Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Platzierungen

Edda Bauer und Michael Bohm vertraten die Fahnen der LG Ultralauf beim 6-Tagelauf in Policoro/Italien. Dabei lief Edda in ihrer Altersklasse einen neuen fantastischen Weltrekord mit 516,718 km. Nachfolgend schildern die beiden ihre Eindrücke von dem Lauf:

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Edda Bauer:

Für mich war’s der beste aller meiner bisherigen 6-Tage-Läufe. Gute Organisation, herzliche Atmosphäre, komfortable Unterbringung, Essen (z.B. konnte man sich den frischen Salat selbst anmachen – Balsamico, feine Speiseöle und Gewürze standen zur Auswahl nach persönlichem Geschmack bereit) und Getränke einschließlich Bier gab’s im Restaurant an der Strecke – da konnte man gemütlich sitzen, Beine hochlegen und ein Pläuschchen halten. Z.B. seinem Kummer über die drückende Hitze Luft machen. Das erhörten die Götter und schickten prompt am Ende des 2. Tages ein kurzes aber heftiges Unwetter. Danach ging ein frischer Wind. Pech nur, wenn (wie in meinem Fall) die hinsichtlich Blasenbildung günstigsten Laufschuhe vorerst unbrauchbar weil triefend nass waren.

Und wie verblüfft war ich, als nach 429 km Organisator und weitere nette Menschen mich mit großer Deutschlandfahne begrüßten! Das war der alte auf dem IAU-Dokument nicht aktualisierte AK-Rekord. Somit kam ich ein zweites Mal (dann an der richtigen Stelle) in den Genuss. Pasquale denkt darüber nach, einen Lauf in kälterer Jahreszeit zu organisieren.

Herzliche Grüße aus Offenburg von Edda

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Michael Bohm:

Ein Abenteuer namens 6 Tage Lauf.
Vom 16-22.9.19 haben Edda Bauer und ich am Ultra Marathon Festival in Policoro in Italien teilgenommen.
Für mich war es das erste Mehrtages Nonstop Event.

Ich habe mich zu Beginn des Jahres entschieden einen 24h Lauf und einen 6 Tagelauf zu machen und mein Training auf den Sommer ausgerichtet. Vor dem Event hatte ich ca 3800km abgespult, im Schnitt 100km pro Woche in 2019. Die 24h Läufe waren auch erfolgreich mit 2 Mal 190/192km, so dass ich mich optimal vorbereitet fühlte.

Am Montag 15h war der Startschuss von 32 Läufern bei Temperaturen weit über 30grd.
Ich bin vorsichtig angegangen in de Hitze und habe erst ab 22Uhr bei angenehmeren Temperaturen das Tempo angezogen.

Der Dienstag verlief ähnlich mit Hitze tagsüber.
Ich habe meine Schlafpausen auf die Tag gelegt und versucht nacht möglichst viel auf der Strecke zu sein. Die ersten 48h liefen normal, ohne ein spezielles 6Tage Lauf Gefühl.

Nach der 2. Nacht fand ich mich von P5 auf P2 verbessert, was sicherlich der unterschiedlichen Schlafstrategie geschuldet war (ich habe noch keine Analyse der Splitzeiten der Läufer)

Am Ende es Dritten Tages fingen Probleme mit den Füssen an. Scheuerstellen und Blasen wuden versorgt aber ich wollte oder konnte meine Laufschuhe nicht mehr anzieht, da diese so schmerzten. Glücklicherweise hatte ich noch meine Barfussschuhe mit, die ich auf der Arbeit trage. Lederhalbschuhe nich recht unsportlich aussehen. Mit diesen habe ich die 2. Rennhälfte beendet. Ich hatte mittlerweise meine P5 zurückbekommen.

Unabhängig von der Schuhthematik begann nun auch die zweite Rennenphase, mental und körperlich.
Ich fühlte mich in einen Notfall Modus versetzt, in dem sich alles dem Ziel unterordnet die Position zu halten und die Kilometer zu sammeln. Alles Störungen, die nun auftraten mussten schnell behoben werde. Muskuläre Probleme durch den geänderten Laufstil mit den Barfussschuhen , weitere Blasen , Phasen der Energiearmut, Aussetzter im Wachsein.
Der Notfall Modus war erstaunlich gut. Es ist mindestens 2x vorgekommen, dass ich es nicht mehr geschafft habe , den Wecker zu stellen, da ich vorher in einem komatösen Schlaf viel. Jedes Mal bin ich allein Sub 2h erwacht (einmal davon war ich "sicher" 60h geschlafen zu haben und damit das Rennen vorbei ist) .

Die letzte Rennphase begann am Samstag früh 32h vor Rennende.
Ich hatte 1,5 h Pause gemacht mit Duschen und 1h Schlaf.
Ich war knapp auf P6 gefallen , wollte aber nicht mehr schlafen bis zum Ende.

