Sommer (mit Startnummer 2) wurde damals Zweiter vor Moritz auf der Heide (blaues Trikot).

Wer in die nationale Spitze und an internationalen Meisterschaften teilnehmen will, muss in der Vorbereitung und im Wettkampf selbst viele Dinge beachten, um gleichermaßen seine sportlichen Ziele zu erreichen ohne sich die Gesundheit und die Freude am Laufen zu nehmen. Im Training sein sportliches Potential zu entwickeln ist die eine Seite der Medaille, es im Wettkampf auszuschöpfen die andere.

Die Teilnehmer lernen sehr viele Trainingsbausteine kennen und probieren die meisten auch alle aus. Sie erfahren nicht nur, warum Tempotraining wichtig ist, sondern auch welche Übungsformen es gibt und wie so eine Trainingseinheit idealerweise aufgebaut ist. Lauf-Abc und andere Koordinationsübungen zur Verbesserung der Lauftechnik stehen ebenso auf der Agenda, wie ein lauftypisches Athletiktraining. Bereits am Donnerstag gibt es die erste praktische Einheit im Bereich Koordination. Der Freitag beginnt mit einer Laufeinheit vor dem Frühstück in zwei Leistungsgruppen. Der Freitag ist der Techniktag, an dem in Theorie und Praxis Athletiktraining und das Tempotraining auf der Agenda stehen. Am Samstag gibt es den langen Lauf über 30 bis 50 Kilometer mit einem Mittagspicknick. Hier gibt es zahlreiche Varianten der Vereinfachung, damit niemand überfordert wird, zumal der Vortag vermutlich bei einigen ein paar Spuren hinterlassen hat. Am Sonntag gibt es eine längere Morgenrunde, in der gezeigt wird, wie man Crossfit-Elemente in eine Laufeinheit integrieren kann, was in einer Gruppe immer viel Spaß macht – zumindest mir als Trainer. In Summe werden das sehr abwechslungsreiche, sportliche Einheiten in einer sehr schönen Gegend mit viel Wald und Höhenmetern, aber sicher technisch nicht zu trail-anspruchsvoll.

In einem Vortrag über das F-AS-T-Konzept streifen wir das Thema Ernährung, denn die richtige Ernährung zum richtigen Zeitpunkt steigert die Trainingseffizienz und die Regeneration. Es gibt aber auch andere Themen, mit denen sich ein ambitionierter Vielläufer auseinandersetzen muss, die mehr im Bereich der Psychologie liegen. Was ist eine Überlastung, Übertraining oder gar Laufsucht? Woran erkennt man, dass die Grenze des Sinnvollen überschritten ist?

Erstmalig wollen wir ein Thema in eine Art Podiumsdiskussion behandeln. Drei Spezialisten stellen ein Thema vor, nämlich Fabian Benz Nahrungsergänzungsmittel, Martin Kurz Medikamentenmissbrauch und ich werde etwas zu Doping sagen. Anschließend wird diskutiert, was sinnvoll und was erlaubt ist und das einmal den persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen gegenüberstellen. Das wird sicher sehr spannend werden! 

Auch das Thema "Mentales Training" wird einen großen Stellenwert haben und an verschiedenen Stellen immer wieder angesprochen werden. So wird es Vortragsbausteine zu den Bereichen Selbstwahrnehmung geben, Umgang mit Krisen und Betreuung. Kirsten Althoff wird einen Vortrag über mentale Strategien halten und anhand eines konkreten Beispiels, nämlich ihren Erfolg beim Mauerweglauf in diesem Jahr, erläutern.

In diesem Jahr haben wir unglaublich viele Teilnehmer, die sich angeboten haben, über ihre abenteuerlichen Erlebnisse, individuellen Erfahrungen gepaart mit fundierten Kenntnissen zu berichten. Andreas Lesichker wird etwas über „Wildnis-Medizin“ erzählen, also nicht über die Erste-Hilfe-Pflichtausrüstung bei einem kleinen Traillauf, sondern eher von Veranstaltungen, bei denen man oft stunden- oder sogar tagelang autark unterwegs ist, wie JUNUT, Kobolt oder Spine Race Challenge.