Die letzte Phase war vom Positionskampf P5/P6 geprägt, der gleichzeitig AK P2/P3 bedeutete.
Ich konnte über den Tag seine Pausen nutzen um 8k Vorsprung zu bekommen, den es zu verwalten galt. Um mit der Energie zu haushalten bin ich in der letzten Nacht nur gegangen mit exakt 5km/h.
Um halb 6 morgens am letzten Tag, als ich dabei war meinen "Endspurt" zu planen und den 700k nahe zu kommen, verspürte ich einen plötzlichen starken Schmerz in Fuss aussen, als wäre eine Sehne umgesprungen. Die Behandlung dauerte ca 2h und ich musste verschiedene Fortbewegungsarten (Ministry of Silly Walks) ausprobieren . Letztendlich bin ich laufend und gehend ins Ziel gekommen.

672km in 144h Platz 5 gesamt, AK P2.
Wir haben Eddas Weltrekord der AK W75 bestaunt. Einem Landesrekord von Weißrussland (Platz 4) und mindestens 3 weitere AK National Rekorde.

Eine im Wortsinn phantastische Reise, die ich noch gar nicht verarbeitet habe.

Liebe Grüße Michael

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30.09.2019 Text: Edda Bauer, Michael Bohm Bilder: Edda Bauer, Michael Bohm, Rennveranstalter

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Von Lausanne nach Genf

Am 20. und 21. September 2019 fand die dritte Ausgabe des LG Trail statt. Die Haupstrecke über knapp 120km mit ca. 3600 HM startete am Sonnabend Morgen 02:00 Uhr von Lausanne. Als ich gegen 23 Uhr am Freitag eintraf, war gerade der Zieleinlauf des Urbantrail über 18km. Im Zeitrahmen des LG 120 gab es auch noch die halbe Strecke und Staffeln.

Startnummer abholen, umziehen und dann konnte ich im Stadion Pierre de Coubertin sogar noch eine halbe Stunde schlafen vor dem Start. Was für ein Luxus.

Start mit Fackeln und dann ging es erstmal 10 km entlang des Genfer Sees, erstaunlich, dass es in dieser dichtbesiedelten Region nicht nur Seeboulevards sondern streckenweise noch Ufertrails gibt. Nach 10km gings dann aber nach Norden entlang eines Flüsschens in die Ausläufer des Jura-Gebirges. Es war sternklar mit Halbmond und der Weg war bis zum Morgengrauen nicht besonders technisch. Bei Kilometer 39 konnte man einen Drop-Bag deponieren, so dass man auf Rat der Veranstalter mit Strassenschuhen loslaufen und dort auf Trailschuhe wechseln konnte. Das habe ich getan und war damit sehr zufrieden.

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Danach wurde es steiler. Es ging hoch und runter mit insgesamt drei grossen Huckeln, die sich die Höhenmeter teilten. Es wurde aber nie so très, très, très technique wie im Briefing vor dem Start angekündigt wurde. Natürlich gab es ordentlich verblockte Wege aber auch super fluffige Waldtrails. Teilweise aber sowohl bergan als bergauf definitv zu steil für mich zum laufen. Sehr abwechslungsreiche Strecke und für mich immer gut passend die Wechsel zwischen Trail zu Asphaltstrassen  (immer, wenn es mir zu anstrengend wurde) und zurück (immer, wenn es mir zu langweilig wurde). Die Trails waren dabei deutlich in der Überhand. Viel Wald natürlich aber auch weite Aussichten auf die Alpen und den Mont Blanc, der sich aber in Dunst hüllte. Überall gab es Kühe, in allen Farben, kein Kilometer ohne Kuhglocken.

Mit vielleicht 120 Solo-Läufern und nochmal 40 Staffelläufern war das Feld nicht wirklich groß und dennoch bin ich nie allein gelaufen. Merkwürdigerweise war der Kontakt zwischen den Läufern gering. Irgendwie liefen fast alle nur mit sich, auf mein Hallo bei den häufigen Begegnungen hat vielleicht mal ein Viertel überhaupt eine Reaktion zurückgegeben. Nun ja, ein paar kleine Gespräche haben sich trotz meiner unterirdischen Französischkenntnisse ergeben und ich habe mich mit den Aussichten auf die fantastische Landschaft unterhalten.

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Es gab 7 Verpflegungsstationen abwechselnd einen großen mit Komplett-Angebot und einen kleinen, an dem es nur Getränke und manchmal noch irgendwas gab. Etwas vermisst habe ich Kartoffeln und Salztabletten, wie sie in Deutschland inzwischen gebräuchlich sind. Aber ansonsten das normale notwendige Angebot auch etwas gewöhnungsbedürftige Chia-Gels und vor allem sehr aufmerksame Helfer. Die Helfer waren dann auch wiederum äussert leicht in Gespräche zu verwickeln. Die Ausschilderung war umwerfend gut, verlaufen habe ich mich nur dreimal und das lag nur an mir.