Ebenfalls freue ich mich über die Teilnahme von Michael Sommer. Er prägte die 100km-Disziplin mit über 20 Podestplätzen bei Deutschen Meisterschaften und zahlreiche Teilnahmen an Weltmeisterschaften über 2 Jahrzehnte wie kein anderer. Als Teamchef der 100km-Nationalmannschaft wird er etwas über seine WM-Erlebnisse und zu seinem Training sagen. Es ist mittlerweile bei den DUV-Trainingslagern eine gute Tradition, dass immer ein „Ehrengast“ teilnimmt und ich freue mich sehr über seine Zusage. So wird dieses Mal der 100km-Lauf im Mittelpunkt stehen. Dazu werden beispielsweise auch Trainingspläne verschiedener Autoren gegenübergestellt.

Flyer Bild660

Das Haus Lebensbogen in Zierenberg ist mit seiner Infrastruktur, einer läufergerechten, vegetarische/vegane Küche und aufgrund der tollen Lage ein idealer Veranstaltungsort, der sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen ist.

Wer an dem gesamten Wochenende nicht teilnehmen kann, kann auch ausschließlich am Samstag teilnehmen. Das schließt den langen Lauf die Verpflegung und die Abendvorträge ein.

Ausschreibung: https://lg-ultralauf.de/trainingslager/tl-2019-zierenberg.html

Online-Aneldmung: https://lg-ultralauf.de/trainingslager/anmeldung-trainingslager-2019.html

25.11.2018 Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Logo von der Homepage Lebensbogen.

 

„Ahoj!!!!“

So begrüßt man sich in unserem Nachbarland Tschechien, wo dieses Mal icke Laufvogel zu Besuch und zum Ultralaufen war. Die Stadt heißt Pilsen, ist die größte Stadt Westböhmens und nennt sich selber "Die Bierstadt" und das völlig zu Recht, denn dort wurde eines unserer Sportler-Lieblingsgetränke erfunden: Det leckere Pils. Und Auto Skoda kennt doch auch jeder, oder? Wurde 1869 dort gegründet. 2015 war Pilsen die Kulturhauptstadt Europas. Auch das zu Recht, denn sie hat eine sehenswerte Altstadt mit unzähligen Restaurants und Cafés, die ich aus Zeitgründen und wegen begrenzter Aufnahme-kapazitäten meines Magens nur punktuell erkunden konnte. Leider!!!!!

Pilsen 1

Bekannte Persönlichkeiten haben in dieser Stadt auch ihre Spuren hinterlassen, wie etwa der Sänger Karel Gott (wurde in Pilsen geboren- "Die Biene Maja") oder der Komponist Bedrich Smetana (z. B. "Die Moldau"), der hier das Gymnasium besuchte. Bekannt sind auch die Marionettenpuppen Spejbl und Hurvinek, die in Pilsen vor einhundert Jahren erfunden wurden und von vielen Kindern (aber auch Erwachsenen) noch heute geliebt werden. Wer mehr wissen möchte, sollte sich unbedingt das Marionettenmuseum anschauen, wo Spielspaß für große und kleine Menschen garantiert ist.

Pilsen 0Den Kopf angefüllt mit Kultur und Sehenswürdigkeiten und den Magen mit böhmischen Leckereien machte ich mich auf den Weg zum Sportstadion, das etwa 2 km außerhalb der Altstadt liegt. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus einer großen zum Teil überdachten Tribühne und einem Leichtathletikplatz mit einer 400-Meter-Tartanbahn mit einem realtiv weichen Belag. Alles modern und in einem guten Zustand. Erst jetzt wurde mir jedoch so allmählich klar, dass ich hier vor ganz neue Herausforderungen gestellt werde. Das fängt schon damit an, dass jede Runde nur 400 m beträgt. Ich musste also erst mal mein Gehirn dazu überreden 100, 200 und noch mehr Runden zu laufen. Und das in einer Umgebung mit einem Unterhaltungswert wie es für Sportplätze dieser Art typisch ist, nämlich recht eintönig und dieser Eindruck steigert sich von Runde zu Runde. Mitzählen ist bei dieser großen Zahl von Runden auch schwierig und spätestens ab Runde 70 sagt der Kopf: Äääääääh, wo war ich denn gerade? Runde 68 oder 74? Oder doch 77?