Ein Wermutstropfen war die Versorgung nach dem Zieleinlauf. Natürlich ist es schick mitten in Genf auf dem See-Boulevard zu finishen. Aber mal ehrlich, wen von all den Leuten, die dort den Sonnabend Abend gefeiert haben, hat das interessiert? Die Duschen waren so gut in einem Strandcafe versteckt, ich musste zweimal meine Tasche hin und her schleppen bis eine Helferin mit mir auf die Suche ging und wir nach einigen widersprüchlichen Angaben die unbeleuchteten, kalten Duschen fanden.

Klar war dann auch, dass ich in diesem Festgewusel nirgends meinen Schlafsack würde ausrollen können und da ein Hotelzimmer in Genf nicht unter 300 Franken zu haben ist, musste ich also den letzten Zug bekommen, was für einigen Stress gesorgt hat. Aber naja, vielleicht bin ich nur darum so schnell gelaufen. Überhaupt war alles auf Läufer ausgerichtet, die mit dem eigenen Auto kommen aber das ist ja leider noch immer bei fast allen Läufen so.

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Dies war mit einer der schönsten Läufe, die ich bisher gelaufen bin. Fast alles super organisiert und durchdacht. Sehr empfehlenswert! Vielen Dank an die Veranstalter!

Weitere Infos unter lgtrail.com

30.09.2019 Text und Bilder Dina Böhm

 

29.09.2019 Nachtrag

SA

 

Es ist das Läuferziel von vielen, einmal im Leben den Spartatthlon zu finishen. Viele kehren am Tag danach voller Stolz mit ihren "Trophäen" zum Schauplatz zurück.

Florian hat nun zum dritten Mal in Folge den Lauf beenden können und es war jedes Mal knapp mit einer Zeit von 35:xx. Zwischendurch galt es mentale und physische Krisen zu meistern, aber eigentlich war er immer zuversichtlich und voller Willenskraft und Energie.

Respekt und Gratulation! Er hatte natürlich auch ein tolles Betreuungsteam dabei, welches nicht nur ihn immer wieder half, sondern auch mich mit Informationen versorgte.

Das ermöglichte mir, zusammen mit den Ergebnissen des Veranstalters einmal ein wenig von dem Lauf zu berichten. Im DUV-Forum wurde ebenfalls sehr fachkundig das Rennen analysiert. (Link: hier klicken)

Wer den Blog einmal lesen möchte, sollte den Bericht von unten nach oben in chronologischer Reihenfolge lesen. Viel Spaß dabei.

Ankündigung: Spartatraining 2020

In den letzten Tagen konkretisierte sich eine Idee, eine Trainingsgruppe für den Spartathlon 2020 ins Leben zu rufen. In Sparta zu finishen ist keine Zauberei - eine gute Vorbereitung ist alles. In den Monaten des Trainings werden die Teilnehmer physisch fit gemacht und erfahren alles, was man über den Spartathlon wissen muss. Ein individueller Gruppen-Trainingsplan, ein gemeinsames Trainingslager und gemeinsame Vorbereitungswettkämpfe sind die geplanten Bausteine zum Erfolg. Näheres folgt in ein paar Wochen. Noch sind es alles Ideen, aber das Ziel steht: 90% der Teilnehmer sollen Sparta (zu Fuß) erreichen!

 

19:15 Uhr - Geschafft!

Florian hat es geschafft, wie in den vergangenen beiden Jahren konnte Florian den Lauf erfolgreich beenden. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.

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Insgesamt kamen von 30 deutschen Startern lediglich diese 12 an. Heldenhaft haben sie alle Schwierigkeiten des Laufes gemeistert. Mein Glückwunsch gilt allen 197 Finishern und mein Dank gilt den Betreuern Uschi und Heiko für ihre Infos und Fotos.

14:40 Uhr Endspurt für Florian

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Florian ist vor einiger Zeit bei CP 69 durch. Von hier sind es nur noch 20 Kilomter. Er hat genügend Zeit zum Zeitlimit und schafft das ziemlich sicher.

Problematisch ist, dass es einerseits wieder recht heiß geworden ist, nachdem es vormittags ein wenig bewölkt war und andererseits an den CPs häufiger das Wasser ausgegangen ist. Das klingt so unglaublich, dass ich nicht sicher bin, ob diese Nachricht stimmt, zumal es wohl auch gestern schon häufig vorgekommen sein soll. Nun, Florian hat ein paar Betreuer dabei, aber halt nicht jeder. 

Zwischendurch war Florian in einer Vierergruppe unterwegs, dann mit Hubert Karl, am VP kam er mit Markus Schubath an. Auf dem Bild läuft er alleine. In der Gruppe laufen ist schwierig, unterhalten wollen sich auch nur noch die wenigsten.