Ich musste mir daher vorher eine Basis schaffen, um kein Zählkarussell in meinem Kopf zu haben. Vielleicht den Kopf auf "Reset" stellen – oder auf "Stillstand"? Na, Ihr wisst schon, was ich meine. So, dass man nicht andauernd die km zählt, die Zähltafel anschielen muss und die Zeit vernünftig nützt. 50 km wollte ich unbedingt laufen, am liebsten jedoch die 100 km, aber wie??? Dies hatte ich unter diesen Bedingungen noch nie geübt. Das Maximum war ein Marathon auf einer 250 m Bahn in der Halle, ansonsten laufe ich Runden ab 1 km Länge.

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Angst vor der Tschechischen Sprache? Nun ja, die Homepage des Veranstalters ist für Sprachunkundige etwas schwer verdaulich und man ist auf die Hilfsbereitschaft der Organisatoren vor Ort angewiesen und die war außerordentlich groß und freundlich. Schon in Kladno war ich begeistert über die Gastfreundschaft, die dort allen Teilnehmern zuteil wurde, und die in Pilsen stand dem in nichts nach. Und Sprachbarrieren müssen eben notfalls mit Händen und Füßen überwunden werden, was aber nur selten notwendig war, weil viele Tschechen Englisch und einige auch Deutsch verstehen und sprechen könen.

Pilsen hat sehr viele Sportplätze und da war es für mich sehr hilfreich, dass der organisatorische Leiter der Laufveranstaltung, Herr Sroubek, mir viele Tipps gegeben hat (Hotels, wo man das Auto parken kann usw.). Die Antwort auf meine Fragen in den Mails – unglaublich schnell, als ob er zaubern könnte. Die Organisation? Entspannt – so wie die Böhmen eben sind. Keine Verbissenheit, viel Humor und noch mehr Improvisationstalent. In den 24-Stunden-Lauf waren der 100 km Lauf und einige Kurzstrecken eingebettet. Freundlichkeit und eine unglaubliche innere Ruhe hat dieses Organisationsteam ausgezeichnet. Es muss wohl noch Geheimzutaten in der Böhmischen Küche geben, die ich bei einem zukünftigen weiteren Besuch wohl erkunden sollte.

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Näheres zum Veranstaltungsort und -ablauf: Im Fitnessraum konnte man übernachten, es gab einen Ort, um Dinge zu deponieren. Alles, was man brauchte, war da. Für meinen größten Feind konnte der Veranstalter nichts und gegen den kann auch keiner was tun: Das Wetter. Angefangen hatte der Lauf bei noch gut erträglichen 8 Grad. Die Temperatur sank jedoch gegen Abend auf 4 Grad. Es wehte ein wahrnehmbarer Wind mit kräftigen Böen zwischendurch und ab der zwölften Stunde fing es auch noch zu regnen an, der die ganze Nacht hindurch fiel und auch den ganzen Sonntag andauerte. Falls es am Körper irgendwo noch eine trockene Stelle gab, war diese mit Hilfe des Windes auch sehr bald nass. Diese Kombination von Kälte, Nässe und Wind, machte allen Läufern schwer zu schaffen, aber ich wollte nicht aufgeben, zumal Antje Krause, Michaela Dimitriadu und all die anderen lieben Kolleginnen und Kollegen draußen liefen – so als ob es Ihnen überhaupt nichts ausmachen würde. Auch mein Schuhwerk war nicht optimal, denn es war eher für Straßenläufe ausgelegt und nicht für eine weiche und durch den Regen rutschige Tartanbahn und das begann sich ab km 30 zu rächen. Ich hatte zu viel Dämpfung unter den Schuhen, aber extra Schuhe wollte ich mir für den Lauf nicht zulegen. Alle übersetzten fleißig für mich alle relevanten Informationen, die ich brauchte - ich gesellte mich dazu, erklärte inoffiziell die 2te Bahn für die Meinige (um die Schnellen nicht zu behindern) und trabte vor mich hin. Zwischendurch einen Tee, ein Süppchen und auch mal umziehen. Dass dies nicht meine Bestleistung sein würde, war mir bald klar, aber so lernt man auch Bescheidenheit, stilvolles Verlieren und sich von unerbittlichem Wetter nicht unterkriegen zu lassen. Auch das waren wichtige und positive Erfahrungen für mich. Im Übrigen übte ich mich in guter Laune, so wie das alle taten. Der Veranstalter – immer da!!! Michaela, die Grande Dame unter den Ultras in Tschechien, hatte eine unglaubliche Energie und lief und lief und lief. Antje Krause übernahm den Job, fleißig Kilometer zu sammeln und wurde schließlich Erste.

Ich hatte in meinem Gepäck diesmal etwas Lektüre mit, denn die Fahrt war lang und Dr. Michele Ufers Flow-Buch forderte mich geradezu auf, das neue Buch „Limit Skills“ zu lesen ohne zu wissen, dass ich bei diesem Lauf meine eigenen Skills erweitern würde. Die optische Aufmachung ist dem „Flow Jäger“ sehr ähnlich, dementsprechend gut lesbar, selbst vor und nach einem 24h Lauf (habe ich an mir selbst getestet), wenn der geistige Horizont eingeschränkter ist, weil der Fokus nur auf dem Laufen liegt. Als ich mich im Gebäude aufwärmte, las ich ein wenig um nicht ständig auf die Uhr zu sehen. Sehr schön – das Buch überforderte mich nicht mit Diagrammen und nicht in der Fachterminologie. Die Interviews bzw. Vitenumrisse von Florian Reuss oder Klemens Wittig (ihres Zeichens Marathonläufer) sind inspirierend und die Schriftgröße so, dass ich keine Brille brauche. Sehr gut lesbar und ein Spagat zwischen Interviews, allg. Erörterungen zum menschlichen Verhalten und Dr. Ufers Lieblingsthema „Flow“ kommt auch zum Tragen. Spätestens in Kapitel 6 hat man etwas davon gehört, wenn man vorher noch nichts davon wusste. Am Ende des Laufes hatte ich mehr als 108 km gesammelt und wenn ich das in Runden ansehe, so waren es immerhin 272 Stück – eine ganz anständige Anzahl an gelaufenen/gegangenen Runden. Es war ein bereichernder Lauf, wo ich viele Erfahrungen sammeln durfte und darum habe ich allen Grund zur Freude und Dankbarkeit.

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Freunde, das war mein letzter Ultralauf in 2018. Ich hoffe Euch allesamt 2019 irgendwo gesund und munter wieder zu sehen. Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund.

Text: Elisabeth Ploch, Bilder: Vlastimil Sroubek, 31.10.2018

Ein gemeinsames Merkmal unserer Vereinsmitglieder ist, dass sie gerne laufen und häufig an Wettbewerben teilnehmen. Meistens wird im submaximalen Bereich gelaufen, weil am nächsten Wochenende ja der nächste Wettkampf ansteht, teilweise aber auch um auszutesten, was die Beine am Ende der Saison noch so hergeben.

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Auf dem obligatorischen Startfoto eines Teiles der Gruppe sind Katja Dasbach, Bine Scherer, Michael Irrgang, Carsten Schwenke, Kathi Bey, Guido und Evi Piehlmeier.

Unsere Vereinsfarben waren oft nur dezent auf Mützen oder den Buffs zu finden und so war es mitunter nicht leicht, sich zu erkennen.

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Zufällig treffen wir Kirsten Althoff im Startbereich. Am Ende des Tages wurde sie mit einer sehr starken Leistung 5. Frau und schrammte nur um wenige Minuten am Podestplatz vorbei.

RS 3

Auf das Podest schaffte es Markus Meinke, der in einem starken Teilnehmerfeld am Ende den 2. Platz belegte. Lange Zeit schien sogar der Sieg möglich, bis Krämpfe gegen Ende den Traum platzen ließen. Er rettete letztendlich eine fantastische Zeit von 4:59 Stunden ins Ziel für die 63,3 km lange und mit etwa 1.300 Höhenmeter ausgestattete Strecke. Damit erreichte er Platz 2 gesamt und Platz 1 in seiner Altersklasse. Ebenfalls ihre Altersklassen gewannen Katja Dasbach und Christoph Janthur. Zweite Plätze in ihren Altersklassen erzielten Kirsten Althoff und Kathi Bey.