Aber Florian kämpft und läuft, auch wenn seine Schrittlänge auf dem Bild etwas anderes vermuten lässt.

Mittlerweile sind weitere Läufer im Ziel:

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Zuletzt ist Frank Ewen ins Ziel gekommen, was mich persönlich sehr freut, denn ich hatte Gelegenheit, ihn beim Trainingslager dieses Jahr kennenzulernen. Er ist ein großartiger Sportler, sehr fokussiert und ehrgeizig und jemand, der im Training regelmäßig an seine Grenzen geht. Das ist das Holz aus dem Spartathlon-Finisher geschnitzt sind. 

10:30 Uhr - Florian verbleibt im Feld

S7 1Dietmar Göbel hat als bester deutscher Teilnehmer das Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch, Hans-Dieter Jancker wurde leider nicht am CP 60 registriert und ist damit wohl ausgeschieden. Schade, schade. Es war ein Traum für ihn und er ist kurz vor dem Ziel geplatzt, nachdem er sich über einen Tag lang so tapfer durchgekämpft hat.

An jedem Checkpoint hängen diese Plakate mit sehr wertvollen Informationen. Viele der Läufer wollen einfach nur ankommen und laufen stets 15 bis 30 Minuten vor dem Zeitlimit. Hat man zu diesem Zeitpunkt den CP nicht verlassen, wird man aus dem Rennen genommen.

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Florian verbleibt als einziger von LG und läuft entschlossen dem Ziel entgegen. Bei CP 60 hatte er 42 Minuten Reserve zum Cut-off - das sollte reichen. Zuletzt lief er mit Markus Schubath und Martin Stahala zusammen und Hubert Karl war nur ein paar Minuten dahinter. Möglicherweise bringt die Gruppe das gemeinsam ins Ziel. Auf der anderen Seite ist dieser Abschnitt noch recht wellig und die Präferenzen zwischen wandern und laufen sind da oft unterschiedlich.

8:20 Uhr - Tendenzen der Platzierungen

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Während die Läufer auf wunderschönen Wegen Richtung Sparta laufen, haben die Daheimgebliebenen die Chance, die tollen Daten, die die Homepage liefert, auszuwerten.

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In der Tabelle werden die Platzierungen gezeigt, die die Läufer an den jeweiligen Checkpoints hatten. Da viele Leute einbrechen, bzw. ihren Lauf abbrechen, verbessert man sich kontinuierlich, wenn man einigermaßen konstant läuft. Hubert Karl ist (natürlich) ein gutes Beispiel dafür, Hans-Dieter hat eine "Wanne" - nicht gut, aber bei der Zeitreserve hoffe ich einmal, dass er sich ins Ziel rettet. Florian sieht nach einem sicheren Finish aus. Dietmar hat eine interessante Tendenz, die sich darin erklärt, dass er bis CP22 seinen Sohn begleitete. Hinter jedem Lauf steht eine Geschichte mit Höhen und Tiefen. Jede ist eine besondere und wert, erzählt zu werden.

7:50 Uhr - ein neuer Tag beginnt

Bódis Tamás aus Hungary hat den Spartathlon 2019 in einer Zeit von etwa 23:30 gewonnen, sein Landsmann Csécsei Zoltán sowie Radek Brunner aus Czech Republic sind ebenfalls bereits im Ziel. Alle anderen haben noch ein Stück.

Um 6:30 unserer Zeit wurde CP 52 Nestani bei km 172 geschlossen und seit einiger Zeit ist es auch wieder hell in Griechenland.

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Hans-Dieter Jancker ist noch im Rennen. Gerne setzen sich die Läufer an den VPs kurz zum Verschnaufen und Essen hin. In Nestani hat er einige Stunden Reserve auf das Zeitlimit, ist im Gesamtklassement aber etwas abgerutscht.

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Florian Bachmeier läuft ein prima Rennen. Er ist hochmotiviert und von Natur aus mit einem Kämpferherz ohnegleichen ausgestattet. Er hat sich letztes Jahr durch die Fluten nach Sparta gekämpft und wird es diesmal auch schaffen.

Andere hat es in der Nacht erwischt. So sind offenbar Falk Sittner und Ralf Guldermann neben vielen anderen ausgeschieden.

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Man hat oft das Ziel vor Augen: Es geht nach Sparta. Weiter, immer weiter!

22:00 Uhr - Nemea CP35 schließt

Der CP 35 ist etwa die Mitte der Strecke, etwa bei km 124 und hat einen Cut-Off von 16 Stunden, also 23 Uhr Ortszeit und 22 Uhr unserer Zeit.