RS 4

Bei kalten Temperaturen um die 2 Grad, wenig Sonne und seltenen Wind waren die Bedingungen für die Läufer sehr gut. Auch weil es an zahlreichen Versorgungspunkten motivierte Helfer gab, die engagiert die Läufer mit warmen und kalten Getränken und Speisen versorgten.

RS 5

Die letzten 25 km bin ich mit Präsidiumskollegin Evi Piehlmeier gelaufen. Die letzten 10 Kilometer hat Jörn Seelig von der LG Mauerweg aus Berlin unsere Gruppe erweitert und so war etwa der letzte Halbmarathon ausgesprochen kurzweilig und entsprechend schnell vorüber.

Die Zeiten und Platzierung unserer Vereinsmitglieder:

 

Platz Name AK Pl Verein Netto
2 Meinke, Markus  M40 1 LG Ultralauf 4:59:41
24 Janthur, Christoph  M55 1 LG Ultralauf 5:48:04
36 Schwenke, Carsten  M45 10 LG Ultralauf 5:56:18
42 Häußler, Andreas  M50 5 LG Ultralauf 6:09:37
85 Allerheiligen, Jens  M50 17 LG Ultralauf 6:41:34
129 Piehlmeier, Guido  M60 6 LG Ultralauf 7:14:38
132 Kröling, Matthias  M20 8 LG Ultralauf 7:16:50
133 Henscheid, Stefan  M50 28 LG Ultralauf 7:17:47
153 Irrgang, Michael  M50 33 LG Ultralauf 7:29:52
154 Heinle, Matthias  M40 22 TuS Kaan-Marienborn 7:29:56
168 Weinand, André  M40 24 Towerrunning Germany 7:35:46
179 Dörner, Tom  M40 27   7:50:30
217 Rosenau, Dietmar  M55 28 LG Ultralauf 8:22:46
5 Althoff, Kirsten  W30 2 LSF Münster/LG Ultralauf 5:56:18
11 Dasbach, Katja  W40 1 LG Ultralauf / TEA 6:32:44
14 Bey, Katharina  W20 2 LG Ultralauf 6:37:51
18 Conrad, Kerstin  W45 4 LG Ultralauf 6:49:45
31 Piehlmeier, Eva  W45 9 LG Ultralauf 7:29:52
51 Scheerer, Bine  W45 15 LG Ultralauf 8:02:10

Insgesamt war es ein wunderschöner Sonntag in Remscheid-Lennep, der Heimatstadt des berühmten Wissenschaftlers, nach dem der Röntgenweg benannt wurde, auf dem wir überwiegend Remscheid umrundet haben.

Text Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Evi Pielmeier, 29.10.2018

DLV LogoDie Vereinbarung zwischen DUV und DLV darf durchaus als historischer Meilenstein bezeichnet werden. Im Kern geht es darum, dass der DLV ab dem kommenden Jahr neben dem 100km-Lauf drei weitere Disziplinen (50km, 24h und Ultratrail) in den jährlichen Zyklus von Deutschen Meisterschaften aufnimmt und sich stärker als je zuvor zu dem Ultralauf bekennt.

Meldung auf der DLV-Seite vom 17.10.2018: Link

Meldung auf der DUV-Seite vom 17.10.2018: Link

Die kürzlichen Erfolge bei der 100km-WM in Kroatien haben dabei keinen Ausschlag gegeben, denn die Verhandlungen dauern schon über Monate, wenn nicht Jahre an. Dennoch sind es natürlich die sportlichen Erfolge bei internationalen Meisterschaften, die in den letzten Jahren auf den Ultralauf-Sport aufmerksam machten. Lichtgestalten wie Nele Alder-Baerens, Florian Reus oder auch Florian Neuschwander haben ihren Anteil an der gesteigerten Aufmerksamkeit.

Die Vereinbarung ist ein großer Verdienst der DUV, insbesondere von Norbert Madry, der als Sportwart der DUV und Ultramarathonberater des DLV die wichtige Schnittstelle verkörpert und die treibende Kraft der Kooperation war. Die Vereinbarung ist aber auch konform mit dem in der Satzung verankerten Vereinsziel der DUV, den Ultralaufsport bekannter zu machen und zu fördern.

Gleichwohl muss beachtet werden, dass mit der Übergabe der Meisterschaften von der DUV an den DLV auf den ersten Blick auch ein wenig Bedeutung für die DUV verloren gegangen ist. Das täuscht allerdings, denn die Kompetenzen der DUV werden beim DLV hoch geschätzt und so sieht der Kooperationsvertrag eine Einbindung der DUV bei der Durchführung der Meisterschaften vor. Wie das genau organisiert wird und in welchen Punkten die Bibel der Wettkampfdurchführung, die Deutsche Leichtathletik Ordnung (DLO) um die ultralaufspezifischen Details angepasst wird, ist mir aktuell nicht bekannt. Allerdings gehe ich bei den Entscheidungsstrukturen des DLVs davon aus, dass das etwas länger dauern wird. Aber auch in den letzten Jahren wurden mit dem 100km-Lauf erfolgreich Ultralaufmeisterschaften durchgeführt und so steht einer Durchführung anderer Disziplinen nach gleichen Regeln eigentlich nichts im Wege, auch wenn einige ultralaufspezifische Anpassungen sinnvoll erscheinen.

Dennoch gibt es für die in 2019 anstehenden Meisterschaften einige Punkte, die zu beachten sind.

Für die Teilnehmer

Läufer, die an den vier DLV-DMs teilnehmen wollen, benötigen einen DLV-Startpass. Dazu ist natürlich eine Mitgliedschaft Verein erforderlich, der dem DLV angeschlossen ist. Wer vereinslos ist, findet unter den Teams der Ultramarathon Bundesliga aktive Vereine oder unter den DUV-Förderstützpunkten. Man kann aber auch für einen beliebigen Leichtathletikverein starten. Wer als Exot in einem beliebigen Verein ist und sich einem Ultralauf-Team anschließen will, sollte den November zum Vereinswechsel nutzen. Eine Vereinsmitgliedschaft bei einem Ultralaufverein hat für die Sportler viele Vorteile. Einer ist, dass der Verein sehr kurzfristig einen Startpass beantragen kann.

Für die Ausrichter

Nach meiner Einschätzung wird die Startpasspflicht einige Teilnehmer kosten, insbesondere im Trailbereich. Je nach Disziplin haben bisher je nach Meisterschaft ca 20 bis 50% der Teilnehmer keinen Verein, bzw. Startpass. Möglicherweise werden nun die großen Vereine Zuwachs bekommen, was für die Mannschaftswertungen und die Bundesliga durchaus Vorteile hat.

Man könnte darauf hoffen, dass durch die DLV-Integration und Bekanntgabe in den DLV-Kalendern und -Medien die Aufmerksamkeit steigt und sich mehr Teilnehmer aus klassischen Leichtathletik-Vereinen dem Ultralaufsport zuwenden – aber da bin ich eher skeptisch.

Meine Prognose: Die großen Vereine werden einen kleinen Mitgliederzuwachs bekommen und die Teilnehmerzahlen werden dennoch ein wenig zurückgehen.

Der DLV als Veranstalter bedeutet für den ausrichtenden Verein einige Nachteile im Vergleich zu früher als die DUV der Ansprechpartner war. Das beginnt mit dem Vergabeverfahren, welches nun etwas langwieriger ist. Bei der Durchführung war die Zusammenarbeit mit der DUV ein wahres Vergnügen, denn der Durchführungsvertrag ist für den Ausrichter eine Sammlung von Geschenken. Die DUV bringt die Medaillen und die Urkunden mit, stellt die Jury, macht das Briefing und die Siegerehrung – und das alles kostenlos. Die beteiligten Personen sind kompetent und engagiert. Besser geht es nicht. Die Zusammenarbeit mit dem DLV gestaltet sich da etwas schwieriger. Da gibt es Durchführungsverträge mit viel Kleingedrucktem. Die Punkte sind im Wesentlichen sinnvoll, um bei allen Deutschen Meisterschaften ein identisches Erscheinungsbild zu haben und den Exklusiv-Sponsoren bestimmte Rechte zu sichern. Einiges passt allerdings nicht und bei traditionellen Veranstaltungen gibt es oftmals konkurrierende Interessen. Da muss man entweder sehr zäh verhandeln oder einfach die Dinge so machen, wie der DLV das wünscht. Finanziell bedeutet die Ausrichtung einer DLV-Meisterschaft im Vergleich zur DUV-Meisterschaft Mehrkosten.