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So richtig frisch sehen die Läufer und Betreuer nicht mehr aus, aber der Tag durch die Hitze hinterlässt halt Spuren. Florian hatt einen Hänger überwunden und ist recht zuversichtlich. Etwa 100 Läuferinnen und Läufer sind bereits ausgeschieden. Bei Peter lag ein orthopädisches Problem im Fuß vor, was ein Weiterlaufen nicht möglich macht. Das ist schade, denn am Training und an der Einstellung hat es sicher nicht gelegen. Und er ist auch vernünftig vorsichtig gestartet - leider hat er keine Chance gehabt. Die anderen der LG Ultralauf sind noch gut im Rennen, wobei Falk dem Zeitlimit am nächsten kommt.

Aus deutscher Sicht sind Hilmar Langpeter und Ralf Giese ausgeschieden.

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Vergleicht man die beiden Abschnitte vom Start bis Korinth und von Korinth nach Nemea erkennt man schon ein paar Verschiebungen. Einen gewaltigen Satz hat Dietmar Göbel gemacht, der aktuell sehr schnell unterwegs ist. Von unseren Läufern hat Hans-Dieter ein paar Plätze verloren, wären alle anderen ein paar Plätze gut gemacht haben.

Für mich war es das für heute. Im DUV-Forum wird sicher noch weiter analysiert und kommentiert.

18:58 Uhr - Was macht die Spitze?

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Die Spitze ist gerade am CP 41 angekommen, etwa bei km 140km. Mittlerweile ist es in Griechenland stockdunkel. Ca 44 Läuferinnen und Läufer sind am CP 35 durch, darunter aus deutscher Sicht ein erfreulicher Platz 18 von Sascha Dehling und Platz 40 von Oliver Leu.

Vermutlich werden einige noch Abstürzen, aber die Top 3 müssten schon in dieser Liste mit TOP 10 und Top 5 der Frauen platziert haben. Anfangs schien mir das Rennen sehr unruhig zu sein. Radek Brunner raste los und erkämpfte sich einen Vorsprung, dann kam Zach Bitter und setze sich an die Spitze und schließlich Tatsuya Itagaki. Häufige Wechsel prägten die Listen und auch schon der Vergleich der beiden letzten Abschnitte zeigt eher ein ungleichmäßiges Rennen.

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Ich finde es schon krass die 20 Kilometerabschnitte von zwischen 80, 100 und 120 so stark von einander abweichen. Lange Pausen machen diese Leute eher nicht.

Alla ist auch nicht am CP aufgetaucht, wo längst die Cut-Off-Zeit erreicht ist. Vermutlich ist auch sie ausgeschieden.

18:39 Uhr - Auf dem Peleponnes angekommen

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Auf diesem Bild sieht man Peter Hübner in Aktion. Leider musste er kurze Zeit später das Rennen abbrechen. Bitter. Näheres ist mir nicht bekannt. Wirklich schade, wie bei jedem, dessen Träume platzen.

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Alla fehlt aktuell noch am CP 28. In der Liste habe ich Frank Wiegand ergänzt, der keinen Eintrag am CP4 hatte und Thore Göbel, der als Land Schweiz angegeben hat.

Die Liste vergleicht einmal den Abschnitt von CP22 zum CP29, der genau 20,1 km lang ist und sortiert nach der benötigten Zeit. Möglicherweise verzerren genommene Pausen das Bild, aber wenn ich davon ausgehe, dass auch an den VPs eher kurze Pausen die richtige Strategie sind, so deuten sich bei einigen aufgrund der langen Dauer Probleme an. Entsprechend verschieben sich auch die Positionen. Interessant sind Vater und Sohn Göbel, die in Korinth noch zusammen waren, sich aber jetzt getrennt haben. Während Dietmar ordentlich Gas gegeben hat und fast 50 Plätze gutmachte, ist Thore eher gewandert und hat über 50 Plätze verloren. Erstaunlich, wenn man wie Katrin Grieger ein Tempo von 8:07 läuft und damit noch ein paar Plätze gutmacht! Aber die normale Arithmetik täuscht beim Spartathlon. Auf dem Peleponnes liegen die Höhenmeter rum, die abgearbeitet werden wollen und am Nachmittag war es noch recht warm.

 

16:18 Uhr - Der erste Abschnitt bis Korinth

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Seit heute Morgen 7 Uhr läuft der Spartathlon und etwa 370 Läuferinnen und Läufer haben sich von Athen aus auf den Weg nach Sparta gemacht. 246 km mit nicht zu unterschätzenden 3.000 Höhenmetern gilt es innerhalb von 36 Stunden zu überwinden. War letztes Jahr von einem Sturm mit Starkregen geprägt, so ist diesmal wieder das typische Spartathlon-Wetter angesagt – Sonne satt mit Temperaturen von über 30 Grad.

Der erste Abschnitt führt die Läufer über 81 Kilometer nach Korinth. Das Zeitlimit beträgt dafür 9,5 Stunden. Es ist der leichteste Abschnitt von allen – Einrollen sozusagen.