Meine sehr persönliche Einschätzung ist, dass es in diesem Jahr etwas holprig laufen wird. Für die DLV-Landesverbände und viele DLV-Kampfrichter ist die Mitwirkung bei einer Ultralauf-Meisterschaft Neuland; die Zusammenarbeit zwischen Verein, DLV-Landesverband, DLV-Bundesverband, DLV-Ultramarathonberater und der DUV sind möglicherweise noch nicht abschließend geklärt oder nicht allen Beteiligten bekannt. Auch die Ankündigung, dass Norbert Madry Anfang des Jahres als DLV-Ultramarathonberater zurücktritt und die Verantwortung an jemand anderen übergibt, wirkt auf mich etwas beunruhigend. Dennoch sind 99% aller Beteiligten an einer erfolgreichen Durchführung einer Meisterschaft interessiert und so bin ich zuversichtlich, dass es auch im Jahr 2019 schöne Meisterschaften geben wird.

Die LG Ultralauf als betroffener Verein

Für unsere Mitglieder ändert sich nichts. Alle Mitglieder, die einen Startpass brauchen, haben einen oder bekommen einen.

Wenn sich aufgrund der Startpasspflicht vereinslose Läuferinnen und Läufer für eine Mitgliedschaft bei uns interessieren – gerne. Wir können neue Mitglieder in allen Alters- und Leistungsklassen gut gebrauchen. Sie sollten allerdings zu uns passen.

In diesem Jahr haben wir die 100km DM nach DLV-Regeln und die 24h DM nach DUV-Regeln organisiert, da werden wir es sicher auch hinkriegen, die 24h DM nach DLV-Regeln auszurichten. Wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit, denn unser 24h-Lauf, vermutlich mit der 1. DLV DM, findet am 24./25. August statt.

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Wir freuen uns auf die neue Saison, auf schöne Veranstaltungen und spannende Wettbewerbe.

Text: Michael Irrgang, Bild: Michael Irrgang vom MTUT 2018, Logo: DLV, 25.10.2018

 

Trainingslager für Fortgeschrittene, Zierenberg, 25. bis zum 28. April 2019, mit Michael Irrgang und Michael Sommer

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Zierenberg ist ein kleiner Ort nördwestlich von Kassel und liegt im Dörnbergmassiv. Der Dörnberg, immerhin 579 m hoch und die Helfensteine bilden für Läufer vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Hier gibt es das Tagungshaus Lebensbogen, wo wir das nächste DUV-Trainingslager veranstalten.

Zur Zielgruppe gehören alle erfahrenen Ultraläuferinnen und -läufer, die sich auf den klassischen Strecken verbessern und ihr Training optimieren wollen.

Wir werden in zahlreichen Laufeinheiten eine einzigartige, wunderbare Landschaft kennenlernen und in den praktischen Teilen auch die Feinheiten des Tempo- und Athletiktrainings erfahren. Die Tage werden recht voll sein und aus einer lockeren Mischung aus praktischen und theoretischen Teilen bestehen.

In den Vorträgen geht es einerseits um die Vorstellung verschiedener Trainings- und Wettkampfaspekte, es wird aber auch einige Laufberichte von ganz besonderen Veranstaltungen geben. Diese können gerne auch von den Teilnehmern eingebracht werden.

Die Vorträge zum Training handeln von Themen wie Athletiktraining, Tempotraining, 100km- und 24h-Trainingspläne. Darüber hinaus sind folgende Themen aus den Bereichen Sportpsychologie und Ernährung geplant: Wettkampfgestaltung und -betreuung, Laufsucht, Doping & Medikamentenmissbrauch sowie Training nach der F-AS-T-Methode.

Zu einigen Themen gibt es sicher kontroverse Meinungen und spannende Diskussionen, in die sich jeder mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen einbringen kann. Das Ziel sollte für die Teilnehmer sein, dass sie viele Trainingsbausteine verstehen und in die Lage versetzt werden, viele neue Elemente gezielt in ihr Training zu übernehmen.

Die Veranstaltung dient aber auch dem gegenseitigen Kennenlernen, dem gemeinsamen Laufen, dem persönlichen Erfahrungsaustausch und soll jederzeit viel Spaß machen.