Doch jedes Jahr gibt es auch hier schon Überraschungen. Leute, die aus unverständlichen Gründen viel zu schnell starten und dann schon einbrechen, Leute, die schon jetzt den Kampf gegen die Zeitlimits verloren haben oder schlicht mit der Wärme, der Strecke oder der Verpflegung nicht zurecht kommen oder die leider nicht voll gesund am Start standen.

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Das sind die Deutschen, die noch im Rennen sind. Lange Harald, Burger Ruediger, Burger Frank, Rewig Adrian und Heinlein Marika sind offensichtlich ausgeschieden. Das der Chip nicht funktioniert und sie vom Live-Tracking nicht erfasst sind, scheint mir eher unwahrscheinlich. 313 Läuferinnen und Läufer sind noch Rennen. Beim CP 4, etwa bei km 20 waren es noch 374!

Die Zahlen in der Tabelle zeigen übrigens die Platzierung und die Zeit bis dahin an den jeweiligen Checkpoints. Man erkennt schon ansatzweise, wer zu schnell getartet ist und bereits abfällt und wer seine Position verbessert. Weitere Analysen folgen.

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Von der LG Ultralauf sind gleich 5 Starter dabei. Peter Hübner und Florian Bachmeier sind bereits einmal, bzw. zweimal gestartet und jedes Mal angekommen. Für die anderen ist es eine Premiere. Hans-Dieter Jancker war etwas zu schnell für den Fotografen und nur von hinten zu sehen und ganz rechts im Bild ist Falk Sittner. Ralf Gundermann gehört noch zum Team, aber aktuell haben wir noch kein Bild von ihm von der Strecke.

Mal abwarten, wie sich das Rennen entwickelt.

Vielen Dank schon einmal an dieser Stelle für Uschi Hübner und Heiko Völkl für die Fotos und Informationen von der Strecke!

Text: Michael Irrgang, Bilder: Uschi Hübner, Heiko Völkl 27.09.2019

 

In ihrem ersten 100km-Lauf gewinnt Susanne Gölz die Deutsche Meisterschaft und unterbot mit ihrer Zeit von 7:54:34 die magische 8-Stunden-Grenze deutlich. Sie legte damit den Grundstein für den neuen Vereinsrekord der Frauen-Mannschaft.

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Miriam Kudermann, Susanne Gölz und Katrin Gottschalk stellten einen neuen Vereinsrekord auf und gewannen gemeinsam die Mannschaftswertung der Frauen.

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Am 21.09.2019 fand in Kandel in der Pfalz die 32. Meisterschaft des DLVs im 100km-Lauf statt. Der Tag begann sehr früh, denn der Start erfolgte wie üblich bereits um 6 Uhr. Neben drei Frauen, starteten von der LG Ultralauf fünf Männer bei der Meisterschaft sowie 24h-WM-Teilnehmer Patrick Hösl im offenen Lauf bei der Veranstaltung. Außerdem hatten wir ein großes Betreuerteam vor Ort, um bei der letzten Meisterschaft des Jahres die Läuferinnen und Läufer noch einmal bestmöglich zu unterstützen.

Knapp 80 Starter bedeuteten ein recht kleines Starterfeld für eine 100km-Meisterschaft, dennoch war das Frauen- und Männerfeld in der Spitze und einigen Altersklassen hochklassig besetzt. Bei den Männern setzten sich die Favoriten und ebenfalls etwas überraschend ein Debutant an die Spitze des Feldes und legten ein Höllentempo vor. Die erste halbe Stunde war es dunkel und kalt, später, als die Sonne rauskam und vom wolkenlosen Himmel sich das Geschehen anschaute, wurde es teilweise richtig heiß.

Das Frauen- und Männerrennen entwickelte sich recht unterschiedlich. Während sich Susanne direkt an die Spitze des Feldes setzte und gleichmäßige, sehr schnelle Rundenzeiten lief und sich dahinter schnell eine Reihenfolge festigte, die sich nur noch geringfügig änderte, bekamen bei den Männern recht frühzeitig einige der schnellen Läufer Probleme, mussten Pausen einlegen und hörten frühzeitig auf. So konnte André Collet als einziger von den Schnellstartern sein Tempo halten und souverän gewinnen.

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Von den Ausfällen konnte unter anderem Boris Tomaschewski profitieren, der mit einer neuen persönlichen Bestzeit einen nicht für möglich gehaltenen 9. Platz in der Gesamtwertung und 3. Platz in seiner Altersklasse gewann.

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Ein tolles Debut in der LG Ultralauf und in der 100km-Disziplin zauberte Sebastian Riebandt auf die Strecke. Mit viel Respekt war er in seinen erst dritten Ultralauf gestartet, teilte er sich das Rennen großartig ein und kam schließlich als dritter Mann seiner Altersklasse ins Ziel.

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Kurz vor ihm vollendete Klaus Haake seine 20. Runde und bildete mit den Vorgenannten unser erfolgreiches Männerteam. Der Routinier, der als einziger an allen 5 Meisterschaften teilnahm, konnte sich am Ende einer langen Saison über einen sehr guten Abschluss freuen. Er gewann mit beiden Männermannschaften eine Medaille.