Alle Sporteinheiten sind freiwillig, damit auch jene teilnehmen können, die zu dem Zeitpunkt nicht fit oder in einer Regenerationsphase sind. Dass sich hartes Training und Spaß und Gesundheit nicht ausschließen, ist ebenfalls eine der Kernbotschaften der Veranstaltung.

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Das Programm beginnt am Donnerstagnachmittag nach Ostern gegen 15 Uhr mit einer Begrüßungsrunde und dem ersten praktischen Teil.

Am Sonntag endet die Veranstaltung mit dem Mittagessen.

In etwa wird die Veranstaltung so ablaufen, wie 2016 in Bartholomä. Link zum Bericht.

Die vorläufige Agenda wird in Kürze veröffentlicht und bei Bedarf aktualisiert.

Am Samstag besteht die Möglichkeit, dass sich Gäste der Gruppe anschließen. Sie würden dann morgens zum langen Lauf kommen, die Laufeinheit mit Verpflegung mitmachen, im Hotel duschen und am Abendessen sowie am Abendprogramm teilnehmen. Hier steht ein besonderer Vortrag auf dem Programm. Interessierte können sich per Mail anmelden.

Die Mindestteilnehmerzahl ist 15, die maximale Anzahl Läufer ist 25. Allerdings ist die Gruppengröße auch durch die Zimmerzahl begrenzt, daher ggf. bitte auf ein Mehrbettzimmer ausweichen.

Das Trainingslager ist offen für alle Läuferinnen und Läufer ab 18 Jahren. Mitglieder der DUV und der LG Ultralauf erhalten den ermäßigten Preis. Partner, die laufinteressiert sind, können ebenfalls teilnehmen. Sie zahlen stets den ermäßigten Preis.

Die Anmeldung erfolgt online über die LG Ultralaufseite (Link). Nach der Anmeldung erhaltet ihr eine automatische Bestätigung mit euren Daten. 

 Zimmertyp

 Preis bis zum 15.01.2019

 Preis bis zum 14.04.2018
 Einzelzimmer  345€ ermäßigt, 375€ regulär  370€ ermäßigt, 405€ regulär
 Doppelzimmer  280€ ermäßigt, 310€ regulär  305€ ermäßigt, 335€ regulär
 Doppelzimmer / Dreierzimmer  280€ ermäßigt, 310€ regulär  305€ ermäßigt, 335€ regulär
 Teilnahme nur am Samstag (Lauf, Essen, Abendveranstaltung)  50 €  50 €

Falls es zu wenig Zimmer gibt, wäre es klasse, wenn sich einige Teilnehmer bereiterklären würden, ggf. in einem Dreierzimmer zu übernachtem.

Die Leitung und Organisation liegen bei mir.

Zu meiner Person: Seit 2015 bin ich Sportwart der LG Ultralauf, betreue in dieser Funktion einige Vereinsmitglieder im Training und Wettkampf, organisiere Laufveranstaltungen und bin Mitglied des DUV-Sportausschusses. Seit 2008 habe ich die DLV-C-Trainer-Lizenz und bin gerade im Ausbildungszyklus für die A-Lizenz. 2009 habe ich das erste Trainingslager der DUV organisiert und in Summe bis 2017 10 Trainingslager mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt. Als Läufer bin ich auf allen Strecken zu Hause, war aber früher im 24h-Lauf relativ am Besten, bei dem ich sogar ein paar Jahre in der Nationalmannschaft war und zweimal an Weltmeisterschaften teilnahm. Aktuell bin ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch als Freizeitläufer aktiv und bevorzuge lange Trailläufe.

Als Co-Referent hat Michael Sommer seine Teilnahme zugesagt. Er kann auf eine jahrzehnte lange erfolgreiche Karriere als 100km-Läufer zurückblicken und betreut seit einigen Jahren die 100km-Nationalmannschaft.

Fragen bitte direkt an mich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Links:

Zum Haus: Link

Allgemeine Bedingungen: Link

Agenda; Link

Anmeldung: Link

Teilnehmerliste (folgt)

Ich freue mich auf viele interessierte und nette Teilnehmer sowie wunderbare gemeinsame Tage.

Text und Bilder: Michael Irrgang, Stand: 11.11.2018

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