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Walter Hösch nahm bereits 2015 in St. Leon-Rot an der 100km DM teil und konnte sich am Ende des Tages nicht nur über eine gute Leistung, sondern auch über den 3. Platz in seiner Altersklasse und einen zweiten Platz in der Mannschaftswertung Männer 50+ freuen.

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Hilmar Gärtner hat den Spaß-Level stets hochgehalten und kam jede Runde gut gelaunt an unserem Versorgungsstand vorbei. Am frühen Nachmittag im Ziel verbesserte er seine Bestzeit über 100km aus dem Jahre 2017 um beinahe unglaubliche anderthalb Stunden.

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Der Veranstalter, der trotz des eher kleinen Startfeldes eine schöne Meisterschaft organisierte, ehrte bei den Mannschaften die Männermannschaften und Männermannschaften 50+ direkt hintereinander. Da sowohl unsere Männermannschaft als auch unsere Männermannschaft 50+ auf den Silberrang gewertete wurde, hat es sich ergeben, dass bei der Gelegenheit alle 5 Starter der LG Ultralauf gemeinsam auf die Bühne gerufen wurden und eine Medaille bekamen. Klaus erhielt sogar 2, da er in beiden Mannschaften gewertet wurde.

Konnten sich alle Männer über eine Ehrung auf dem Podest über eine Mannschaftsmedaille und einige zusätzlich über eine Altersklassenmedaille freuen, so konnten die Frauen mindestens ebenso überzeugen.

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Mit dem Titel der Deutschen Meisterin im 6h-Lauf als Empfehlung war sie zweifellos eine Mitfavoritin, aber sie hatte schon etwas Zweifel, ob sie ihren mutigen Plan würde umsetzen können. Physisch gut vorbereitet zu sein, ist wichtig, aber es gehört schon einige taktische Cleverness dazu, das Potential in eine optimale Leistung umzusetzen.

Und der Plan klappte! Susanne lief ein perfektes Rennen mit einer unglaublichen Konstanz bei den Rundenzeiten und bis zuletzt mit einem sehr schönen, flüssigen Laufstil.

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Katrin Gottschalk lief Anfang des Jahres bereits einen sehr schnellen 100km-Lauf, hatte diesmal jedoch erhebliche Magenprobleme von der ersten Runde an. Es war beeindruckend, dass sie sich nie aufgegeben hat und von Runde zu Runde weiterkämpfte. In Anbetracht der Umstände war die Zeit klasse und wurde mit dem 7. Gesamtplatz und dem 2. Platz in ihrer Altersklasse belohnt. Entsprechend erfreut war sie kurz nach ihrem Zieleinlauf.

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Miriam Kudermann komplettierte die Frauenmannschaft. Ihre Vorbereitung war nicht optimal, aber sie arbeitete gleichmäßig und gut gelaunt die zwanzig Runden durch den Bienwald ab.

Die Strecke war absolut flach und bis auf ein enges Begegnungsstück gut zu laufen. Als es wärmer wurde, war der gefühlte Temperaturunterschied zwischen den Stücken in der Sonne und im Schatten recht groß, was die meisten Läuferinnen und Läufer allerdings wenig störte.

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Auf der Stadionrunde war zunächst die Zeitmessung mit Zielbogen, dann ein Versorgungszelt, in dem es den ganzen Tag über eine super Versorgung für die Betreuer und Zuschauer gab und wo auch später die Siegerehrungen stattfanden. Anschließend gab es die offizielle Läuferversorgung und anschließend folgte die Betreuungszone, in der wir unseren Betreuungspavillon aufbauten.

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Ein Teil des Betreuungsteam. Neben mir sind Christian Mohr, Sylvia Faller, Cathrin Haake, Volker Greis, Martina Stumpf-Irrgang und Ralf Kappus.

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Evi und Guido Piehlmeier versprühten wie immer gute Stimmung, die jegliche Ermüdungserscheinungen bei Betreuern und Läufern überlagerte. 

Um 16 Uhr gab es die erste Siegerehrung der besten Frauen und Männer und kurz danach waren auch alle unsere Läufer im Ziel. Insgesamt gab es bei der Veranstaltung aus unterschiedlichen Gründen eine recht hohe Aussteigerquote, aber alle unsere Läuferinnen und Läufer haben erfolgreich den Wettkampf beenden können, teils tolle Debuts abgeliefert, teils neue Bestzeiten erzielt, teils etwas zu kämpfen gehabt.

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Daher konnten wunderbar alle Beteiligten mit einem Becher Sekt den Augenblick ein wenig feiern und die Freude über die guten Ergebnisse teilen. Den Umständen entsprechend angemessen mit alkoholfreien Sekt aus Pappbechern. Völlig egal, es war eine tolle Gelegenheit, sich gegenseitig zu gratulieren und Danke zu sagen.

Die dritte Person von links ist übrigens Jens Allerheiligen, der ebenfalls das Betreuungsteam unterstützte.

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DUV-Präsident Olaf Ilk ehrt das Meisterschaftsteam, das eine überragende Leistung zeigte und im Team Vereinsrekord lief.

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Nachdem bei der Siegerehrung alle Läuferinnen und Läufer reichlich mit Medaillen behangen wurden, sind wir noch in ein kleines Restaurant gefahren, um den Tag ausklingen zu lassen. Es war ein wunderbarer Abend müder Gesellen!

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Doch damit war das Wochenende längst noch nicht zu Ende, denn am Sonntag lud das Präsidium noch zu der traditionellen Jahresabschlussfeier ein. Präsident Christian Mohr begrüßte die Anwesenden, erklärte den Ursprung der Veranstaltung, der darin liegt, dass es schön ist, am Ende der Saison auf ein Jahr voller Höhepunkte zurückzublicken und der Verein durch die Veranstaltung die Möglichkeit hat, das durch den Erfolg bei der Ultramarathonbundesliga gewonnene Preisgeld den beteiligten Läufern und Betreuern „zurückzugeben“.

Anschließend konnte ich zu allen Meisterschaften ein paar Besonderheiten erläutern und einen kleinen Film zeigen. Für die Gäste etwas überraschend aber sehr erfreuend war, dass bereits ein Film über den gestrigen Tag mit dabei war, der die emotionalen Augenblicke noch einmal aufzeigte. Durch den Sieg von Susanne hat der Verein in seiner nun elfjährigen Geschichte zum ersten Mal einen Einzel-Titel bei einer DLV-Meisterschaft gewonnen!

Eine inoffizielle Hochrechnung hat darüber hinaus ergeben, dass wir auch bei der 100km-Meisterschaft die Tageswertung der Ultramarathon-Bundesliga gewonnen haben und daher zum vierten Mal in diesem Jahr die „Mannschaft des Tages“ wurden.

Ein sehr unterhaltsamer Vortrag beendete die Feier. Walter Hösch, der im Februar in Finnland nahe am Polarkreis an einem Wettkampf über 300km teilnahm, bei dem er eine Pulka ziehend über zugefrorene Flüsse und Eisfelder lief, berichtete von seinem Abenteuer.

Nach so vielen zu feiernden Begebenheiten und einer unglaublichen, spannenden Geschichte trennten wir uns nur ungerne voneinander, aber mit dem festen Versprechen, uns baldigst wieder zu treffen.

Wir freuen uns schon auf die Meisterschaftssaison 2020! 

Text und Bilder: Michael Irrgang, 22.09.2019

Deutsche Meisterschaften im 10 km Straßenlauf des DLV in Siegburg am 15.09.2019 

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Stefan Beckmann und Herbert Wienen in Siegburg.

10km1Am letzten Sonntag fanden die Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf statt. Aus ganz Deutschland kamen über 500 Spitzen-LäuferInnen nach Siegburg, um die jeweiligen Meistertitel unter sich auszumachen. Der Stadtkurs in Siegburg gilt in Läuferkreisen durchaus als anspruchsvoll, denn schließlich geht es auf dem 2,5 km langen Rundkurs, auf einem Abschnitt von 900 m bergauf und an dessen Ende wartete dann eine Kopfsteinpflaster Passage. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft musste dieser Kurs 4-mal absolviert werden. „Die Strecke ist sehr profiliert, aber bei einem Meisterschaftsrennen geht es ja nicht um Zeiten, sondern um Titel und Platzierungen“, so begrüßte Katrin Dörre-Heinig (Marathon Bundestrainerin) die StarterInnen.

Von der LG Ultralauf wagten sich mit Herbert Wienen und Stefan Beckmann gleich zwei Läufer auf die ungewohnte Kurzdistanz. Stefan belegte bei optimalen Bedingungen einen guten 16. Platz in seiner Altersklasse. Für Herbert lief es optimal. Der 65-jährige rannte mit unglaublicher Leichtigkeit über die 4 Runden. Von Runde zu Runde arbeitete er sich im Klassement kontinuierlich nach vorne. Schließlich stürmte er bei dieser schweren Strecke in 40:52 min über die Ziellinie. Damit war Herbert Deutscher Vizemeister in seiner Altersklasse M 65.

„Das stetige Auf und Ab der Streckenführung und die äußeren Bedingungen lagen mir einfach. Ich habe alles in den Lauf reingelegt, aber eine derartige Platzierung hätte ich vorab niemals für möglich gehalten. Als der Veranstaltungssprecher meinen Namen und die Platzierung rief, konnte ich es kaum glauben“, strahlte der frischgebackene Deutsche Vizemeister im Ziel.

Text und Bilder: Stefan Beckmann, 20.09.2019

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